Ken Campbell

Ken Campbell

Kenneth Victor Campbell (10. Dezember 1941 – 31. August 2008) war ein englischer Schriftsteller, Schauspieler, Regisseur und Komiker, der für seine Arbeit im experimentellen Theater bekannt war. Er wurde als „Ein-Mann-Dynamo des britischen Theaters“ bezeichnet. Campbell erlangte in den 1970er-Jahren Bekanntheit durch seine neunstündige Adaption der Science-Fiction-Trilogie „Illuminatus!“ und seine 22-stündige Inszenierung von Neil Orams Theaterzyklus „The Warp“. Letztere wurde vom Guinness-Buch der Rekorde als längstes Theaterstück der Welt geführt. Der Independent schrieb: „In den 1990er-Jahren wurde er durch eine Reihe ausufernder Monologe voller obskurer Informationen und skurriler Spekulationen über die Natur der Realität zu einer Art Grandseigneur des Off-Theaters, ohne dabei jemals sein inneres Enfant terrible abzulegen.“ Die Times bezeichnete Campbell als einen Wirbelwind komischer und surrealer Ein-Mann-Performance. Der Guardian würdigte ihn in einem posthumen Nachruf als „eines der originellsten und unklassifizierbarsten Talente des britischen Theaters der letzten fünfzig Jahre. Ein Genie darin, mit minimalem Budget Stücke zu produzieren und die Improvisationsfähigkeiten der Schauspieler zu schärfen, die mutig genug waren, mit ihm zu arbeiten.“ Der künstlerische Leiter des Liverpool Everyman and Playhouse sagte: „Er war die Tür, durch die Hunderte von Gleichgesinnten in ein verrückteres, mutigeres, strahlenderes, witzigeres und komplexeres Universum eintraten.“

Born: 1941-12-10 in Ilford, Essex, England, UK