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In den Wäldern Australiens

In den Wäldern Australiens

Nur ein kleiner Teil Australiens ist bewaldet und der ist voll mit buntem Leben. Vor allem um das Schnabeltier rankten sich viele abenteuerliche Erzählungen, weil es wenig fundierte Beobachtungen gab. Arendt/Schweiger haben es vor die Kamera bekommen.

2026-06-19 10:41:21 +0000 UTC2026-06-19 11:30:21 +0000 UTC(49m)
Zwischen Felsen und Kakteen

Zwischen Felsen und Kakteen

Nirgendwo sonst hat das Nebeneinander von Wasser und Wüste eine so beeindruckende biologische Vielfalt hervorgebracht wie in der Sonora. Die riesigen Saguaro-Kakteen reichen bis ans Ufer des Ozeans. Blauwale ziehen ihre Bahnen durch die nährstoffreichen Küstengewässer und Seelöwen sonnen sich in der Brandung. Ganz in der Nähe zeigen Dickhornschafe ihre unglaublichen Kletterkünste, Colorado-Kröten machen sich auf den Weg zur Paarung – und ein Condor wirft seinen Schatten über Land und Meer.

2026-06-19 13:08:21 +0000 UTC2026-06-19 13:57:21 +0000 UTC(49m)
Auf Inseln und Festland

Auf Inseln und Festland

Die Sonora ist die arten- und wasserreichste Wüste Amerikas, die sowohl im Norden als auch im Süden des Doppelkontinents ihresgleichen sucht. Großen Einfluss auf das Klima haben der angrenzende Golf von Kalifornien und der Pazifik. Während des Sommers kommt es sogar zu starken Regenfällen. Diese extreme Landschaft ist das Zuhause unterschiedlichster Tiere – vom riesigen Gila-Monster bis zum pfeilschnellen Wegekuckuck, dem berühmten „Roadrunner“. Und überall wimmelt es von Klapperschlangen.

2026-06-19 12:19:21 +0000 UTC2026-06-19 13:08:21 +0000 UTC(49m)
Es kann nur einen geben

Es kann nur einen geben

„Es kann nur einen geben“ – In der freien Wildnis ist für manche Tiere das Kämpfen der Schlüssel zum Überleben. Wenn die Nahrung knapp wird, wenn das Jagdrevier oder der Lebensraum bedroht ist oder wenn es um die Rangordnung innerhalb der Gruppe geht, dann entbrennen in der Tierwelt oft hefige Duelle. Die erbittertsten Kämpfe aber liefern sich Rivalen bei der Partnersuche. Dann nutzen die Männchen alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel, um als Sieger hervor zu gehen. Und es ist nicht selten ein Kampf auf Leben und Tod. Denn nur der Gewinner beeindruckt die Weibchen. Er darf sich paaren und seine Gene weitergeben. Aber es gibt auch Tiere, denen das Kämpfen einfach nur Spaß macht. Ein hohes Aggressionspotential, das über Jahrhunderte hinweg einigen unserer Haustiere abgewöhnt werden musste…Kaum ein Tier ist so furchtlos und unerschrocken, wenn es um den Kampf geht, wie der Vielfraß. Sein kräftiger Kiefer und die scharfen Krallen sind seine Waffen, mit denen er es sogar mit Wölfen und Bären aufnimmt. Und er ist bereit, bis zum Tod zu kämpfen, um seine Beute zu verteidigen. Meist ist es der Kampf um Territorial- und Paarungsrechte, der Tiere zu extremer Gewalt treibt. Wenn Blutbrustpaviane auf Brautschau gehen, kommen sie oft anderen Männchen ins Gehege, die ihren Harem verteidigen. Und nicht nur den - gelingt es dem Alphatier nicht, seine Weibchen zu verteidigen, wird er von Thron gestoßen und verstoßen. Grund genug für ihn, bis zum bitteren Ende gegen Rivalen zu kämpfen. Erbitterte Duelle um Rang, Revier und Weibchen liefern sich auch Rothirsche. Ihr Röhren ist ein einziger Kampfschrei. Und in der Brunftzeit beginnt eine brutale und blutige Schlacht. Denn nur der dominanteste Hirschbock darf Nachkommen zeugen. Wenn sich Hirschböcke in den Kampf stürzen, steht also viel auf dem Spiel. Ihre spitzen Geweihe können schwere, sogar tödliche Verletzungen verursachen. Und obwohl sie so klein sind, gehören auch Nashornkäfer zu wütenden Kriegern.

2026-06-19 09:51:21 +0000 UTC2026-06-19 10:41:21 +0000 UTC(50m)
Tierische Gemeinschaften

Tierische Gemeinschaften

„Vorsprung durch Intelligenz“ - Für manche Tiere ist Überleben eine Frage der Intelligenz. Hoch entwickelte Arten besitzen komplexe Formen der Verständigung. Einige erleichtern sich das Leben durch Werkzeuge. Langschwanz-Makaken lieben Muscheln und Schalentiere. Und um die steinharten Kalkschalen zu öffnen, haben sie gelernt, Steine zu verwenden. Wie unsere frühen Vorfahren sind die Makaken sogar scharfsinnig genug, um die optimalen Einsatzmöglichkeiten von verschiedenen Steinformen gezielt einzusetzen. Auch der Raubwürger nutzt Werkzeuge - spitze Dornen, hoch oben in Büschen und Bäumen, um seine Beute aufzuspießen und vor vierbeinigen Dieben zu sichern. Und der Lämmergeier hat ein geniales Verfahren entwickelt, um die oft mächtigen Knochen toter Tiere aufzubrechen. Er schraubt sich mit der Beute in die Höhe, dann lässt er sie fallen. Die Knochen zerschellen am Boden, sind in ihre Einzelteile zerlegt. Raben sind sogar listig genug, die Stärke anderer Tiere auszunutzen, um ihre Probleme lösen. Wenn das Aas im Winter steinhart gefroren ist, locken sie mit ihren Signalrufen Wölfe, Kojoten oder Vielfraße an. Die Rivalen brechen die eisige Beute auf und die Raben machen sich über die Reste her. Andere Tiere haben durch ihre Klugheit kulinarische Finessen entwickelt. Japanmakaken waschen ihr Futter, bevor sie es fressen. Das ist eine einzigartige Verhaltensweise, aber sie reinigen das Futter nicht nur. Die Affen tauchen es auch ins Salzwasser, um – es zu würzen. Nur die klügsten Köpfe schaffen es an die Spitze der Nahrungskette. Und die erfolgreichsten Raubtiere der Erde sind die mit den intelligentesten Jagdstrategien. Orcas sind raffiniert und äußerst gefährlich. Die Killerwale werfen sich an den Strand, um junge Robben zu schlagen. Aber – ein einziger Fehler und der Räuber riskiert sein Leben, wenn er es nicht zurück ins Tiefwasser schafft.

2026-06-19 09:01:21 +0000 UTC2026-06-19 09:51:21 +0000 UTC(50m)
Tödliches Gift

Tödliches Gift

„Tierische Verbündete“ beobachtet Tiergemeinschaften, die auf die Kraft und den Schutz der Gruppe setzen. Einer für alle, alle für einen. Für viele Tiere ist das der Schlüssel zum Überleben. Sie haben gelernt, dass Teamwork das Leben leichter macht. Viele Jäger sind erfolgreicher als nur einer. Und nicht nur die Räuber nutzen die Vorteile der starken Gemeinschaft. Auch Beutetiere leben in engen Verbänden zusammen. Denn der Schutz der Gruppe kann gerade für die Schwachen überlebenswichtig sein. Und oft ist es eine rigide Hierarchie, die die Schlagkraft der Gemeinschaft sichert. Würden sie ihre Kraft mit Dominanzkämpfen vergeuden, wäre die Gruppe geschwächt. Demokratie ist im Tierreich nicht vorhanden, im Gegenteil. Nur bedingungslose Einigkeit und Akzeptanz des Leittiers sichert den Fortbestand. Wölfe leben und jagen im Rudel. Jeder Wolf ist Teil einer mächtigen Gemeinschaft und aus vielen Individuen wird eine Meute gefürchteter Jäger. Nach Jahren der gemeinsamen Jagd weiß jeder von ihnen, was er zu tun hat. Und ihre strenge Hierarchie macht das Rudel so gefährlich. Aber während ein Alpha-Wolf irgendwann abgesetzt wird, bauen Anubispaviane auf ein Sozialsystem, bei dem die Rangordnung festgelegt ist – über Generationen hinweg. Wie im Hochadel vererben die Mütter ihren Status an den Nachwuchs. Manche sind privilegiert, andere bleiben ihr Leben lang Untergebene. Spinnen sind eigentlich Einzeljäger. Aber Anelosimius Eximius.setzt auf die Stärke der Gemeinschaft. Ein einziges ihrer 8 Meter großen Netze beherbergt bis zu 15.000 Spinnen. Superkolonien, die die Macht der Masse nutzen, um zu erreichen, was eine einzelne Spinne nicht kann: je größer das Netz, desto zahlreicher die Beute. Beutetiere hingegen nutzen den Schutz der Gruppe. Nähert sich ein Feind den patagonischen Pampashasen, dann flitzen die Jungen in ihre Erdhöhle. Und die Eltern stieben auseinander, ziehen die Aufmerksamkeit der Jäger auf sich und locken sie fort vom Versteck der Kleinen.

2026-06-19 08:11:21 +0000 UTC2026-06-19 09:01:21 +0000 UTC(50m)
Natürliche Verführer

Natürliche Verführer

„Tierische Kommunikation“. Geräusche, Gesten, Farben und Gerüche - im Lauf der Evolution haben manche Tiere und Pflanzen unseres Planeten ausgeklügelte Methoden entwickelt, um miteinander in Kontakt zu treten. Ob es darum geht, Feinde in die Flucht zu schlagen oder Beute anzulocken, ob bei der gemeinsamen Jagd oder der Koordination ganzer Völker – die akustischen, optischen oder olfaktorischen Signale der Wildnis zu verstehen, ist für viele Arten überlebenswichtig. Aber wenn die wichtigste Mission der Natur erfüllt werden soll, dann sind die Strategien des Tierreichs besonders eindrucksvoll. Die Erhaltung der Art ist existenziell und die Verlockungen der Natur können laut, schrill, betörend duftend oder schillernd bunt sein, wenn es um die Paarung geht. An Patagoniens Küste schreien Magellanpinguine, um ihre Weibchen wiederzufinden. Nach Monaten der Trennung im Meer treffen sich die monogamen Paare an Land wieder, um zu brüten. Um in einer halben Million Pinguine die Lebenspartnerin auszumachen, stoßen sie markante Rufe aus, die für die Partnerin unverkennbar sind. Auch Schimpansen sind lautstark, aber sie setzen ebenso auf Mimik, Gestik und Körpersprache. Ihr Repertoire an Fuß- und Handzeichen ist ebenso komplex wie ihr Minenspiel. Für ein Vogelspinnen-Männchen ist es lebenswichtig, bei der Paarung mit einem Weibchen keinen Kommunikations-Fehler zu machen. Vogelspinnen verständigen sich durch Trommeln mit ihren Tastern und jedes Missverständnis wäre tödlich. Denn sie ist eine Kannibalin, die nicht selten ihren Liebhaber - danach - verspeist. Andere Arten verständigen sich über Gerüche. Die Blüte der Riesenrafflesie wiegt 10 Kilogramm und verströmt einen unerträglichen Aasgestank. Kein Wunder, ihre potentiellen Bestäuber sind Schmeißfliegen. Dagegen lockt die Badewannenorchidee mit süßem Duft zur Bestäubung. Bis zu 50 Kilometer legen männliche Prachtbienen zurück, um sich in ihrer Blüte zu parfümieren.

2026-06-19 07:21:21 +0000 UTC2026-06-19 08:11:21 +0000 UTC(50m)
Folge 28

Folge 28

Tierärztin Isabelle Reißmann ist mit ihrem umgebauten Rettungswagen in der Nähe von Trier im Einsatz. Eine Katzengruppe scheint sich einen Virus eingefangen zu haben. Mehrere Katzen haben seit Tagen Entzündungen am Zahnfleisch und im Rachenraum. Um die noch intakten Zähne erhalten zu können, muss die erfahrene Veterinärin schnell reagieren und die faulen Zähne operativ entfernen. Außerdem muss sie den Virustyp bestimmen. Pferdefachtierarzt Dr. Stephen Dammer aus Bretten hat eine ganz besondere Aufgabe. Er muss ein gerade geborenes Isländer-Fohlen untersuchen und impfen. Erst in der Nacht hatte Mutterstute Baukna ihr erstes Fohlen auf die Welt gebracht. Nur wenn Stute und Fohlen wohlauf sind, dürfen sie zu den anderen zum ersten Mal auf die Koppel. Kaninchen Flocke hat eigentlich nur einen Routinetermin zur Impfung. Doch schon beim obligatorischen Check mittels Abtasten stellt Dr. Patricia Kaulfuß in Mainz eine gefährliche Verdickung im Bauchbereich fest. Das Röntgenbild gibt schnell Gewissheit. Offensichtlich hat Flocke einen Knoten in der Gebärmutter. Eine sofort angesetzte Operation soll dem Kaninchen das Leben retten.

2026-06-19 06:30:21 +0000 UTC2026-06-19 07:21:21 +0000 UTC(51m)
Von Natur aus wild

Von Natur aus wild

„Leben in Extremen“ zeigt Überlebensstrategien, mit denen Tiere sich extremen Klimazonen unseres Planeten anpassen. Mörderische Dürre und Trockenheit, glühende Hitze oder eisige Kälte - von der Wüste Sahara bis die eisigen Hochgebirge Südchinas, aber auch in deutschen Gewässern haben tierische Überlebenskünstler sich in oft extremen Klimazonen angesiedelt. Im Laufe der Evolution passten ihre Körper sich an die lebensfeindliche Umwelt an. Sie selbst haben Strategien entwickelt, um nicht nur das eigene Überleben, sondern auch das ihrer Tiergemeinschaft zu sichern. In 4.000 Metern über dem Meeresspiegel gelegen, sind Südchinas Bergregionen eisige Welten, in denen nur wenige Lebewesen existieren können. Aber Stumpfnasenaffen trotzen der Kälte, mit einem dichten Fell und einer winzigen Nase, die nicht leicht Erfrierungen ausgesetzt ist. Und einer Überlebensstrategie, die alle in der Gemeinschaft schützt. In den frostigen Nächten kuscheln alle Affen sich zusammen, um ihre Körperwärme miteinander zu teilen. Eisbären verlassen sich in Spitzberges Eiswüste allein auf ihre Körper: eine dicke Fettschicht und ein dicker Pelz schützen sie vor der arktischen Kälte. Braunbären verschlafen einfach die schlimmste Zeit des Jahres. Ihr Winterschlaf dauert sechs Monate. Und in Japans Winterlandschaft nutzen Schneeaffen die Geschenke der Natur, um sich vor dem Erfrieren zu schützen. Ihr Fell reicht nicht aus gegen die eisige Kälte. Aber vulkanische Quellen mit 40 Grad heißem Wasser schenken ihnen Wärme. In der größten Wüste der Erde hingegen herrschen Hitze, Trockenheit und Sandstürme. Ideale Bedingungen für den Apothekerskink. Seine Ohren und Nasenlöcher sind winzig, kein Sandkorn kann in sie eindringen, wenn er sich im 70 Grad heißen Sand vergäbt. Auch Wüsten-Ameisen sind an diesen glühenden Lebensraum angepasst. Sie ertragen Körpertemperaturen von über 50 Grad. Und ihre langen Beine schützen sie vor dem Boden, der alles zu verbrennen droht, was ihn berührt.

2026-06-18 10:34:25 +0000 UTC2026-06-18 11:24:25 +0000 UTC(50m)