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Der Staatsdealer: Kosta, Locke und der korrupte Staatsanwalt

Der Staatsdealer: Kosta, Locke und der korrupte Staatsanwalt

Für die Drogenbande war es ein Jackpot. Sie hatte es geschafft, einen Staatsanwalt zu bestechen: Yashar G. – Der gab daraufhin geheime Informationen preis: Einsatzpläne der Polizei oder geplante Razzien. Einer der Kokainhändler schrieb in einem Chat: »Diese Information war 100.000 Euro wert.« Eine exklusive Doku von Claas Meyer-Heuer über einen korrupten Staatsanwalt aus Hannover. (20.04.2026)

2026-06-14 13:03:29 +0000 UTC2026-06-14 13:41:10 +0000 UTC(37m)
Der Staatsdealer: Kosta, Locke und der korrupte Staatsanwalt

Der Staatsdealer: Kosta, Locke und der korrupte Staatsanwalt

Für die Drogenbande war es ein Jackpot. Sie hatte es geschafft, einen Staatsanwalt zu bestechen: Yashar G. – Der gab daraufhin geheime Informationen preis: Einsatzpläne der Polizei oder geplante Razzien. Einer der Kokainhändler schrieb in einem Chat: »Diese Information war 100.000 Euro wert.« Eine exklusive Doku von Claas Meyer-Heuer über einen korrupten Staatsanwalt aus Hannover. (20.04.2026)

2026-06-14 13:03:29 +0000 UTC2026-06-14 13:41:10 +0000 UTC(37m)
Tschernobyl: Erst nuklearer Super-GAU, dann russisches Angriffsziel

Tschernobyl: Erst nuklearer Super-GAU, dann russisches Angriffsziel

Vier Jahrzehnte nach der Reaktorkatastrophe wird das Atomkraftwerk in Tschernobyl auf andere Art bedroht. Anfang vergangenen Jahres traf eine russische Drohne die Schutzhülle der stillgelegten Atomanlage. Wie es dort mittlerweile aussieht? Wie ein wahr gewordener Science-Fiction-Horror– nur in Alt. Andreas Lünser und Kameramann Dominik van Alst haben im ehemaligen Kontrollraum des Werkes gedreht, mit dem letzten Bewohner der angrenzenden Geisterstadt Prypjat gesprochen und mit Augenzeugen, die bei der Nuklearkatastrophe dabei waren. (27.04.2026)

2026-06-14 12:44:01 +0000 UTC2026-06-14 13:03:29 +0000 UTC(19m)
Jobverlust: Keine Menschen, leere Wohnungen und immer weniger Arbeitsplätze

Jobverlust: Keine Menschen, leere Wohnungen und immer weniger Arbeitsplätze

Die Stadt Suhl ähnelt langsam einer Geistersiedlung an. Einst war sie ein aufstrebender Stern am DDR-Himmel, doch die massenhafte Abwanderung der Bewohner durch Perspektivlosigkeit hat die Bewohneranzahl in den vergangenen 40 Jahren mittlerweile fast halbiert. Denn Thüringen verliert Jobs, und zwar nicht zu knapp. Damit ist das Bundesland möglicherweise Vorreiter für das, was noch kommen wird. Yuvina Kostrzewa und Jessy Schrödter über eine Gegend, in der der Niedergang bereits begonnen hat. (27.04.2026)

2026-06-14 12:35:12 +0000 UTC2026-06-14 12:44:01 +0000 UTC(8m)
Geblitzt im Einsatz: Ärger um Radarfalle

Geblitzt im Einsatz: Ärger um Radarfalle

Dass in unserem Staat so einiges schiefläuft, musste vor Kurzem auch ein freiwilliger Feuerwehrmann erleben. Der hoch motivierte Brandbekämpfer wollte nach einem Notruf zügig zum Einsatzort kommen. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, die sich in seinem Fall aber bitter gerächt hat. »Schneller als das Ordnungsamt erlaubt« – eine deutsche Tragikomödie erzählt von Adrian-Basil Mueller. (04.05.2026)

2026-06-14 12:15:05 +0000 UTC2026-06-14 12:22:06 +0000 UTC(7m)
Party, Pyro, Polizei: 1. Mai in Berlin

Party, Pyro, Polizei: 1. Mai in Berlin

Ein überforderter, verschuldeter, selbst mitleidiger Bundeskanzler. Ein clownesker, kriegswütiger, größenwahnsinniger US-Präsident. Die Zahl der irren Adjektive steigt von Woche zu Woche. Kein Wunder, dass sich die Bürger Sorgen um die Weltlage machen. So wie am 1. Mai in Berlin. Da ging es um feministische, propalästinensische, queere und antikapitalistische Belange. Also um alles, was den normalen Berliner Demonstranten so umtreibt. Adrian Altmayer und Noah Cordes haben sich das Schauspiel angesehen. (04.05.2026)

2026-06-14 12:07:00 +0000 UTC2026-06-14 12:15:05 +0000 UTC(8m)
Die Absturzpartei: Das langsame Sterben der SPD

Die Absturzpartei: Das langsame Sterben der SPD

12 Prozent – so wäre das verheerende Ergebnis für die SPD, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre. Die Partei des kleinen Mannes hat seit der Wende die meisten Stimmen verloren, ihre Kernklientel wendet sich ab. Denn die Arbeiter in Deutschland setzen mittlerweile ihre Hoffnung in die sogenannte »Alternative für Deutschland«, obwohl die AfD gegen die Erhöhung des Mindestlohns war und massive Kürzungen bei Sozialleistungen plant. Was also hat die SPD falsch gemacht? Daniel Pfänder hat alte Hochburgen der Sozialdemokratie besucht. (11.05.2026)

2026-06-14 11:54:52 +0000 UTC2026-06-14 12:07:00 +0000 UTC(12m)
Brennpunkt Steilshoop: Arm, abgehängt, aussichtslos

Brennpunkt Steilshoop: Arm, abgehängt, aussichtslos

Zu arm, zu arbeitslos, zu abgehängt. Beim Strukturwandel ist es wie beim Klimawandel. Es gibt Kipppunkte, und wenn sie erreicht sind, wird der Leidensdruck für Menschen unerträglich. In Hamburg ist es der Stadtteil Steilshoop, der im Schatten der reichen Hansestadt unterzugehen droht. Zu wenig Jobs, zu viele Drogen, kaum Ärzte und kein Geld zum Leben. Marie Groß und Yuvina Kostrzewa über Probleme, von denen die Politik in Berlin leider keine Ahnung hat. (18.05.2026)

2026-06-14 11:27:55 +0000 UTC2026-06-14 11:54:52 +0000 UTC(26m)
Drogen, Dreck, Chaos: Brennpunkt Kottbusser Tor

Drogen, Dreck, Chaos: Brennpunkt Kottbusser Tor

Nur sechs Kilometer Luftlinie vom Bundeskanzleramt entfernt und doch eine andere Welt: Drogendealer, Süchtige, Müll und verwahrloste Häuser prägen längst das Bild des einst lebendigen Kreuzberger Platzes, liebevoll »Kotti« genannt. Mittendrin die Anwohner, die ihren »alten« Kiez zurückwollen – und das Ordnungsamt, das patrouilliert und kontrolliert. Ein täglicher Kampf, um die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten. Thore Brüggemann hat sich das Chaos auf dem Platz aus der Nähe angesehen. (01.06.2026)

2026-06-14 11:13:26 +0000 UTC2026-06-14 11:27:55 +0000 UTC(14m)
Dschihad in Deutschland: Radikale Islamisten

Dschihad in Deutschland: Radikale Islamisten

Personen, die unter dem Verdacht stehen, dass sie eines Tages »politisch motivierte Straftaten von erheblicher Bedeutung« begehen könnten, nennt das Bundeskriminalamt »Gefährder«. Im Bereich islamistischer Terrorismus zählen dazu in Deutschland 420 Personen. Mahmoud Mhemed gehörte nicht dazu. Sein Anschlag auf einen Nachtclub in Bielefeld kam fast aus dem Nichts. Noah Cordes und Henrik Neumann über diesen und andere brandgefährliche Islamisten. (01.06.2026)

2026-06-14 11:00:00 +0000 UTC2026-06-14 11:13:26 +0000 UTC(13m)
1000 Tage Krieg: Deutsche Kämpfer in der Ukraine

1000 Tage Krieg: Deutsche Kämpfer in der Ukraine

Mehr als 1000 Tage Krieg hat die Ukraine bis heute überlebt. Selbst wenn sie heute militärisch besser dasteht als zu Beginn, so sind ihre Aussichten für die Zukunft doch düster. Die russische Übermacht an Raketen, Drohnen, Soldaten und kompletter moralischer Verrohung sind einfach zu groß. Umso erstaunlicher ist es, dass – abseits von deutschen Waffenlieferungen – auch deutsche Bürger freiwillig ins Kriegsgebiet zieht. Manche kommen als Soldaten, um zu kämpfen – andere als Unternehmer, um zu helfen. Andreas Lünser und der Kameramann Jochen Blum waren zwei Wochen im Land unterwegs – ein Film über Leben und Sterben. (25.11.2024)

2026-06-14 10:58:55 +0000 UTC2026-06-14 11:00:00 +0000 UTC(1m)
Abnehmen per Spritze?

Abnehmen per Spritze?

Mühelos Gewicht verlieren ohne Diät? Das versprechen die sogenannten Abnehmspritzen. Ein wöchentlicher Piks und die Pfunde schmelzen dahin. Ursprünglich zur Behandlung von Diabetes entwickelte Wirkstoffe zügeln den Appetit und steigern das Sättigungsgefühl. Doch das Abnehmen mit der verschreibungspflichtigen Spritze ist nicht günstig und hat häufig Nebenwirkungen. Marie Friedrich setzt sich seit sechs Monaten regelmäßig eine sogenannte Abnehmspritze. Die Mutter von zwei Kindern kämpft seit Jahrzehnten mit ihrem Übergewicht. Trotz sportlicher Aktivitäten wie Fußball und unzähliger Diäten schaffte sie es nicht, ihr Gewicht dauerhaft zu reduzieren. Obwohl Nebenwirkungen wie Übelkeit, Durchfall, Verstopfung oder in seltenen Fällen sogar eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse auftreten können, lässt sie sich die Spritze verschreiben. Und es scheint zu funktionieren. Mittlerweile hat sie rund 20 Kilo abgenommen. Doch ob sie das neue Gewicht auch nach dem Absetzen der Spritze halten kann? Viele Experten befürchten, dass ohne eine gleichzeitige Umstellung der Ernährungsgewohnheiten die Pfunde zügig wiederkommen. Auch der ehemalige Sportlehrer Ralf Maerker aus Biberach hat sich für die Abnehmspritze entschieden. »Im Ruhestand habe ich mich wohl etwas gehen lassen«, sagt der Rentner, dessen Höchstgewicht bei 130 Kilo lag. Durch sein Übergewicht hatte er bereits gesundheitliche Probleme wie eine schwere Knie-Arthrose und die Befürchtung, dass noch weitere Beschwerden folgen könnten. Mit der Spritze verliert Ralf Maerker zurzeit rund ein Kilo pro Monat und ist damit zufrieden. Auch er hofft, bald wieder auf das Medikament verzichten zu können. Regelmäßige Bewegung und eine bewusstere Ernährung sollen ihm dabei helfen. Denn auch die Kosten sind ein Thema. Die Krankenkassen bezahlen die Spritzen nicht. Die Kosten von rund 300 Euro im Monat für die höchste Dosierung müssen die Patienten selbst übernehmen. Eine »Arte Re:«-Reportage von SPIEGEL TV. (01.10.2024)

2026-06-14 10:28:44 +0000 UTC2026-06-14 10:58:55 +0000 UTC(30m)
Neue Strategie der Polizei in Dortmund: Hausbesuche bei Gewalttäter

Neue Strategie der Polizei in Dortmund: Hausbesuche bei Gewalttäter

Abends allein in der S-Bahn sitzen, bei Dunkelheit eine Unterführung durchqueren – immer mehr Menschen in Deutschland haben vor solchen Situationen Angst. Und die ist leider nicht unbegründet, denn die Zahl der Gewalttaten hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Besonders häufig kommen Messer zum Einsatz. Was die Polizei dagegen unternimmt? In Dortmund hat unsere Reporterin Vanessa Nischik die Beamten bei ihrer Arbeit begleitet. (02.12.2024)

2026-06-14 10:21:10 +0000 UTC2026-06-14 10:28:44 +0000 UTC(7m)
Rechtsradikal und kampfbereit: Wer sind die »Sächsischen Separatisten«?

Rechtsradikal und kampfbereit: Wer sind die »Sächsischen Separatisten«?

Anfang November wurden acht mutmaßliche Rechtsterroristen festgenommen. Die Gruppierung soll sich mit paramilitärischen Wehrsportübungen auf den sogenannten »Tag X« vorbereitet haben. An diesem Tag planten die »Sächsischen Separatisten« den Nationalsozialismus mit Waffengewalt wieder einzuführen. Mit »arischen Stoßtruppen« wollten sie losziehen und Ostdeutschland mit einem »Holocaust« von Einwanderern säubern. Unter den Verdächtigen waren auch drei AfD-Funktionäre aus Sachsen. Einer saß sogar für die AfD im Stadtrat Grimma und war Schatzmeister der »Jungen Alternative Sachsen«. Adrian Altmayer und Mattis Quentin über junge Männer, die schon ganz früh ganz falsch abgebogen sind. (09.12.2024)

2026-06-14 09:54:51 +0000 UTC2026-06-14 10:08:10 +0000 UTC(13m)
Blaukrabben-Alarm an der Adria: Hat der invasive Eindringling das Potenzial zur Delikatesse?

Blaukrabben-Alarm an der Adria: Hat der invasive Eindringling das Potenzial zur Delikatesse?

Ein gefräßiges Krustentier bedroht die Adria. Die Blaukrabbe hat sich in Italien innerhalb von zwei Jahren so stark vermehrt, dass sie das Geschäft der heimischen Muschelfischer bedroht. Um der Plage Herr zu werden, soll die Krabbe es auf die Teller der Italiener schaffen. Doch hat der invasive Eindringling das Potenzial zur Delikatesse? Alessio Tagliati ist in vierter Generation Muschelfischer – seit seiner Jugend lebt er von dem Fang der berühmten Venusmuscheln. Doch seit sich die Blaukrabbe in der Bucht von Gorino angesiedelt hat, muss er jeden Tag um seinen Fang fürchten. Die Blaukrabbe stammt ursprünglich von der Atlantikküste Nord- und Südamerikas. Über Handelsschiffe kam sie bereits in den Fünfzigerjahren nach Italien, doch in den durch den Klimawandel zunehmend erwärmten Gewässern der Adria hat sie sich rasant vermehrt: Ein Weibchen kann bis zu zwei Millionen Eier legen. Zudem ist die invasive Art nicht nur ein Allesfresser, sondern hat in der Adria auch keine natürlichen Fressfeinde. Für Fischer wie Alessio ist das Ausmaß der Krabbeninvasion verheerend. Neunzig Prozent der Muscheln hat die Krabbe bereits in seinem Fanggebiet gefressen und zerstört so ihre Lebensgrundlage. Das Start-up »Blueat« aus Rimini hat aus der Notlage eine Geschäftsidee entwickelt. Gründerin Carlotta Santolini und ihre Kolleginnen verwerten die Blaukrabbe und stellen daraus Fertigprodukte für den italienischen Markt her. Doch die Italiener reagieren traditionell verhalten auf neue Produkte. Das spürt auch der Koch Enrico Giacchetti. Er kocht bereits seit einem Jahr mit der Blaukrabbe, deren Geschmack an Hummer erinnert. Doch die Nachfrage ist noch gering und die Zubereitung des scharfkantigen Krustentiers ist aufwendig. Ein Kilo Krabben liefert maximal zweihundert Gramm Fleisch. Eine »Arte Re:«-Reportage von SPIEGEL TV. (10.12.2024)

2026-06-14 09:25:05 +0000 UTC2026-06-14 09:54:51 +0000 UTC(29m)
Geboren im Frieden, gestorben im Krieg: Was wurde aus Kindern von Mariupol

Geboren im Frieden, gestorben im Krieg: Was wurde aus Kindern von Mariupol

Vor fast drei Jahren hat die russische Armee die Ukraine überfallen – doch in der Stadt Mariupol tobt der Krieg schon viel länger, nämlich seit 2014, im Kampf um die Krim. Um die Kinder vor den Bomben in Sicherheit zu bringen, wurden damals 30 Mädchen und Jungen nach Mecklenburg-Vorpommern gebracht. SPIEGEL TV hat darüber vor 10 Jahren berichtet. Was ist aus den Kindern von damals geworden? Thomas Kasper hat sich auf die Suche nach ihnen gemacht. (16.12.2024)

2026-06-14 09:15:06 +0000 UTC2026-06-14 09:25:05 +0000 UTC(9m)
Vom Winde verweht: Energiewende vs. Bürger

Vom Winde verweht: Energiewende vs. Bürger

Dass Strom aus Windkraftanlagen gut für die Umwelt ist, kann man leicht verstehen. Überhaupt nicht zu verstehen ist aber die Art, wie die Behörden diese riesigen Anlagen genehmigen – häufig nämlich, ohne auf die Sorgen der Menschen zu achten, die unter den Windrädern leben. So kann man die eigenen Wähler auch vergraulen. Wohin das in Brandenburg führt – Adrian-Basil Mueller berichtet. (16.12.2024)

2026-06-14 09:01:12 +0000 UTC2026-06-14 09:15:06 +0000 UTC(13m)
Karpfen statt Lachs: Eine Alternative auf dem Küchentisch?

Karpfen statt Lachs: Eine Alternative auf dem Küchentisch?

Der Karpfen könnte zum neuen Trendfisch werden. Er hat die wohl niedrigste CO2-Bilanz aller Speisefische, kommt ohne Fischmehl und Antibiotika aus und gedeiht in heimischen Gewässern. Allerdings gilt der Karpfen als schlammig und voller Gräten. Nur zu Weihnachten kommt er gelegentlich auf den Tisch. In Polen hat er deutlich mehr Fans. Die Tradition der Karpfenzucht reicht in Polen zurück bis ins Mittelalter. Eine der größten Teichwirtschaften Europas liegt im schlesischen Bartschtal. Im November und Dezember herrscht Hochsaison – viel Arbeit für Kamil Nowacki, der die Fischereiabteilung hier leitet. Ab 7 Uhr morgens wird das Wasser abgelassen, und die Fische für den Verkauf entnommen. 500 Tonnen Karpfen pro Jahr »ernten« sie allein in diesem Betrieb, und der Bedarf ist jetzt groß, denn der Fisch ist das traditionelle Weihnachtsgericht der Polen. Die stellenweise vor Jahrhunderten angelegten Teichlandschaften sind heute Oasen der Biodiversität. Das lockt auch Touristen an, die in dem angeschlossenen Restaurant gleich zahlreiche Karpfenspezialitäten verkosten können. Ob gebraten, geräuchert, als Wurst oder eingelegt: Der Karpfen soll auch jenseits der traditionellen Rezepte attraktiv und den Menschen ganzjährig schmackhaft gemacht werden. Deutschlands größte Karpfenfarmen befinden sich in Bayern und in Sachsen. Auch hier gibt es immer mehr Bestrebungen, den Öko-Star Karpfen kulinarisch zum neuen Trendfisch werden zu lassen. Kerstin Mickan ist leidenschaftliche Köchin, kreiert neue Karpfen-Rezepte und gibt Kochkurse, damit selbst Skeptiker den Fisch neu entdecken. Doch auch wenn die Nachfrage wächst – die Teichwirte in Deutschland kämpfen mit Schwierigkeiten: Fressfeinde des Karpfens, die nicht bekämpft werden dürfen, oder andere Umweltauflagen machen es zunehmend schwer, die Zucht in Deutschland gewinnbringend zu betreiben. Kann der Karpfen trotzdem eine Alternative zu Lachs, Pangasius und Co. werden? Eine »Arte Re:«-Reportage von SPIEGEL TV. (30.12.2024)

2026-06-14 08:21:30 +0000 UTC2026-06-14 08:51:35 +0000 UTC(30m)