
Soares é Fixe
1986, just 12 years after the Carnation Revolution. The Left Wing is divided, while the Right seems on track for an easy win, which will give them both a President and a Government. The only one capable of stopping this victory is a man who fought his whole life against Estado Novo. Arrested dozens of time, deported and exiled, he was one of the first to arrive in Lisbon after April 25st. That man is Mário Soares.
Zusammenfassung
„Soares é Fixe“ ist ein politisches Drama über den portugiesischen Politiker Mário Soares und seinen Präsidentschaftswahlkampf im Jahr 1986. Der Film führt in eine Zeit, in der sich Portugal noch immer mit den Folgen der Diktatur, der Nelkenrevolution und der schwierigen demokratischen Neuordnung auseinandersetzt. Im Zentrum steht Soares’ Versuch, mit einer ungewöhnlichen, volksnahen Kampagne ein Land zu erreichen, das politisch gespalten und gegenüber den etablierten Eliten zunehmend skeptisch ist. Mário Soares erscheint dabei nicht als unfehlbarer Staatsmann, sondern als widersprüchliche, energische und ausgesprochen medienbewusste Figur. Neben ihm spielen seine Frau Maria Barroso, enge politische Weggefährten und die Mitglieder seines Wahlkampfteams eine wichtige Rolle. Sie machen sichtbar, wie stark persönliches Vertrauen, familiäre Unterstützung und improvisierte Strategien eine politische Bewegung prägen können. Auch die Konkurrenz im Wahlkampf und die unterschiedlichen Erwartungen innerhalb der sozialistischen Partei verleihen der Handlung zusätzliche Spannung. Der Film verbindet politische Chronik mit einem menschlichen Porträt. Die bekannte Parole „Soares é fixe“ – sinngemäß „Soares ist cool“ – steht dabei für den Versuch, Politik emotionaler, moderner und unmittelbarer zu vermitteln. Wahlkampf wird als Mischung aus Überzeugungsarbeit, Inszenierung und persönlichem Risiko gezeigt, wobei Humor und Charme ebenso wichtig sind wie programmatische Positionen. Inhaltlich kreist „Soares é Fixe“ um die Zerbrechlichkeit demokratischer Prozesse, den Umgang mit politischer Vergangenheit und die Frage, wie charismatische Persönlichkeiten das öffentliche Leben verändern können. Zugleich interessiert sich der Film für den Preis des politischen Erfolgs: für Kompromisse, Rivalitäten und die Spannung zwischen privaten Beziehungen und öffentlicher Verantwortung. So entsteht ein unterhaltsames, zugleich nachdenkliches Bild eines entscheidenden Moments der portugiesischen Zeitgeschichte, ohne die historische Figur vollständig zu verklären.
Besetzung
















