Schedule for Pluto TV Animals

Tierische Gemeinschaften

Tierische Gemeinschaften

„Vorsprung durch Intelligenz“ - Für manche Tiere ist Überleben eine Frage der Intelligenz. Hoch entwickelte Arten besitzen komplexe Formen der Verständigung. Einige erleichtern sich das Leben durch Werkzeuge. Langschwanz-Makaken lieben Muscheln und Schalentiere. Und um die steinharten Kalkschalen zu öffnen, haben sie gelernt, Steine zu verwenden. Wie unsere frühen Vorfahren sind die Makaken sogar scharfsinnig genug, um die optimalen Einsatzmöglichkeiten von verschiedenen Steinformen gezielt einzusetzen. Auch der Raubwürger nutzt Werkzeuge - spitze Dornen, hoch oben in Büschen und Bäumen, um seine Beute aufzuspießen und vor vierbeinigen Dieben zu sichern. Und der Lämmergeier hat ein geniales Verfahren entwickelt, um die oft mächtigen Knochen toter Tiere aufzubrechen. Er schraubt sich mit der Beute in die Höhe, dann lässt er sie fallen. Die Knochen zerschellen am Boden, sind in ihre Einzelteile zerlegt. Raben sind sogar listig genug, die Stärke anderer Tiere auszunutzen, um ihre Probleme lösen. Wenn das Aas im Winter steinhart gefroren ist, locken sie mit ihren Signalrufen Wölfe, Kojoten oder Vielfraße an. Die Rivalen brechen die eisige Beute auf und die Raben machen sich über die Reste her. Andere Tiere haben durch ihre Klugheit kulinarische Finessen entwickelt. Japanmakaken waschen ihr Futter, bevor sie es fressen. Das ist eine einzigartige Verhaltensweise, aber sie reinigen das Futter nicht nur. Die Affen tauchen es auch ins Salzwasser, um – es zu würzen. Nur die klügsten Köpfe schaffen es an die Spitze der Nahrungskette. Und die erfolgreichsten Raubtiere der Erde sind die mit den intelligentesten Jagdstrategien. Orcas sind raffiniert und äußerst gefährlich. Die Killerwale werfen sich an den Strand, um junge Robben zu schlagen. Aber – ein einziger Fehler und der Räuber riskiert sein Leben, wenn er es nicht zurück ins Tiefwasser schafft.

2026-06-07 12:41:05 +0000 UTC2026-06-07 13:31:05 +0000 UTC(50m)
Folge 20

Folge 20

Landtierärztin Sylvia Kleefisch aus Ormont in der Eifel rückt zu einem Notfall aus. Eine frisch operierte Milchkuh hat akute Schmerzen. Die junge Veterinärin stellt schnell eine Entzündung im Bauchraum fest. Nur eine schnelle Behandlung kann die Kuh jetzt retten. Dr. Marcellus Bürkle hat es in seiner Praxis in Achern mit einem äußerst ungewöhnlichen Fall zu tun. Der Vogel-Experte hat im Blut von Edel-Papagei Lara einen dramatisch hohen Blei-Wert festgestellt. Nun muss Bürkle die Vergiftung schnell in den Griff bekommen, sich aber auch auf die Suche nach der Ursache machen. Sie liegt möglicherweise im Wohnzimmer-Vorhang des Besitzers. Kaninchen Maya leidet unter einem Abszess am Auge. In der Tierklinik Ettlingen kümmert sich Nager-Expertin Janine Wenninger um eine schnelle Behandlung. Dazu greift die Tierärztin auf modernste, dreidimensionale Computertomografie zurück. Das Ziel der Veterinärin: Dem zwei Jahre alten Tier eine Operation zu ersparen.

2026-06-08 09:45:05 +0000 UTC2026-06-08 10:36:05 +0000 UTC(51m)
Folge 19

Folge 19

Dr. Jürgen Seybold aus Baiersbronn kümmert sich um eine alte Katze. Ömi ist seit Tagen schlapp und hat einen aufgeblähten Bauch. Per Ultraschall geht Seybold der Erkrankung auf den Grund. Tierärztin Isabelle Reißmann aus der Nähe von Trier besucht die Kaninchen Lotte und Karotte. Beide Tiere sind scheinbar erkältet und haben starken Nasenausfluss. Die mobile Veterinärin untersucht die Nager in ihrem umgebauten Rettungswagen in Narkose und entdeckt dabei die wahre Ursache für die Probleme. Ara Jakob leidet seit mehreren Jahren an einer Lungenfehlfunktion. In den vergangenen Tagen hat sich der Gesundheitszustand des Papageis aber dramatisch verschlechtert. Vogel-Spezialist Dr. Marcellus Bürkle aus Achern erkennt schnell, dass eine weitere Erkrankung vorliegt. Und die muss schnellstens behandelt werden.

2026-06-08 08:54:05 +0000 UTC2026-06-08 09:45:05 +0000 UTC(51m)
Folge 18

Folge 18

Tierärztin Eva-Maria Wingender aus Kaisersesch steht vor einer besonderen Herausforderung. Eine Züchterin wartet auf den Nachweis, dass ihr junger Großpudel zeugungsfähig ist. Mit einer Spermienuntersuchung will Wingender Klarheit schaffen. Doch die ersten Ergebnisse sorgen für Enttäuschung - eine Unfruchtbarkeit ist nicht auszuschließen. Dr. Marcellus Bürkle aus Achern ist zu einem Hausbesuch unterwegs. Ein Nymphensittich hat starke Atemprobleme. Die Besitzer machen sich große Sorgen um ihr Tier. Dennoch überrascht sie die Diagnose: Der Vogel-Experte stellt starkes Übergewicht fest. Der Sittich muss sofort auf Diät gesetzt werden. Dr. Steffen Kappelmann kümmert sich um einen Notfall. Aufgrund des starken Verkehrs rund um Stuttgart reist er per Tragschrauber auf direktem Weg zu einer Ziege mit starkem Fieber. Die Ursache der Erkrankung liegt im Dunkeln. Kapellmann muss schnellstens eine Blutprobe nehmen, um eine Diagnose stellen zu können. Sonst wird das Tier die nächsten Stunden nicht überleben.

2026-06-08 08:03:05 +0000 UTC2026-06-08 08:54:05 +0000 UTC(51m)
Folge 17

Folge 17

Dorte Noll hat eine ganz besondere Herausforderung zu meistern. Die mobile Tierärztin aus dem rheinland-pfälzischen Mogendorf will eine wuchernde Warze bei einem Dalmatiner entfernen. Eigentlich ein Routineeingriff. Da der Hund aber Angst vor Besuchen in der Tierarztpraxis hat, muss die Veterinärin auf dem Küchenboden operieren. Vogel-Experte Dr. Marcellus Bürkle hat es mit einem Graupapagei zu tun. Seit Jahren kann das Tier aufgrund fehlender Flugfedern nicht mehr fliegen. Die Folge: Der Vogel zeigt Zeichen von Kurzatmigkeit. Mittels einer endoskopischen Untersuchung will der Tierarzt aus Achern herausfinden, wie stark die Veränderungen an der Lunge sind, um dem Tier helfen zu können. Landtierarzt Dr. Steffen Kappelmann aus Sachsenheim kümmert sich um einen seltenen Patienten. Ein sechs Monate alter Alpaka-Hengst soll kastriert werden. Eine heikle Operation, denn die kamelartigen Tiere reagieren sehr empfindlich auf die Gabe von Narkosemittel.

2026-06-08 07:12:05 +0000 UTC2026-06-08 08:03:05 +0000 UTC(51m)
Im Reich der Tiefe – Special

Im Reich der Tiefe – Special

Frederic Buyle, ein Apnoe-Taucher mit außergewöhnlicher Begabung, reist um die Welt, um Meeresbiologen und Tierschützern bei ihrer Arbeit zu helfen. Da er ohne technische Hilfe taucht, darf er in Naturschutzgebieten arbeiten und kann auch scheuen Unterwasserbewohnern sehr nahe kommen. Beobachtet wird er bei seinen Abenteuern von einem der erfahrensten Unterwasser-Kameramänner der Welt: Christian Petron. Im französischen Mittelmeer untersucht er zunächst die ökologische Vielfalt von Wracks und Höhlen. Weiter geht die Reise nach Französisch-Polynesien zu den schönsten Korallenriffen der Welt, wo er Wale, Rochen und viele verschiedene Haiarten beobachtet und Fotos für wissenschaftliche Datenbanken schießt. Höhepunkt ist seine abschließende Fahrt zur mexikanischen Insel Guadalupe, wo er mit 5 Meter großen Weißen Haien ohne jeden Schutz taucht, um den Mythos vom angriffslustigen Monster zu widerlegen, und für wissenschaftliche Langzeitauswertungen Funksender an den Tieren anbringt.

2026-06-08 05:28:05 +0000 UTC2026-06-08 07:12:05 +0000 UTC(1h44m)
Es kann nur einen geben

Es kann nur einen geben

„Es kann nur einen geben“ – In der freien Wildnis ist für manche Tiere das Kämpfen der Schlüssel zum Überleben. Wenn die Nahrung knapp wird, wenn das Jagdrevier oder der Lebensraum bedroht ist oder wenn es um die Rangordnung innerhalb der Gruppe geht, dann entbrennen in der Tierwelt oft hefige Duelle. Die erbittertsten Kämpfe aber liefern sich Rivalen bei der Partnersuche. Dann nutzen die Männchen alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel, um als Sieger hervor zu gehen. Und es ist nicht selten ein Kampf auf Leben und Tod. Denn nur der Gewinner beeindruckt die Weibchen. Er darf sich paaren und seine Gene weitergeben. Aber es gibt auch Tiere, denen das Kämpfen einfach nur Spaß macht. Ein hohes Aggressionspotential, das über Jahrhunderte hinweg einigen unserer Haustiere abgewöhnt werden musste…Kaum ein Tier ist so furchtlos und unerschrocken, wenn es um den Kampf geht, wie der Vielfraß. Sein kräftiger Kiefer und die scharfen Krallen sind seine Waffen, mit denen er es sogar mit Wölfen und Bären aufnimmt. Und er ist bereit, bis zum Tod zu kämpfen, um seine Beute zu verteidigen. Meist ist es der Kampf um Territorial- und Paarungsrechte, der Tiere zu extremer Gewalt treibt. Wenn Blutbrustpaviane auf Brautschau gehen, kommen sie oft anderen Männchen ins Gehege, die ihren Harem verteidigen. Und nicht nur den - gelingt es dem Alphatier nicht, seine Weibchen zu verteidigen, wird er von Thron gestoßen und verstoßen. Grund genug für ihn, bis zum bitteren Ende gegen Rivalen zu kämpfen. Erbitterte Duelle um Rang, Revier und Weibchen liefern sich auch Rothirsche. Ihr Röhren ist ein einziger Kampfschrei. Und in der Brunftzeit beginnt eine brutale und blutige Schlacht. Denn nur der dominanteste Hirschbock darf Nachkommen zeugen. Wenn sich Hirschböcke in den Kampf stürzen, steht also viel auf dem Spiel. Ihre spitzen Geweihe können schwere, sogar tödliche Verletzungen verursachen. Und obwohl sie so klein sind, gehören auch Nashornkäfer zu wütenden Kriegern.

2026-06-08 00:33:05 +0000 UTC2026-06-08 01:23:05 +0000 UTC(50m)
Tierische Gemeinschaften

Tierische Gemeinschaften

„Vorsprung durch Intelligenz“ - Für manche Tiere ist Überleben eine Frage der Intelligenz. Hoch entwickelte Arten besitzen komplexe Formen der Verständigung. Einige erleichtern sich das Leben durch Werkzeuge. Langschwanz-Makaken lieben Muscheln und Schalentiere. Und um die steinharten Kalkschalen zu öffnen, haben sie gelernt, Steine zu verwenden. Wie unsere frühen Vorfahren sind die Makaken sogar scharfsinnig genug, um die optimalen Einsatzmöglichkeiten von verschiedenen Steinformen gezielt einzusetzen. Auch der Raubwürger nutzt Werkzeuge - spitze Dornen, hoch oben in Büschen und Bäumen, um seine Beute aufzuspießen und vor vierbeinigen Dieben zu sichern. Und der Lämmergeier hat ein geniales Verfahren entwickelt, um die oft mächtigen Knochen toter Tiere aufzubrechen. Er schraubt sich mit der Beute in die Höhe, dann lässt er sie fallen. Die Knochen zerschellen am Boden, sind in ihre Einzelteile zerlegt. Raben sind sogar listig genug, die Stärke anderer Tiere auszunutzen, um ihre Probleme lösen. Wenn das Aas im Winter steinhart gefroren ist, locken sie mit ihren Signalrufen Wölfe, Kojoten oder Vielfraße an. Die Rivalen brechen die eisige Beute auf und die Raben machen sich über die Reste her. Andere Tiere haben durch ihre Klugheit kulinarische Finessen entwickelt. Japanmakaken waschen ihr Futter, bevor sie es fressen. Das ist eine einzigartige Verhaltensweise, aber sie reinigen das Futter nicht nur. Die Affen tauchen es auch ins Salzwasser, um – es zu würzen. Nur die klügsten Köpfe schaffen es an die Spitze der Nahrungskette. Und die erfolgreichsten Raubtiere der Erde sind die mit den intelligentesten Jagdstrategien. Orcas sind raffiniert und äußerst gefährlich. Die Killerwale werfen sich an den Strand, um junge Robben zu schlagen. Aber – ein einziger Fehler und der Räuber riskiert sein Leben, wenn er es nicht zurück ins Tiefwasser schafft.

2026-06-07 23:43:05 +0000 UTC2026-06-08 00:33:05 +0000 UTC(50m)
Tödliches Gift

Tödliches Gift

„Tierische Verbündete“ beobachtet Tiergemeinschaften, die auf die Kraft und den Schutz der Gruppe setzen. Einer für alle, alle für einen. Für viele Tiere ist das der Schlüssel zum Überleben. Sie haben gelernt, dass Teamwork das Leben leichter macht. Viele Jäger sind erfolgreicher als nur einer. Und nicht nur die Räuber nutzen die Vorteile der starken Gemeinschaft. Auch Beutetiere leben in engen Verbänden zusammen. Denn der Schutz der Gruppe kann gerade für die Schwachen überlebenswichtig sein. Und oft ist es eine rigide Hierarchie, die die Schlagkraft der Gemeinschaft sichert. Würden sie ihre Kraft mit Dominanzkämpfen vergeuden, wäre die Gruppe geschwächt. Demokratie ist im Tierreich nicht vorhanden, im Gegenteil. Nur bedingungslose Einigkeit und Akzeptanz des Leittiers sichert den Fortbestand. Wölfe leben und jagen im Rudel. Jeder Wolf ist Teil einer mächtigen Gemeinschaft und aus vielen Individuen wird eine Meute gefürchteter Jäger. Nach Jahren der gemeinsamen Jagd weiß jeder von ihnen, was er zu tun hat. Und ihre strenge Hierarchie macht das Rudel so gefährlich. Aber während ein Alpha-Wolf irgendwann abgesetzt wird, bauen Anubispaviane auf ein Sozialsystem, bei dem die Rangordnung festgelegt ist – über Generationen hinweg. Wie im Hochadel vererben die Mütter ihren Status an den Nachwuchs. Manche sind privilegiert, andere bleiben ihr Leben lang Untergebene. Spinnen sind eigentlich Einzeljäger. Aber Anelosimius Eximius.setzt auf die Stärke der Gemeinschaft. Ein einziges ihrer 8 Meter großen Netze beherbergt bis zu 15.000 Spinnen. Superkolonien, die die Macht der Masse nutzen, um zu erreichen, was eine einzelne Spinne nicht kann: je größer das Netz, desto zahlreicher die Beute. Beutetiere hingegen nutzen den Schutz der Gruppe. Nähert sich ein Feind den patagonischen Pampashasen, dann flitzen die Jungen in ihre Erdhöhle. Und die Eltern stieben auseinander, ziehen die Aufmerksamkeit der Jäger auf sich und locken sie fort vom Versteck der Kleinen.

2026-06-07 22:53:05 +0000 UTC2026-06-07 23:43:05 +0000 UTC(50m)
Natürliche Verführer

Natürliche Verführer

„Tierische Kommunikation“. Geräusche, Gesten, Farben und Gerüche - im Lauf der Evolution haben manche Tiere und Pflanzen unseres Planeten ausgeklügelte Methoden entwickelt, um miteinander in Kontakt zu treten. Ob es darum geht, Feinde in die Flucht zu schlagen oder Beute anzulocken, ob bei der gemeinsamen Jagd oder der Koordination ganzer Völker – die akustischen, optischen oder olfaktorischen Signale der Wildnis zu verstehen, ist für viele Arten überlebenswichtig. Aber wenn die wichtigste Mission der Natur erfüllt werden soll, dann sind die Strategien des Tierreichs besonders eindrucksvoll. Die Erhaltung der Art ist existenziell und die Verlockungen der Natur können laut, schrill, betörend duftend oder schillernd bunt sein, wenn es um die Paarung geht. An Patagoniens Küste schreien Magellanpinguine, um ihre Weibchen wiederzufinden. Nach Monaten der Trennung im Meer treffen sich die monogamen Paare an Land wieder, um zu brüten. Um in einer halben Million Pinguine die Lebenspartnerin auszumachen, stoßen sie markante Rufe aus, die für die Partnerin unverkennbar sind. Auch Schimpansen sind lautstark, aber sie setzen ebenso auf Mimik, Gestik und Körpersprache. Ihr Repertoire an Fuß- und Handzeichen ist ebenso komplex wie ihr Minenspiel. Für ein Vogelspinnen-Männchen ist es lebenswichtig, bei der Paarung mit einem Weibchen keinen Kommunikations-Fehler zu machen. Vogelspinnen verständigen sich durch Trommeln mit ihren Tastern und jedes Missverständnis wäre tödlich. Denn sie ist eine Kannibalin, die nicht selten ihren Liebhaber - danach - verspeist. Andere Arten verständigen sich über Gerüche. Die Blüte der Riesenrafflesie wiegt 10 Kilogramm und verströmt einen unerträglichen Aasgestank. Kein Wunder, ihre potentiellen Bestäuber sind Schmeißfliegen. Dagegen lockt die Badewannenorchidee mit süßem Duft zur Bestäubung. Bis zu 50 Kilometer legen männliche Prachtbienen zurück, um sich in ihrer Blüte zu parfümieren.

2026-06-07 22:03:05 +0000 UTC2026-06-07 22:53:05 +0000 UTC(50m)
Von Natur aus wild

Von Natur aus wild

„Leben in Extremen“ zeigt Überlebensstrategien, mit denen Tiere sich extremen Klimazonen unseres Planeten anpassen. Mörderische Dürre und Trockenheit, glühende Hitze oder eisige Kälte - von der Wüste Sahara bis die eisigen Hochgebirge Südchinas, aber auch in deutschen Gewässern haben tierische Überlebenskünstler sich in oft extremen Klimazonen angesiedelt. Im Laufe der Evolution passten ihre Körper sich an die lebensfeindliche Umwelt an. Sie selbst haben Strategien entwickelt, um nicht nur das eigene Überleben, sondern auch das ihrer Tiergemeinschaft zu sichern. In 4.000 Metern über dem Meeresspiegel gelegen, sind Südchinas Bergregionen eisige Welten, in denen nur wenige Lebewesen existieren können. Aber Stumpfnasenaffen trotzen der Kälte, mit einem dichten Fell und einer winzigen Nase, die nicht leicht Erfrierungen ausgesetzt ist. Und einer Überlebensstrategie, die alle in der Gemeinschaft schützt. In den frostigen Nächten kuscheln alle Affen sich zusammen, um ihre Körperwärme miteinander zu teilen. Eisbären verlassen sich in Spitzberges Eiswüste allein auf ihre Körper: eine dicke Fettschicht und ein dicker Pelz schützen sie vor der arktischen Kälte. Braunbären verschlafen einfach die schlimmste Zeit des Jahres. Ihr Winterschlaf dauert sechs Monate. Und in Japans Winterlandschaft nutzen Schneeaffen die Geschenke der Natur, um sich vor dem Erfrieren zu schützen. Ihr Fell reicht nicht aus gegen die eisige Kälte. Aber vulkanische Quellen mit 40 Grad heißem Wasser schenken ihnen Wärme. In der größten Wüste der Erde hingegen herrschen Hitze, Trockenheit und Sandstürme. Ideale Bedingungen für den Apothekerskink. Seine Ohren und Nasenlöcher sind winzig, kein Sandkorn kann in sie eindringen, wenn er sich im 70 Grad heißen Sand vergäbt. Auch Wüsten-Ameisen sind an diesen glühenden Lebensraum angepasst. Sie ertragen Körpertemperaturen von über 50 Grad. Und ihre langen Beine schützen sie vor dem Boden, der alles zu verbrennen droht, was ihn berührt.

2026-06-07 21:13:05 +0000 UTC2026-06-07 22:03:05 +0000 UTC(50m)
Yunnan: Chinas wildes Königreich

Yunnan: Chinas wildes Königreich

Die Provinz Yunnan verfügt über die größte Artenvielfalt Chinas. Von den schneebedeckten Gipfeln im Norden bis zu den dichten tropischen Regenwäldern im Süden bietet dieser Hotspot der Biodiversität den verschiedensten Spezies ihre jeweils passenden Lebensräume. Chinas letzte wilde Elefanten sind hier beheimatet. Und in den bis zu 4.500 Metern hohen Gebirgswäldern ist die schwarze Stumpfnase zu Hause. Nach dem Menschen sind diese Schlankaffen damit die am höchsten lebende Primatenart der Welt.

2026-06-07 20:15:05 +0000 UTC2026-06-07 21:13:05 +0000 UTC(58m)
Tibets Königreich der Tiere

Tibets Königreich der Tiere

Tibet ist ein Land der Extreme, eine Region, in der die Natur den verschiedenen Spezies offenbar eine Art Höhentraining verordnet hat. Auf saftigen Bergwiesen und kargen Felsen leben sowohl große Säugetiere als auch wechselwarme Reptilien. Da sind zum Beispiel die kälteresistenten Yaks oder die Tibetmakaken, die perfekt an die Bedingungen auf dem Dach der Welt angepasst sind. Hinzu kommen die scheuen Schneeleoparden sowie Streifengänse, die sogar die Gipfel des Himalayas überfliegen können.

2026-06-07 19:17:05 +0000 UTC2026-06-07 20:15:05 +0000 UTC(58m)
Tierische Gemeinschaften

Tierische Gemeinschaften

„Vorsprung durch Intelligenz“ - Für manche Tiere ist Überleben eine Frage der Intelligenz. Hoch entwickelte Arten besitzen komplexe Formen der Verständigung. Einige erleichtern sich das Leben durch Werkzeuge. Langschwanz-Makaken lieben Muscheln und Schalentiere. Und um die steinharten Kalkschalen zu öffnen, haben sie gelernt, Steine zu verwenden. Wie unsere frühen Vorfahren sind die Makaken sogar scharfsinnig genug, um die optimalen Einsatzmöglichkeiten von verschiedenen Steinformen gezielt einzusetzen. Auch der Raubwürger nutzt Werkzeuge - spitze Dornen, hoch oben in Büschen und Bäumen, um seine Beute aufzuspießen und vor vierbeinigen Dieben zu sichern. Und der Lämmergeier hat ein geniales Verfahren entwickelt, um die oft mächtigen Knochen toter Tiere aufzubrechen. Er schraubt sich mit der Beute in die Höhe, dann lässt er sie fallen. Die Knochen zerschellen am Boden, sind in ihre Einzelteile zerlegt. Raben sind sogar listig genug, die Stärke anderer Tiere auszunutzen, um ihre Probleme lösen. Wenn das Aas im Winter steinhart gefroren ist, locken sie mit ihren Signalrufen Wölfe, Kojoten oder Vielfraße an. Die Rivalen brechen die eisige Beute auf und die Raben machen sich über die Reste her. Andere Tiere haben durch ihre Klugheit kulinarische Finessen entwickelt. Japanmakaken waschen ihr Futter, bevor sie es fressen. Das ist eine einzigartige Verhaltensweise, aber sie reinigen das Futter nicht nur. Die Affen tauchen es auch ins Salzwasser, um – es zu würzen. Nur die klügsten Köpfe schaffen es an die Spitze der Nahrungskette. Und die erfolgreichsten Raubtiere der Erde sind die mit den intelligentesten Jagdstrategien. Orcas sind raffiniert und äußerst gefährlich. Die Killerwale werfen sich an den Strand, um junge Robben zu schlagen. Aber – ein einziger Fehler und der Räuber riskiert sein Leben, wenn er es nicht zurück ins Tiefwasser schafft.

2026-06-07 12:41:05 +0000 UTC2026-06-07 13:31:05 +0000 UTC(50m)
Tödliches Gift

Tödliches Gift

„Tierische Verbündete“ beobachtet Tiergemeinschaften, die auf die Kraft und den Schutz der Gruppe setzen. Einer für alle, alle für einen. Für viele Tiere ist das der Schlüssel zum Überleben. Sie haben gelernt, dass Teamwork das Leben leichter macht. Viele Jäger sind erfolgreicher als nur einer. Und nicht nur die Räuber nutzen die Vorteile der starken Gemeinschaft. Auch Beutetiere leben in engen Verbänden zusammen. Denn der Schutz der Gruppe kann gerade für die Schwachen überlebenswichtig sein. Und oft ist es eine rigide Hierarchie, die die Schlagkraft der Gemeinschaft sichert. Würden sie ihre Kraft mit Dominanzkämpfen vergeuden, wäre die Gruppe geschwächt. Demokratie ist im Tierreich nicht vorhanden, im Gegenteil. Nur bedingungslose Einigkeit und Akzeptanz des Leittiers sichert den Fortbestand. Wölfe leben und jagen im Rudel. Jeder Wolf ist Teil einer mächtigen Gemeinschaft und aus vielen Individuen wird eine Meute gefürchteter Jäger. Nach Jahren der gemeinsamen Jagd weiß jeder von ihnen, was er zu tun hat. Und ihre strenge Hierarchie macht das Rudel so gefährlich. Aber während ein Alpha-Wolf irgendwann abgesetzt wird, bauen Anubispaviane auf ein Sozialsystem, bei dem die Rangordnung festgelegt ist – über Generationen hinweg. Wie im Hochadel vererben die Mütter ihren Status an den Nachwuchs. Manche sind privilegiert, andere bleiben ihr Leben lang Untergebene. Spinnen sind eigentlich Einzeljäger. Aber Anelosimius Eximius.setzt auf die Stärke der Gemeinschaft. Ein einziges ihrer 8 Meter großen Netze beherbergt bis zu 15.000 Spinnen. Superkolonien, die die Macht der Masse nutzen, um zu erreichen, was eine einzelne Spinne nicht kann: je größer das Netz, desto zahlreicher die Beute. Beutetiere hingegen nutzen den Schutz der Gruppe. Nähert sich ein Feind den patagonischen Pampashasen, dann flitzen die Jungen in ihre Erdhöhle. Und die Eltern stieben auseinander, ziehen die Aufmerksamkeit der Jäger auf sich und locken sie fort vom Versteck der Kleinen.

2026-06-07 11:51:05 +0000 UTC2026-06-07 12:41:05 +0000 UTC(50m)
Natürliche Verführer

Natürliche Verführer

„Tierische Kommunikation“. Geräusche, Gesten, Farben und Gerüche - im Lauf der Evolution haben manche Tiere und Pflanzen unseres Planeten ausgeklügelte Methoden entwickelt, um miteinander in Kontakt zu treten. Ob es darum geht, Feinde in die Flucht zu schlagen oder Beute anzulocken, ob bei der gemeinsamen Jagd oder der Koordination ganzer Völker – die akustischen, optischen oder olfaktorischen Signale der Wildnis zu verstehen, ist für viele Arten überlebenswichtig. Aber wenn die wichtigste Mission der Natur erfüllt werden soll, dann sind die Strategien des Tierreichs besonders eindrucksvoll. Die Erhaltung der Art ist existenziell und die Verlockungen der Natur können laut, schrill, betörend duftend oder schillernd bunt sein, wenn es um die Paarung geht. An Patagoniens Küste schreien Magellanpinguine, um ihre Weibchen wiederzufinden. Nach Monaten der Trennung im Meer treffen sich die monogamen Paare an Land wieder, um zu brüten. Um in einer halben Million Pinguine die Lebenspartnerin auszumachen, stoßen sie markante Rufe aus, die für die Partnerin unverkennbar sind. Auch Schimpansen sind lautstark, aber sie setzen ebenso auf Mimik, Gestik und Körpersprache. Ihr Repertoire an Fuß- und Handzeichen ist ebenso komplex wie ihr Minenspiel. Für ein Vogelspinnen-Männchen ist es lebenswichtig, bei der Paarung mit einem Weibchen keinen Kommunikations-Fehler zu machen. Vogelspinnen verständigen sich durch Trommeln mit ihren Tastern und jedes Missverständnis wäre tödlich. Denn sie ist eine Kannibalin, die nicht selten ihren Liebhaber - danach - verspeist. Andere Arten verständigen sich über Gerüche. Die Blüte der Riesenrafflesie wiegt 10 Kilogramm und verströmt einen unerträglichen Aasgestank. Kein Wunder, ihre potentiellen Bestäuber sind Schmeißfliegen. Dagegen lockt die Badewannenorchidee mit süßem Duft zur Bestäubung. Bis zu 50 Kilometer legen männliche Prachtbienen zurück, um sich in ihrer Blüte zu parfümieren.

2026-06-07 11:01:05 +0000 UTC2026-06-07 11:51:05 +0000 UTC(50m)