
Kochen ohne Kohle
Die Legalisierung kommt – nur anders und später. Bis es so weit ist, gibt es statt weicher Drogen daher einfach wachsweiche Drogeneier. Vollkommen legal und günstiger als ein Drogentaxi. (02.05.2023)

Die Legalisierung kommt – nur anders und später. Bis es so weit ist, gibt es statt weicher Drogen daher einfach wachsweiche Drogeneier. Vollkommen legal und günstiger als ein Drogentaxi. (02.05.2023)

Wohnen wird immer teurer, vor allem in Großstädten sind bezahlbare Angebote knapp. Wo die Not groß ist, sind Abzocker nicht weit. Auf Social Media locken sie mit Immobilien-Anzeigen, die es in Wahrheit aber gar nicht gibt. Statt einer Wohnung haben die Opfer am Ende Tausende Euro verloren. Eine dieser Maschen richtet sich gezielt an Menschen mit Migrationshintergrund, die es auf dem Wohnungsmarkt oft besonders schwer haben. (10.11.2025)

Wer glaubt, dass die Gefahr durch Islamisten hierzulande nicht mehr besteht, nur weil es zuletzt etwas ruhiger um sie geworden ist, der liegt falsch. Das belegen auch die Razzien gegen den Verein »Muslim Interaktiv« in der vergangenen Woche. Die führenden Köpfe der radikalen Szene verbreiten ihre Propaganda mittlerweile sehr geschickt über das Internet. Hanna Hansen ist die einflussreichste Akteurin in der deutschen Islamismus-Szene. Früher war die Frau aus Herford mal Model, DJane und Kickboxerin. Heute wirbt sie als Influencerin für einen radikalen Islam. Liiert ist Hansen ausgerechnet mit Sven Lau, einem der bekanntesten Salafisten Deutschlands. Lau hatte einst mit seiner »Scharia-Polizei« für Aufsehen gesorgt und ist nach einer Gefängnisstrafe jetzt wieder aktiv in der Szene. (10.11.2025)

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 154 Männer und 131 Frauen ermordet. Richtig: die Zahlen liegen nicht so furchtbar weit voneinander entfernt. Aber die Motive: die klaffen diametral auseinander. Denn von den 131 Frauen wurden 104 von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Weil sie sich trennen wollten, weil sie sich nicht unterordnen mochten oder weil sie Opfer sexualisierter Gewalt wurden. Mit anderen Worten: weil sie Frauen waren. Gudrun Altrogge und Maria Wille mit zwei besonders grausamen Femiziden in diesem Jahr. (17.11.2025)

In der Theorie hält es der Berliner Behördenapparat für unproblematisch, wenn knapp hundert wohnungslose Menschen, überwiegend aus Osteuropa, in einem Hotel einquartiert werden. Doch in Wirklichkeit bekommen die Anwohner der direkten Umgebung einfach nur die Krise. Nicht weil sie was gegen Zuwanderer oder Minderheiten haben, nein – im Zweifel sind sie sogar selbst welche – sondern weil sie sich in ihrem eigenen Kiez nicht mehr sicher und zu Hause fühlen. Yuvina Kostrzewa hat sich die Mühe gemacht, den Sachverhalt und die Verantwortlichkeiten zu klären. Letzteres war nicht ganz einfach. (17.11.2025)

Bei den Angeklagten ist die Tat praktischerweise auf Video festgehalten worden. Darauf zu sehen: drei Rechte, die einen Linken verprügeln. Mittlerweile traurige Standardsituation in Teilen Deutschlands. Denn die Zahl rechtsextremer Gewalttaten steigt allein in diesem Jahr um mehr als 10 Prozent. »Zecken klatschen« nennen das die Drei von der Anklagebank in Görlitz. Einer von ihnen ist ein sehr junger – alter Bekannter von SPIEGEL TV. Henrik Neumann über die schlimmsten Rüpel im Nazi-Kindergarten. (24.11.2025)

Unser Autor Andreas Lünser hat während seiner Reise durch die umkämpfte Ukraine einen jungen Mann getroffen, der davon berichten konnte, wie es auf der anderen Seite der Front aussieht: in den besetzten Gebieten oder tief im Hinterland von Russland. Warum er dort war? Weil er von russischen Truppen entführt wurde – wie Tausende andere auch. Warum ordnet Putin so etwas an? Weil er es kann. Und weil er glaubt, dass man Ukrainer »russifizieren« kann. Die gestohlenen Kinder von Cherson. Eine Spurensuche. (08.12.2025)

Während die Menschen in der Ukraine ihre entführten Kinder vermissen und jeden Tag mit Raketen und Drohnen angegriffen werden, lässt der Strippenzieher, der all das beenden könnte, weltweit die Puppen tanzen: Die Unterhändler-Marionetten von Dealmaker Trump, das Chaos-Ensemble europäischer Regierungschef, bekannt als »Koalition der Willigen« und den mittlerweile fast kaputt gespielten Selenskyj. Nichts davon deutet darauf hin, dass Putin – wie erhofft – ein »ernsthaftes Engagement für einen langfristigen Frieden« erkennen ließe. Stattdessen verkündet er, dass er den Süden der Ukraine – den er jetzt »Neurussland« nennt – auch noch haben will. Unser Reporter Andreas Lünser und sein Kameramann Jochen Blum waren genau dort unterwegs. (08.12.2025)

Das Ruhrgebiet – das Herz von Deutschland – ist mancherorts aus dem Takt geraten. Wirtschaftlicher Niedergang, Abwanderung, Zuwanderung, Verelendung – »Strukturwandel« nennt man das. Ein harmloses Wort für: Da dreht sich eine Abwärtsspirale mit Turboantrieb und wenn sie nicht gestoppt wird, dann verlieren ALLE – außer die Immobilienhaie, die mit heruntergekommenen Häusern fette Geschäfte machen. SPIEGEL TV hat die Kommunen beim Versuch, das Steuer herumzureißen, begleitet und die Nutznießer der Misere beim Tricksen mit Gesetzeslücken beobachtet. Achtung, Kontrolle in der Schrottimmobilie. Eine Reportage von Steffen Vogel. (15.12.2025)

Französische Käseproduzenten sind in Sorge: Traditioneller Rohmilchkäse wie Camembert oder Brie verlieren gegenüber pasteurisierter Massenware stetig Marktanteile. Auch der Klimawandel und Preissteigerungen in vielen Bereichen setzen den Herstellern berühmter Käsespezialitäten wie dem Salers zu. Ist Frankreichs Käsekultur, einst Stolz der Nation, in Gefahr? Der Familienbetrieb von Félix Troupel konnte 2022 wegen einer Hitzewelle wochenlang keinen Salers-Käse herstellen. Seine Kühe fanden auf den ausgedörrten Weiden des Départements Cantal nicht genug zu fressen und so konnte er die strengen Auflagen für den herkunftsgeschützten Käse nicht erfüllen. Die Folge: Auf den Holzregalen seines Käseveredlers reifen deutlich weniger Salers-Käse als sonst. Trockene Sommer machen auch den Produzenten des wohl berühmtesten Käses Frankreichs zu schaffen: dem Camembert. In dem gleichnamigen Dorf in der Normandie gibt es nur noch wenige Betriebe, die die Spezialität in aufwändiger Handarbeit produzieren. Mit der pasteurisierten und deutlich günstigeren Massenware großer Konzerne können die kleinen Betriebe nicht konkurrieren. Die Agraringenieurin Julie Hagberg versucht in Camembert, eine der letzten Käsereien im Ort vor dem Konkurs zu bewahren. Für sie ist die enge Zusammenarbeit mit den Milchbauern der Region der Schlüssel zu einem guten, charaktervollen Käse, für den die Verbraucher auch bereit sind, etwas mehr zu bezahlen. Dem Erhalt und der Förderung eines anderen Weichkäses hat sich in der Nähe von Paris eine kulinarische Bruderschaft verschrieben: die »Confrérie de Brie de Meaux«. Zum dritten Mal organisiert deren Präsident Thierry Bitschené ein ganzes Festival rund um den cremigen Käse mit der Schimmelschicht. Die halbe Stadt ist auf den Beinen, wenn die Käsebrüder mit dem längsten Brie-Baguette der Welt einen Rekord aufstellen wollen und sich die wenigen verbliebenen »Brie de Meaux«-Produzenten bei einem Wettbewerb miteinander messen. Eine »Arte Re:«-Reportage von SPIEGEL TV. (09.01.2024)

Unsere Rezensentin rät Ihnen zu einem Buch, das die Großkritiker niemals mögen würden. Außerdem: Eine Geschichte über das Infragestellen der Idylle auf dem Land. Aber sehen Sie selbst. (17.04.2024)

Heizungen mit fossilen Brennstoffen wie Gas oder Öl sind nicht nur schädlich für das Klima – sie sind mit Beginn des Ukrainekriegs auch deutlich teurer geworden. Millionen Eigenheimbesitzer beschäftigen sich in diesem Winter mit ihrem Heizungskeller und suchen nach Alternativen. Familie Schrag aus Baden-Württemberg hat sich entschieden. Der alte Gaskessel wird durch eine klimafreundliche Wärmepumpe ersetzt. Aber welche Voraussetzungen muss ein Haus mitbringen, damit eine Wärmepumpe eingesetzt werden kann? Und welche Umbau-Maßnahmen sind dann fällig? Die Münchner Steuerberaterin Cornelia Kisslinger-Popp hat sich in den Kitzbüheler Alpen ein Mehrfamilien-Haus aus den 1970er-Jahren gekauft. Doch die alte Ölheizung fällt immer wieder aus. Cornelia fragt sich, ob ein Austausch der Heizung ausreicht oder ob zusätzlich eine Wärmedämmung und neue Fenster notwendig werden, um das Haus warm zu bekommen. Trotz Förderungen durch den österreichischen Staat sind das Investitionen, mit denen die Steuerberaterin nicht gerechnet hat. Jetzt muss sie entscheiden, ob sie die Mittel aufbringt oder das Haus wieder verkauft. Auch in Frankreich haben Energieberater wie Christophe Lamy derzeit Hochkonjunktur. In Toulouse begutachtet Christophe das alte Haus von Familie Robert vom Keller bis unter das Dach. Die Familie hätte gern ein System, das im Winter heizt und auch kühlen kann, denn die Sommer in Südfrankreich werden durch den Klimawandel immer heißer. Ein anspruchsvoller Fall für den Energieberater, der zugleich die komplizierten französischen Förderrichtlinien berücksichtigen muss. Eine »Arte Re:«-Reportage von SPIEGEL TV. (20.02.2024)

Was bedeutet Assads Sturz für die Ukraine? Im Talk diskutieren SPD-Politiker Ralf Stegner und Russland-Expertin Margarete Klein über Putins Einfluss, die leidige Taurus-Frage und Wahlkampf mit der Angst.

»Squid Game« war ein Sensationserfolg, bald erscheint Staffel zwei. K-Pop-Bands wie BTS stellen internationale Rekorde auf. SPIEGEL-Redakteur Oliver Kaever hat in Südkorea herausgefunden, dass der Erfolg kein Zufall ist. (16.12.2024)

Vor fast drei Jahren hat die russische Armee die Ukraine überfallen – doch in der Stadt Mariupol tobt der Krieg schon viel länger, nämlich seit 2014, im Kampf um die Krim. Um die Kinder vor den Bomben in Sicherheit zu bringen, wurden damals 30 Mädchen und Jungen nach Mecklenburg-Vorpommern gebracht. SPIEGEL TV hat darüber vor 10 Jahren berichtet. Was ist aus den Kindern von damals geworden? Thomas Kasper hat sich auf die Suche nach ihnen gemacht. (16.12.2024)

Dass Strom aus Windkraftanlagen gut für die Umwelt ist, kann man leicht verstehen. Überhaupt nicht zu verstehen ist aber die Art, wie die Behörden diese riesigen Anlagen genehmigen – häufig nämlich, ohne auf die Sorgen der Menschen zu achten, die unter den Windrädern leben. So kann man die eigenen Wähler auch vergraulen. Wohin das in Brandenburg führt – Adrian-Basil Mueller berichtet. (16.12.2024)

Im Lichterglanz vor Weihnachten blinken Paketlieferwagen allgegenwärtig mit. Ein neuer XXL-Lastenrad-Sattelzug könnte für mehr Platz auf den Straßen sorgen. Unterwegs mit dem Zemmi. (21.12.2024)

Ein Team des SPIEGEL deckte die Methoden des Influencers Immo Tommy auf. Redakteurin Kristina Gnirke erklärt, wie die Geschädigten jetzt dagegen vorgehen. (21.12.2024)

Die Welt des Attentäters von Magdeburg passt in kein Raster. Angeblich setzt sich der Arzt für Flüchtlinge aus Saudi-Arabien ein, gleichzeitig glaubt er daran, dass Deutschland die Islamisierung in Europa vorantreibe. Mal schreibt er auf seinem Twitter-Account, dass er ein Linker sei. Dann macht er Werbung für die AfD. (24.12.2024)

Der Karpfen könnte zum neuen Trendfisch werden. Er hat die wohl niedrigste CO2-Bilanz aller Speisefische, kommt ohne Fischmehl und Antibiotika aus und gedeiht in heimischen Gewässern. Allerdings gilt der Karpfen als schlammig und voller Gräten. Nur zu Weihnachten kommt er gelegentlich auf den Tisch. In Polen hat er deutlich mehr Fans. Die Tradition der Karpfenzucht reicht in Polen zurück bis ins Mittelalter. Eine der größten Teichwirtschaften Europas liegt im schlesischen Bartschtal. Im November und Dezember herrscht Hochsaison – viel Arbeit für Kamil Nowacki, der die Fischereiabteilung hier leitet. Ab 7 Uhr morgens wird das Wasser abgelassen, und die Fische für den Verkauf entnommen. 500 Tonnen Karpfen pro Jahr »ernten« sie allein in diesem Betrieb, und der Bedarf ist jetzt groß, denn der Fisch ist das traditionelle Weihnachtsgericht der Polen. Die stellenweise vor Jahrhunderten angelegten Teichlandschaften sind heute Oasen der Biodiversität. Das lockt auch Touristen an, die in dem angeschlossenen Restaurant gleich zahlreiche Karpfenspezialitäten verkosten können. Ob gebraten, geräuchert, als Wurst oder eingelegt: Der Karpfen soll auch jenseits der traditionellen Rezepte attraktiv und den Menschen ganzjährig schmackhaft gemacht werden. Deutschlands größte Karpfenfarmen befinden sich in Bayern und in Sachsen. Auch hier gibt es immer mehr Bestrebungen, den Öko-Star Karpfen kulinarisch zum neuen Trendfisch werden zu lassen. Kerstin Mickan ist leidenschaftliche Köchin, kreiert neue Karpfen-Rezepte und gibt Kochkurse, damit selbst Skeptiker den Fisch neu entdecken. Doch auch wenn die Nachfrage wächst – die Teichwirte in Deutschland kämpfen mit Schwierigkeiten: Fressfeinde des Karpfens, die nicht bekämpft werden dürfen, oder andere Umweltauflagen machen es zunehmend schwer, die Zucht in Deutschland gewinnbringend zu betreiben. Kann der Karpfen trotzdem eine Alternative zu Lachs, Pangasius und Co. werden? Eine »Arte Re:«-Reportage von SPIEGEL TV. (30.12.2024)