
Planet Weltweit
Im Hochsommer fällt in Uruguay der Startschuss für ein Spektakel, das die ganze Nation in seinen Bann zieht - dann beginnt in dem kleinsten spanischsprachigen Land Südamerikas der mit 45 Tagen wohl längste Karneval der Welt.

Im Hochsommer fällt in Uruguay der Startschuss für ein Spektakel, das die ganze Nation in seinen Bann zieht - dann beginnt in dem kleinsten spanischsprachigen Land Südamerikas der mit 45 Tagen wohl längste Karneval der Welt.

Danzón - ein Tanz, der seinen Ursprung im "Contredans" in Frankreich hatte und durch Sklaven und Aussiedler schließlich Anfang des 20. Jahrhunderts über Kuba nach Mexiko gelangte. Hier ist er heute noch lebendig, eine geliebte Tradition.

Im Bundesstaat Uttar Pradesh wird ein kostbarer Rohstoff hergestellt: "Attar". In der Parfümhauptstadt Indiens, werden wie vor Jahrhunderten Blütenblätter zusammen mit Sandelholzöl im Wasserdampfverfahren zu Essenzen destilliert.

Anote Tong, ehemaliger Präsident Kiribatis, schlug als Erster Alarm für Pazifikinseln. Besonders die Marshallinseln, nur etwa zwei Meter über dem Meeresspiegel, leiden unter Ozeanstieg. Versalzung gefährdet Anbauflächen und Trinkwasser.

In Jakartas Bucht kämpft die Fischer-Protestbewegung gegen den "Garuda-Meeresdamm". Die Stadt leidet zudem unter Grundwasserabsenkung. Die Regierung plant eine neue Hauptstadt in höheren Regionen.

Hurrikans, wie zum Beispiel "Sandy", verursachen Verwüstung an US-Küsten. Ein Masterplan für NYC-Wasserdichtigkeit dauert Jahrzehnte. Trotz Meeresspiegelprognosen sind viele skeptisch. Nur wenige Anwohner sind vorbereitet.

In den Niederlanden, hinter Deichen, Dämmen und Flutwehranlagen fühlt man sich sicher. Der Küstenschutzbeauftragte Peter Glas beschwichtigt, doch die Deltawerke sind nicht auf einen möglichen Anstieg des Meeresspiegels vorbereitet.

Viele endemische Tierarten sind in Neuseeland vom Aussterben bedroht. Die Neuseeländer setzen sich für das Überleben ihrer Tiere ein und haben eine große Sensibilität für die Einzigartigkeit ihrer Natur entwickelt.

Das Schuppentier Pangolin ist akut vom Aussterben bedroht. Zum einen durch die verstärkte Nachfrage in Restaurants nach Pangolinfleisch, zum anderen durch die Verwendung der Schuppen in der traditionellen chinesischen Medizin. GEO Reportage hat ein Schutzzentren in Vietnam besucht.

Auf den Meeren Islands haben die Fischer jahrhundertelang mit ihren Booten und Schiffen nach immer demselben Schatz gesucht: dem Kabeljau. Seit einigen Jahren aber weckt ein weiterer Meeresschatz Begehrlichkeiten: Die Seegurke.

Im Forschungszentrum der Organisation APOPO in Tansania herrscht helle Aufregung: Eine Rattenmutter hat Junge geworfen - ein Riesenerfolg bei in Gefangenschaft lebenden Riesenhamsterratten. Schnell zeigt sich, dass einer der Rattenjungen besonders aufgeweckt ist. Er bekommt den Namen Ronaldinho. In nur wenigen Wochen lernt das intelligente Tier gefährliches TNT zu erschnüffeln.

Planet Weltweit: Lange war Französisch-Guayana an der Küste Südamerikas ein Schreckensort für Gefangene. Die Zuchthäuser dort galten als die härtesten Frankreichs. Heute sind von ihnen nur noch Ruinen übrig, die restauriert werden. Frankreich beginnt, dieses dunkle Kapitel seiner Geschichte aufzuarbeiten, nur einige Kilometer entfernt vom Weltraumbahnhof Kourou.

Planet Weltweit: Der ganze Stolz von Córdoba sind die Patios der Stadt - begrünte Innenhöfe, deren Wurzeln bis in die römische Antike und die Zeit der maurischen Herrschaft in Andalusien zurückreichen. Einmal im Jahr findet ein traditioneller Wettbewerb statt. Dann dreht sich alles um die Frage: Wer hat den schönsten Patio der ganzen Stadt?

Planet Wetlweit: Jedes Frühjahr findet auf Sardinien eine Prozession zu Ehren des Heiligen Antiochus statt. Die Einwohner legen Kostüme an, in den Kirchen werden Altartücher ausgelegt, die noch mit Muschelseide verziert sind - jenen Fasern, die die Fischer seit Jahrhunderten dem Meer entnahmen. Inzwischen sind diese Muscheln streng geschützt

Kaum eine Sportart verbindet die Menschen im Baskenland so sehr wie Pelota. Die Region im Grenzgebiet von Frankreich und Spanien, sieht sich als eigenständige Provinz mit einer gemeinsamen Kultur, Sprache und Identität. Das Pelota-Spiel, bei dem ein Ball per Hand oder Schläger gegen eine Hauswand geworfen wird, ist wichtiger Teil davon.

Planet Weltweit: Durch Mauretanien verläuft eine einzigartige Bahnlinie, 700 km Gleis führen hier seit 1963 durch die Sahara. Die Fahrt ist eine Herausforderung für Mensch und Material zum Beispiel durch plötzliche Sandverwehungen oder auch freilaufende Kamele.

Auf den Hebriden, vor der Nordwestküste Schottlands, ist das Wetter ist rau, die Landschaft schroff. Die Menschen sind widerstandsfähig, auch dank ihrer besonderen Kleidung. Inspiriert von den Farben der Landschaft ist Harris Tweed der Aristokrat unter den Tweeds, seit Jahrhunderten auf den Inseln gewebt.

Island, das karge Land am Polarkreis, wo Menschen und Tiere den Elementen trotzen. In den langen kalten Wintern frönen die Bewohner einer uralten Leidenschaft: Sie stricken, und zwar Frauen und Männer! GEO Reportage hat den strickenden Isländern über die Schulter geschaut und feiert das Comeback des Islandpullovers.

Im Schweizer Kanton Uri pflegen die Bauern an den fast senkrechten Steilhängen eine gefährliche Tradition: Das Wildheuen. Seit Jahrhunderten mähen sie hier in den Alpen das Gras für ihre Tiere mit Kondition und absoluter Trittsicherheit. Hoch über dem Vierwaldstättersee beginnt jeden August ein gefährliches Abenteuer: die Saison der Wildheuer.

Der Rumpf des Militärschiffes durch den Seitenarm des Amazonas-Flusses, die Besatzung steht einsatzbereit an Deck. Sie besteht nicht aus Soldaten, sondern aus Ärzten und Krankenschwestern. Das brasilianische Militärschiff Oswaldo Cruz? ist in friedlicher Mission unterwegs, transportiert medizinische Ausrüstung über die Wasserstraßen des Regenwalds. Am frühen Morgen legt die Oswaldo Cruz? in Manaus ab. Drei junge Ärzte sind bei diesem Einsatz mit an Bord, die ein Jahr lang dabei helfen, die abgelegenen Dörfer im Amazonas-Gebiet medizinisch zu versorgen. Für Carolina Barbi?ri ist es ist die erste Reise in den Amazonas. Sie wird eingewiesen von Azael Ribeiro, dem leitenden Arzt, der bereits fünf Jahre mit der Oswaldo Cruz? unterwegs ist. Er hat die Erfahrung gemacht, dass die Ärzte nicht nur als Mediziner benötigt werden, sondern es in den Dörfern auch an Informationen über Hygiene und Ernährung mangelt. Drei Krankenhausschiffe kreuzen im Amazonas, trotzdem erreichen sie die meisten Dörfer nur alle ein bis zwei Jahre. Ganze 50 Dörfer sollen die Ärzte der Oswaldo Cruz? auf dieser vierwöchigen Reise aufsuchen - vorausgesetzt, dass sie sie finden. Carolina Barbi?ri ist nahe dran, bereits bei ihrem ersten Einsatz zu scheitern. Mit einem Boot sucht sie einen Ort, doch dort, wo sich l ...