
Desconectados
Victoria, a mother addicted to the internet and work, is completely disconnected from her two teenage children, Clara and Julián. Just when he is about to receive that long-awaited promotion, a solar storm leaves the entire world without internet, indefinitely. With her ex-husband stranded in another country, she is faced with the reality that she has to be a mother without the help of apps or the internet.
Zusammenfassung
„Desconectados“ (2022) ist eine chilenische Familienkomödie über Victoria, eine erfolgreiche, ständig überarbeitete Mutter, deren Alltag von Smartphones, Videokonferenzen und digitaler Erreichbarkeit bestimmt wird. Für ihre Kinder ist sie zwar materiell präsent, emotional jedoch oft abwesend. Als ein ungewöhnliches kosmisches Ereignis die technische Infrastruktur lahmlegt, bricht für Victoria und ihre Familie plötzlich die Verbindung zur Außenwelt ab: kein Internet, keine sozialen Medien und keine unkomplizierte Kommunikation mit der gewohnten digitalen Welt. Gemeinsam mit ihren Kindern muss Victoria sich in einer ungewohnten Situation zurechtfinden. Was zunächst wie eine Katastrophe wirkt, wird zu einer unfreiwilligen Auszeit, in der die Familienmitglieder gezwungen sind, miteinander statt nebeneinander zu leben. Dabei prallen unterschiedliche Bedürfnisse und Generationen aufeinander: Die Jugendlichen vermissen ihre digitale Freiheit und ihre sozialen Kontakte, während Victoria erkennen muss, wie stark sie sich von Arbeit und Technik vereinnahmen ließ. Auch das Umfeld der Familie und frühere Beziehungen spielen eine Rolle, wenn es darum geht, alte Spannungen und unausgesprochene Gefühle sichtbar zu machen. Im Mittelpunkt steht Javiera Contador als Victoria, die ihre Figur mit einer Mischung aus Energie, Überforderung und komödiantischer Selbstironie verkörpert. Ihre Kinder sind nicht bloß Nebenfiguren, sondern geben der Geschichte durch ihre eigene Sicht auf die digitale Welt wichtige Impulse. Der Film nutzt die Notlage der Familie für humorvolle Situationen, erzählt zugleich aber von den Schwierigkeiten moderner Elternschaft und dem Wunsch nach echter Nähe. „Desconectados“ verbindet leichte Unterhaltung mit einem zeitgemäßen Thema: der Frage, ob ständige Vernetzung tatsächlich zu mehr Verbundenheit führt. Die Komödie kritisiert weder Technik noch soziale Medien grundsätzlich, zeigt aber, wie leicht sie persönliche Beziehungen überlagern können. Im Kern geht es um Aufmerksamkeit, familiäre Verantwortung und die Notwendigkeit, gelegentlich den Bildschirm auszuschalten, um die Menschen neben sich wieder wahrzunehmen. Die sympathische, zugängliche Inszenierung richtet sich vor allem an ein Familienpublikum und bleibt trotz ihrer Botschaft angenehm verspielt.
Besetzung
























