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Busfahrer dringend gesucht: Der Bremsklotz in der Verkehrswende

Busfahrer dringend gesucht: Der Bremsklotz in der Verkehrswende

In ganz Europa fehlen Busfahrer. Über 100.000 Stellen sind unbesetzt. Durch den Personalmangel häufen sich Ausfälle oder Verspätungen. Doch der europäische Markt an Busfahrern ist wie leer gefegt. Ein neuer Ansatz könnten Busfahrer aus Indien sein, aber bis sie auf deutschen Straßen fahren dürfen, ist es oft ein langer Weg. Das Busunternehmen Ettenhuber fährt rund 150 Linienbusse für den Münchner Verkehrsverbund. Aktuell fehlen dort 14 Fahrer. Juniorchef Ralf Ettenhuber hat sich deshalb etwas Besonderes einfallen lassen: Da in ganz Europa Busfahrermangel herrscht, möchte er Busfahrer aus Indien nach Deutschland holen. Doch die Inder müssen zunächst den europäischen Busführerschein machen. Das geht nur in Kroatien, denn nur dort können sie die Fahrprüfung auf Englisch absolvieren. Ralf Ettenhuber macht sich auf den Weg nach Kroatien, um die 14 Kandidaten kennenzulernen: Einer von ihnen ist der 32-jährige Ravi aus Punjab im Norden Indiens. Mit dem Gehalt aus Deutschland will er seine Familie daheim unterstützen. Aber durch die bürokratischen Verzögerungen in Kroatien ist er monatelang ohne Einkommen. Erst wenn er es bis nach Deutschland geschafft hat, verdient er wieder Geld. Aber wird er im ländlichen Oberbayern mit seinen indischen Kollegen eine zweite Heimat finden? Auch in Frankreich herrscht wie überall in Europa Busfahrermangel – und dennoch sind nur 16 % der Busfahrer Frauen. Eine von ihnen ist Isabelle Rames in Bordeaux. Die 51-Jährige ist Mutter von zwei erwachsenen Töchtern und hat sich vor einigen Jahren bewusst für die Umschulung entschieden. Sie liebt ihren Beruf, besonders die Autonomie und die Verantwortung für ihre Fahrgäste, die sie sogar mit Namen kennt und jeden Morgen wie Freunde begrüßt. Isabelle hofft, dass endlich mehr Frauen ihrem Beispiel folgen. Busfahrer aus Indien und mehr Frauen hinter den Lenker – es gibt viele Wege aus dem Busfahrer-Notstand. Eine »Arte Re:«-Reportage von SPIEGEL TV. (10.09.2024)

2026-06-07 09:43:41 +0000 UTC2026-06-07 10:13:42 +0000 UTC(30m)
VW-Krise: Abstieg eines Superstars

VW-Krise: Abstieg eines Superstars

Wenn ausgerechnet der Volkswagen-Konzern, der Inbegriff von Wirtschaftswunder und deutscher Ingenieurskunst, im globalen Wettrennen der Automobilkonzerne abschmiert, dann gleicht das einem Totalschaden. Zu hohe Lohnkosten, ausländische Billigkonkurrenz und eine verkorkste Wende in der E-Mobilität: Die Krankenakte von VW ist ebenso lang wie komplex. Adrian-Basil Mueller und Daniel Pfaender haben sich den lahmenden Patienten angesehen und analysiert, wo es noch Lebenszeichen gibt und wo eher nicht. (23.03.2026)

2026-06-07 13:05:02 +0000 UTC2026-06-07 13:15:52 +0000 UTC(10m)
Kinderretter: Deutsche Ärzte in Äthiopien

Kinderretter: Deutsche Ärzte in Äthiopien

»Es ist unfassbar, was das mit einer Kindheit macht«, sagt Martin Lacher, während er seinen Patienten untersucht. Hamsa ist sechs. Er hat eine angeborene Fehlbildung des Darms. In Deutschland wäre er kurz nach der Geburt behandelt worden. In Äthiopien lebt der Junge seit Jahren mit dem Leiden. Lacher kann helfen. Mit einem Team der Stiftung Kinderchirurgie reist der Leipziger regelmäßig nach Ostafrika – um Kinder zu operieren. Emergency Room made in Germany. Eine Reportage von Adrian-Basil Mueller. (23.03.2026)

2026-06-07 12:44:57 +0000 UTC2026-06-07 13:05:02 +0000 UTC(20m)
Captain Future und Co. sind wieder da: Die Coronaleugner-Demo

Captain Future und Co. sind wieder da: Die Coronaleugner-Demo

Vor sechs Jahren wurde Deutschland in den Coronalockdown geschickt, um die Ausbreitung der Pandemie zu verlangsamen. Für die meisten ist das alles längst Geschichte. Aber einige hartgesottene Coronaleugner haben auch diesen Jahrestag genutzt, um der Welt ihre verschwurbelten Ansichten mitzuteilen. Und wenn Sie regelmäßig SPIEGEL TV schauen, wissen Sie, dass wir uns eine solche Demo natürlich nicht entgehen lassen. Thore Brüggemann berichtet. (30.03.2026)

2026-06-07 12:35:29 +0000 UTC2026-06-07 12:40:26 +0000 UTC(4m)
Cyberkriminalität: Wie die Polizei einen Millionen-Erpresser schnappte

Cyberkriminalität: Wie die Polizei einen Millionen-Erpresser schnappte

Sie kommen nachts, wenn der Betrieb ruht. Fast wie echte Einbrecher, nur dass sie im digitalen Raum unterwegs sind: Cyberkriminelle, die Unternehmen mit Ransomware erpressen. Erst verschlüsseln sie IT-Systeme, dann fordern sie Lösegeld. Die Schäden durch Cybercrime gehen allein in Deutschland in die Milliarden. Nun stand in Deutschland ein mutmaßlicher Hacker vor Gericht. Ein seltener Fall, denn oft sitzen die Täter in Russland oder China und sind damit für die Justiz kaum greifbar. Andreas Dieste berichtet. (30.03.2026)

2026-06-07 12:14:43 +0000 UTC2026-06-07 12:35:29 +0000 UTC(20m)
Rechte Strukturen: Das Netzwerk der Neonazis

Rechte Strukturen: Das Netzwerk der Neonazis

Ob »Hammerskins«, »Combat 18« oder »Junge Nationalisten« – Sicherheitsbehörden beobachten seit Langem eine zunehmende Vernetzung einzelner rechtsradikaler Gruppen in Deutschland. Kampfsport-Events, Rechtsrock-Konzerte oder Aufmärsche: Die Neonazi-Szene tritt immer selbstbewusster auf. Bekannte Akteure wie Thorsten Heise in Thüringen oder Alexander Deptolla in Sachsen-Anhalt spielen dabei eine zentrale Rolle. Die Zahl rechter Gewalttaten stieg im vergangenen Jahr erneut an. SPIEGEL TV mit exklusiven Einblicken in das Netzwerk der Neonazis. (13.04.2026)

2026-06-07 11:37:41 +0000 UTC2026-06-07 12:14:43 +0000 UTC(37m)
Der Staatsdealer: Kosta, Locke und der korrupte Staatsanwalt

Der Staatsdealer: Kosta, Locke und der korrupte Staatsanwalt

Für die Drogenbande war es ein Jackpot. Sie hatte es geschafft, einen Staatsanwalt zu bestechen: Yashar G. – Der gab daraufhin geheime Informationen preis: Einsatzpläne der Polizei oder geplante Razzien. Einer der Kokainhändler schrieb in einem Chat: »Diese Information war 100.000 Euro wert.« Eine exklusive Doku von Claas Meyer-Heuer über einen korrupten Staatsanwalt aus Hannover. (20.04.2026)

2026-06-07 11:00:00 +0000 UTC2026-06-07 11:37:41 +0000 UTC(37m)
Aufnahmen, die zum UNESCO-Weltdokumentenerbe wurden: »Die Mauer ist nicht geöffnet worden, die Mauer ist gestürmt worden«

Aufnahmen, die zum UNESCO-Weltdokumentenerbe wurden: »Die Mauer ist nicht geöffnet worden, die Mauer ist gestürmt worden«

Diesen Moment, als die Berliner Mauer fällt, filmt ein Team von SPIEGEL TV: Georg Mascolo, Rainer März und Germar Biester sind als Reporter, Kameramann und Kameraassistent zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort in Ost-Berlin: dem Grenzübergang Bornholmer Straße. Auf vier Videokassetten dokumentiert das Team den Tag der Verkündung der neuen Reisefreiheit für DDR-Bürger durch SED-Funktionär Günter Schabowski. Sie drehen auf den Straßen Ost-Berlins, in Kneipen und Wohnungen und sind im entscheidenden Moment am Grenzübergang. Die Aufnahmen, als sich der Schlagbaum öffnet und Tausende Menschen in den Westen strömen, gehören inzwischen zum UNESCO-Weltdokumentenerbe. 35 Jahre nach dem 9. November 1989 treffen sich Journalist Georg Mascolo und Kameramann Rainer März zum Anschauen der Originalaufnahmen. Vieles davon hatten auch sie Jahrzehnte nicht mehr gesehen. (09.11.2024)

2026-06-07 10:13:42 +0000 UTC2026-06-07 11:00:00 +0000 UTC(46m)
Busfahrer dringend gesucht: Der Bremsklotz in der Verkehrswende

Busfahrer dringend gesucht: Der Bremsklotz in der Verkehrswende

In ganz Europa fehlen Busfahrer. Über 100.000 Stellen sind unbesetzt. Durch den Personalmangel häufen sich Ausfälle oder Verspätungen. Doch der europäische Markt an Busfahrern ist wie leer gefegt. Ein neuer Ansatz könnten Busfahrer aus Indien sein, aber bis sie auf deutschen Straßen fahren dürfen, ist es oft ein langer Weg. Das Busunternehmen Ettenhuber fährt rund 150 Linienbusse für den Münchner Verkehrsverbund. Aktuell fehlen dort 14 Fahrer. Juniorchef Ralf Ettenhuber hat sich deshalb etwas Besonderes einfallen lassen: Da in ganz Europa Busfahrermangel herrscht, möchte er Busfahrer aus Indien nach Deutschland holen. Doch die Inder müssen zunächst den europäischen Busführerschein machen. Das geht nur in Kroatien, denn nur dort können sie die Fahrprüfung auf Englisch absolvieren. Ralf Ettenhuber macht sich auf den Weg nach Kroatien, um die 14 Kandidaten kennenzulernen: Einer von ihnen ist der 32-jährige Ravi aus Punjab im Norden Indiens. Mit dem Gehalt aus Deutschland will er seine Familie daheim unterstützen. Aber durch die bürokratischen Verzögerungen in Kroatien ist er monatelang ohne Einkommen. Erst wenn er es bis nach Deutschland geschafft hat, verdient er wieder Geld. Aber wird er im ländlichen Oberbayern mit seinen indischen Kollegen eine zweite Heimat finden? Auch in Frankreich herrscht wie überall in Europa Busfahrermangel – und dennoch sind nur 16 % der Busfahrer Frauen. Eine von ihnen ist Isabelle Rames in Bordeaux. Die 51-Jährige ist Mutter von zwei erwachsenen Töchtern und hat sich vor einigen Jahren bewusst für die Umschulung entschieden. Sie liebt ihren Beruf, besonders die Autonomie und die Verantwortung für ihre Fahrgäste, die sie sogar mit Namen kennt und jeden Morgen wie Freunde begrüßt. Isabelle hofft, dass endlich mehr Frauen ihrem Beispiel folgen. Busfahrer aus Indien und mehr Frauen hinter den Lenker – es gibt viele Wege aus dem Busfahrer-Notstand. Eine »Arte Re:«-Reportage von SPIEGEL TV. (10.09.2024)

2026-06-07 09:43:41 +0000 UTC2026-06-07 10:13:42 +0000 UTC(30m)
Bootsraser im Visier: Tempolimits und Promillegrenzen im Schiffsverkehr

Bootsraser im Visier: Tempolimits und Promillegrenzen im Schiffsverkehr

Auf Europas Gewässern kommt es immer wieder zu schweren Bootsunfällen. Einige Freizeitkapitäne blenden aus, dass auch im Schiffsverkehr Tempolimits und Promillegrenzen gelten, und geben Gas. Nach einem tödlichen Unfall auf dem Gardasee im Sommer 2021 durch zwei deutsche Raser greift die italienische Polizei jetzt durch. Familie Garzarella lebt direkt am Gardasee im Städtchen Salò, regelmäßige Bootsausflüge gehörten da ganz selbstverständlich zum Leben dazu. Bis zum Abend des 19. Juni 2021. Der 37-jährige Umberto Garzarella ist mit seiner Freundin Greta auf dem See unterwegs, als plötzlich ein Sportboot auf sie zurast. Am Steuer: zwei Touristen aus München, vermutlich stark alkoholisiert. Mit rund 20 Knoten fahren sie viermal schneller als bei Dunkelheit erlaubt. Die Deutschen rammen das Boot des italienischen Paares und begehen anschließend Fahrerflucht. Umberto verblutete noch auf dem Holzboot, Greta wird ins Wasser geschleudert und kann am nächsten Tag nur tot geborgen werden. Die deutschen Raser kommen mit Haftstrafen von 4 Jahren und 6 Monaten sowie 2 Jahren und 11 Monaten glimpflich davon. Das milde Urteil sorgte in ganz Italien für Empörung, besonders bei den Bewohnern von Salò. Gemeinsam mit der Familie Garzarella erwirkten sie eine Verschärfung des italienischen Gesetzes. Seit 2023 gilt bei fahrlässiger Tötung auf dem Wasser das gleiche Strafmaß wie im Straßenverkehr. Für Geschwindigkeits- und Alkoholkontrollen auf dem Gardasee ist die italienische Finanzpolizei zuständig. Besonders zu schaffen machen ihr Touristen ohne Bootsführerschein, die mit Leihbooten über den See fahren. In Italien ist das möglich – in Kroatien hingegen braucht man für alle Motorboote unabhängig von der Größe eine Fahrerlaubnis. Hier wacht die Wasserschutzpolizei über die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung in Küstennähe, damit Badegäste sicher in der Adria schwimmen können. Eine »Arte Re:«-Reportage von SPIEGEL TV. (27.09.2024)

2026-06-07 09:01:17 +0000 UTC2026-06-07 09:31:29 +0000 UTC(30m)
»Reichsbürger« am Ende: Der Untergang des »Königreich Deutschlands«

»Reichsbürger« am Ende: Der Untergang des »Königreich Deutschlands«

Jahrelang konnte der selbst ernannte König von Deutschland, Peter Fitzek, an seiner Idee vom Aussteiger-Staat arbeiten. Mit eigenen Banken und eigenen Gesetzen. Der Mann hat sogar Zugriff auf Schlösser. Seine Untertanen hatten ihm genug Geld überlassen, um zahlreiche Immobilien für sein Fantasie-Reich zu erwerben. Das alles klingt wie ein Märchen – ist es aber nicht, denn König-Darsteller Peter Fitzek ist ein lupenreiner Schwurbler. Jetzt versucht der Staat, ihm das Handwerk zu legen. Unser Reporter Henrik Neumann mit Recherchen aus dem »Königreich Deutschlands«. (18.11.2024) Anmerkung der Redaktion: Nach der Veröffentlichung des Beitrags hat sich der Bundesvorstand der aus der Querdenkerszene entstandenen Kleinpartei »Die Basis« gemeldet. Man lege Wert darauf, nicht als »Corona-Leugner-Partei« bezeichnet zu werden. Viel mehr sei »Die Basis« eine »gegenüber Grundrechtseinschränkungen und den Coronamaßnahmen kritische Partei«.

2026-06-07 08:43:20 +0000 UTC2026-06-07 09:01:17 +0000 UTC(17m)
Tod nach Prügelattacke: Warum musste Philippos T. sterben?

Tod nach Prügelattacke: Warum musste Philippos T. sterben?

Philippos T. kommt gerade von der Abifeier seiner Schwester, als er in einem Park in Bad Oeynhausen angegriffen wird. Der Unbekannte schlägt und tritt ihm mehrfach so fest gegen den Kopf, dass er später seinen Verletzungen erliegt. Wenn der eigene Sohn an den Folgen einer Gewalttat stirbt, bricht für die Eltern eine Welt zusammen. Wenn sich der Angreifer dann als polizeibekannter Mehrfachtäter entpuppt, kommt zur Trauer auch noch Wut dazu. Genauso ist es der Mutter von Phillippos T. ergangen. Warum haben die Behörden den brutalen Syrer vor der Tat nicht gestoppt? Vanessa Nischik und Matthes Quentin über einen Fall, der einen fassungslos zurücklässt. (18.11.2024)

2026-06-07 08:35:22 +0000 UTC2026-06-07 08:43:20 +0000 UTC(7m)
Kampfpiloten im Einsatz: Der Flugzeugträger USS Theodore Roosevelt

Kampfpiloten im Einsatz: Der Flugzeugträger USS Theodore Roosevelt

Die USS Roosevelt, ein nuklear betriebener Flugzeugträger der Nimitz-Klasse, ist eines der mächtigsten Schiffe der US-Marine. Mit einer Verdrängung von rund 97.000 Tonnen und einer Länge von über 332 Metern bietet sie Platz für eine Besatzung von mehr als 5.600 Personen – darunter 3.200 Schiffsbesatzungsmitglieder und 2.480 Flugzeugpersonal. Ausgestattet mit zwei Nuklearreaktoren, die vier Propeller antreiben, erreicht sie Geschwindigkeiten von über 30 Knoten. Ihr Flugdeck, beeindruckende 76,80 Meter breit, dient als Start- und Landeplatz für bis zu 85 Flugzeuge, darunter modernste Kampfjets und Aufklärungsflugzeuge. Die Roosevelt ist nicht nur ein schwimmender Flugplatz, sondern auch ein Wehrbau. Mit ihren Waffensystemen ist sie in der Lage, sich selbst und ihre Flugzeuge gegen Bedrohungen aus der Luft und See zu verteidigen. Ob als Symbol der militärischen Stärke, als mobile Operationsbasis oder als schwimmende Stadt, die USS Roosevelt ist ein Meisterwerk moderner Technik und ein wesentlicher Bestandteil der globalen Einsatzfähigkeit der U.S. Navy. Während des Kosovokriegs im Jahr 1999 wurden von der USS Roosevelt aus, Einsätze über dem ehemaligen Jugoslawien geflogen. SPIEGEL-TV-Reporterin Birte Brasse-Möller war damals zwei Tage lang mit an Bord. (24.11.2024)

2026-06-07 07:53:20 +0000 UTC2026-06-07 08:23:20 +0000 UTC(30m)
Not und Wut nach der Jahrhundertflut in Valencia: Die schlimmste Flutkatastrophe Spaniens

Not und Wut nach der Jahrhundertflut in Valencia: Die schlimmste Flutkatastrophe Spaniens

Es ist die schlimmste Flutkatastrophe in Spaniens jüngerer Geschichte: Am 29. Oktober 2024 verwüsten Wassermassen nach sintflutartigen Regenfällen Kleinstädte und Dörfer, hauptsächlich in der Region Valencia. Mehr als 200 Menschen sterben, Wohnungen laufen mit Wasser voll, zerstörte Autos stapeln sich wie Spielzeug in den Straßen. In den Tagen nach der Flut weicht die Verzweiflung der Wut auf die Regierung, denn die Unwetterwarnungen kamen viel zu spät. Vier Tage nach der Jahrhundertflut in Spanien Ende Oktober wird das Ausmaß der Zerstörung langsam klar: Mindestens 220 Menschen verloren ihr Leben, Dutzende werden noch vermisst, ganze Orte sind verwüstet. Innerhalb von wenigen Stunden fiel in der Region Valencia so viel Regen wie sonst im ganzen Jahr. Viele Bürger sind außer sich vor Wut, denn obwohl der spanische Wetterdienst bereits am Morgen eine Unwetterwarnung herausgegeben hatte, gab die Regionalregierung diese Warnung erst nach 19:00 Uhr an die Bevölkerung weiter. Da standen die Straßen teilweise schon 2 Meter unter Wasser. Es sind Tausende freiwillige Helferinnen und Helfer, die sich mit Schaufeln, Besen und Hilfsgütern auf den Weg in das verwüstete Gebiet machen und mit den Aufräumarbeiten beginnen. Bis zur Erschöpfung räumen sie die Straßen wieder frei und schaffen Schlamm aus Wohnungen, Kellern und Tiefgaragen. Auch Manuela Peñalba Jiménez ist eigentlich im Urlaub, als sie von dem Unglück erfährt und organisiert als Freiwillige erste Hilfsaktionen in den Flutgebieten. Sie sagt: »Das war eigentlich nicht meine Aufgabe, sondern die der Einsatzkräfte von Valencia.« – »Ich kann den Menschen wirklich nicht genug danken«, sagt Sagrario García, Anwohnerin in Picanya, einer der am stärksten betroffenen Orte der Katastrophe. »Sie haben uns geholfen, nicht die Regierung.« Offizielle Hilfe läuft nur schleppend an und die Menschen fühlen sich nach der Katastrophe vom Staat im Stich gelassen. Mit den Aufräumarbeiten hat in Spanien die Suche nach den Verantwortlichen begonnen. Eine »Arte Re:«-Reportage von SPIEGEL TV. (25.11.2024)

2026-06-07 07:23:23 +0000 UTC2026-06-07 07:53:20 +0000 UTC(29m)
1000 Tage Krieg: Deutsche Kämpfer in der Ukraine

1000 Tage Krieg: Deutsche Kämpfer in der Ukraine

Mehr als 1000 Tage Krieg hat die Ukraine bis heute überlebt. Selbst wenn sie heute militärisch besser dasteht als zu Beginn, so sind ihre Aussichten für die Zukunft doch düster. Die russische Übermacht an Raketen, Drohnen, Soldaten und kompletter moralischer Verrohung sind einfach zu groß. Umso erstaunlicher ist es, dass – abseits von deutschen Waffenlieferungen – auch deutsche Bürger freiwillig ins Kriegsgebiet zieht. Manche kommen als Soldaten, um zu kämpfen – andere als Unternehmer, um zu helfen. Andreas Lünser und der Kameramann Jochen Blum waren zwei Wochen im Land unterwegs – ein Film über Leben und Sterben. (25.11.2024)

2026-06-07 06:57:43 +0000 UTC2026-06-07 07:23:23 +0000 UTC(25m)
Drogen, Dreck, Chaos: Brennpunkt Kottbusser Tor

Drogen, Dreck, Chaos: Brennpunkt Kottbusser Tor

Nur sechs Kilometer Luftlinie vom Bundeskanzleramt entfernt und doch eine andere Welt: Drogendealer, Süchtige, Müll und verwahrloste Häuser prägen längst das Bild des einst lebendigen Kreuzberger Platzes, liebevoll »Kotti« genannt. Mittendrin die Anwohner, die ihren »alten« Kiez zurückwollen – und das Ordnungsamt, das patrouilliert und kontrolliert. Ein täglicher Kampf, um die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten. Thore Brüggemann hat sich das Chaos auf dem Platz aus der Nähe angesehen. (01.06.2026)

2026-06-07 00:23:26 +0000 UTC2026-06-07 00:37:55 +0000 UTC(14m)
Dschihad in Deutschland: Radikale Islamisten

Dschihad in Deutschland: Radikale Islamisten

Personen, die unter dem Verdacht stehen, dass sie eines Tages »politisch motivierte Straftaten von erheblicher Bedeutung« begehen könnten, nennt das Bundeskriminalamt »Gefährder«. Im Bereich islamistischer Terrorismus zählen dazu in Deutschland 420 Personen. Mahmoud Mhemed gehörte nicht dazu. Sein Anschlag auf einen Nachtclub in Bielefeld kam fast aus dem Nichts. Noah Cordes und Henrik Neumann über diesen und andere brandgefährliche Islamisten. (01.06.2026)

2026-06-07 00:10:00 +0000 UTC2026-06-07 00:23:26 +0000 UTC(13m)