
Wir drehen eine Runde
Der neue, elektrische Mercedes CLA protzt mit 800-Volt-Technik und KI-gesteuerter Hochleistungs-Elektronik. Interessanter für den Autoalltag dürften jedoch die enorme Reichweite und das kommode Fahrgefühl sein. (05.12.2025)

Der neue, elektrische Mercedes CLA protzt mit 800-Volt-Technik und KI-gesteuerter Hochleistungs-Elektronik. Interessanter für den Autoalltag dürften jedoch die enorme Reichweite und das kommode Fahrgefühl sein. (05.12.2025)

Unser Autor Andreas Lünser hat während seiner Reise durch die umkämpfte Ukraine einen jungen Mann getroffen, der davon berichten konnte, wie es auf der anderen Seite der Front aussieht: in den besetzten Gebieten oder tief im Hinterland von Russland. Warum er dort war? Weil er von russischen Truppen entführt wurde – wie Tausende andere auch. Warum ordnet Putin so etwas an? Weil er es kann. Und weil er glaubt, dass man Ukrainer »russifizieren« kann. Die gestohlenen Kinder von Cherson. Eine Spurensuche. (08.12.2025)

Während die Menschen in der Ukraine ihre entführten Kinder vermissen und jeden Tag mit Raketen und Drohnen angegriffen werden, lässt der Strippenzieher, der all das beenden könnte, weltweit die Puppen tanzen: Die Unterhändler-Marionetten von Dealmaker Trump, das Chaos-Ensemble europäischer Regierungschef, bekannt als »Koalition der Willigen« und den mittlerweile fast kaputt gespielten Selenskyj. Nichts davon deutet darauf hin, dass Putin – wie erhofft – ein »ernsthaftes Engagement für einen langfristigen Frieden« erkennen ließe. Stattdessen verkündet er, dass er den Süden der Ukraine – den er jetzt »Neurussland« nennt – auch noch haben will. Unser Reporter Andreas Lünser und sein Kameramann Jochen Blum waren genau dort unterwegs. (08.12.2025)

»Wir brauchen Zangen für Finger und Zehen«. So lautet die Bestellung des Drogenbosses bei EncroChat. Der Mann mit dem Spitznamen »Piet Costa« will sich rächen. Es geht um 84 Millionen Dollar, die ihm jemand entwendet hat. Er lässt ein Foltercontainerdorf bauen, besticht Interpol und plant, die Familien seiner Gegner zwecks Erpressung zu entführen. In der dritten Episode zur sogenannten »Mocro-Mafia« rekonstruieren Host Christina Pohl und SPIEGEL-TV-Reporter Claas Meyer-Heuer die Verbrechen anhand der Chats aus der Unterwelt. (13.12.2025)

Das Ruhrgebiet – das Herz von Deutschland – ist mancherorts aus dem Takt geraten. Wirtschaftlicher Niedergang, Abwanderung, Zuwanderung, Verelendung – »Strukturwandel« nennt man das. Ein harmloses Wort für: Da dreht sich eine Abwärtsspirale mit Turboantrieb und wenn sie nicht gestoppt wird, dann verlieren ALLE – außer die Immobilienhaie, die mit heruntergekommenen Häusern fette Geschäfte machen. SPIEGEL TV hat die Kommunen beim Versuch, das Steuer herumzureißen, begleitet und die Nutznießer der Misere beim Tricksen mit Gesetzeslücken beobachtet. Achtung, Kontrolle in der Schrottimmobilie. Eine Reportage von Steffen Vogel. (15.12.2025)

Diesen Moment, als die Berliner Mauer fällt, filmt ein Team von SPIEGEL TV: Georg Mascolo, Rainer März und Germar Biester sind als Reporter, Kameramann und Kameraassistent zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort in Ost-Berlin: dem Grenzübergang Bornholmer Straße. Auf vier Videokassetten dokumentiert das Team den Tag der Verkündung der neuen Reisefreiheit für DDR-Bürger durch SED-Funktionär Günter Schabowski. Sie drehen auf den Straßen Ost-Berlins, in Kneipen und Wohnungen und sind im entscheidenden Moment am Grenzübergang. Die Aufnahmen, als sich der Schlagbaum öffnet und Tausende Menschen in den Westen strömen, gehören inzwischen zum UNESCO-Weltdokumentenerbe. 35 Jahre nach dem 9. November 1989 treffen sich Journalist Georg Mascolo und Kameramann Rainer März zum Anschauen der Originalaufnahmen. Vieles davon hatten auch sie Jahrzehnte nicht mehr gesehen. (09.11.2024)

Jahrelang konnte der selbst ernannte König von Deutschland, Peter Fitzek, an seiner Idee vom Aussteiger-Staat arbeiten. Mit eigenen Banken und eigenen Gesetzen. Der Mann hat sogar Zugriff auf Schlösser. Seine Untertanen hatten ihm genug Geld überlassen, um zahlreiche Immobilien für sein Fantasie-Reich zu erwerben. Das alles klingt wie ein Märchen – ist es aber nicht, denn König-Darsteller Peter Fitzek ist ein lupenreiner Schwurbler. Jetzt versucht der Staat, ihm das Handwerk zu legen. Unser Reporter Henrik Neumann mit Recherchen aus dem »Königreich Deutschlands«. (18.11.2024) Anmerkung der Redaktion: Nach der Veröffentlichung des Beitrags hat sich der Bundesvorstand der aus der Querdenkerszene entstandenen Kleinpartei »Die Basis« gemeldet. Man lege Wert darauf, nicht als »Corona-Leugner-Partei« bezeichnet zu werden. Viel mehr sei »Die Basis« eine »gegenüber Grundrechtseinschränkungen und den Coronamaßnahmen kritische Partei«.

Philippos T. kommt gerade von der Abifeier seiner Schwester, als er in einem Park in Bad Oeynhausen angegriffen wird. Der Unbekannte schlägt und tritt ihm mehrfach so fest gegen den Kopf, dass er später seinen Verletzungen erliegt. Wenn der eigene Sohn an den Folgen einer Gewalttat stirbt, bricht für die Eltern eine Welt zusammen. Wenn sich der Angreifer dann als polizeibekannter Mehrfachtäter entpuppt, kommt zur Trauer auch noch Wut dazu. Genauso ist es der Mutter von Phillippos T. ergangen. Warum haben die Behörden den brutalen Syrer vor der Tat nicht gestoppt? Vanessa Nischik und Matthes Quentin über einen Fall, der einen fassungslos zurücklässt. (18.11.2024)

Mehr als 1000 Tage Krieg hat die Ukraine bis heute überlebt. Selbst wenn sie heute militärisch besser dasteht als zu Beginn, so sind ihre Aussichten für die Zukunft doch düster. Die russische Übermacht an Raketen, Drohnen, Soldaten und kompletter moralischer Verrohung sind einfach zu groß. Umso erstaunlicher ist es, dass – abseits von deutschen Waffenlieferungen – auch deutsche Bürger freiwillig ins Kriegsgebiet zieht. Manche kommen als Soldaten, um zu kämpfen – andere als Unternehmer, um zu helfen. Andreas Lünser und der Kameramann Jochen Blum waren zwei Wochen im Land unterwegs – ein Film über Leben und Sterben. (25.11.2024)

Abends allein in der S-Bahn sitzen, bei Dunkelheit eine Unterführung durchqueren – immer mehr Menschen in Deutschland haben vor solchen Situationen Angst. Und die ist leider nicht unbegründet, denn die Zahl der Gewalttaten hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Besonders häufig kommen Messer zum Einsatz. Was die Polizei dagegen unternimmt? In Dortmund hat unsere Reporterin Vanessa Nischik die Beamten bei ihrer Arbeit begleitet. (02.12.2024)

Anfang November wurden acht mutmaßliche Rechtsterroristen festgenommen. Die Gruppierung soll sich mit paramilitärischen Wehrsportübungen auf den sogenannten »Tag X« vorbereitet haben. An diesem Tag planten die »Sächsischen Separatisten« den Nationalsozialismus mit Waffengewalt wieder einzuführen. Mit »arischen Stoßtruppen« wollten sie losziehen und Ostdeutschland mit einem »Holocaust« von Einwanderern säubern. Unter den Verdächtigen waren auch drei AfD-Funktionäre aus Sachsen. Einer saß sogar für die AfD im Stadtrat Grimma und war Schatzmeister der »Jungen Alternative Sachsen«. Adrian Altmayer und Mattis Quentin über junge Männer, die schon ganz früh ganz falsch abgebogen sind. (09.12.2024)

Vor fast drei Jahren hat die russische Armee die Ukraine überfallen – doch in der Stadt Mariupol tobt der Krieg schon viel länger, nämlich seit 2014, im Kampf um die Krim. Um die Kinder vor den Bomben in Sicherheit zu bringen, wurden damals 30 Mädchen und Jungen nach Mecklenburg-Vorpommern gebracht. SPIEGEL TV hat darüber vor 10 Jahren berichtet. Was ist aus den Kindern von damals geworden? Thomas Kasper hat sich auf die Suche nach ihnen gemacht. (16.12.2024)

Dass Strom aus Windkraftanlagen gut für die Umwelt ist, kann man leicht verstehen. Überhaupt nicht zu verstehen ist aber die Art, wie die Behörden diese riesigen Anlagen genehmigen – häufig nämlich, ohne auf die Sorgen der Menschen zu achten, die unter den Windrädern leben. So kann man die eigenen Wähler auch vergraulen. Wohin das in Brandenburg führt – Adrian-Basil Mueller berichtet. (16.12.2024)

Es sind häufig junge Männer, die mit falscher Liebe hunderttausende Euro verdienen. Ihre Opfer: einsame Frauen, die sich auf Dating-Apps beim harmlosen Online-Flirt in sie verlieben und am Ende ihr Erspartes an professionelle Love-Scammer verlieren. Wie die Betrüger vollständige Lebensgeschichten im Internet kapern und wie sie im Einzelnen dabei vorgehen, verraten Tatjana Kurdjumow und Steffen Vogel. Die SPIEGEL-TV-Autoren haben Opfer und Täter besucht. In der ersten Episode »Im Verhör: Die Tinder-Schwindler« erzählen sie, warum es auch für Männer nicht ratsam ist, die eigene Lebensgeschichte in sozialen Netzwerken auszustellen. (14.04.2023)

Ein bisschen SUV und trotzdem mal was anderes: Der neue Peugeot 408 versucht den Spagat zwischen Mainstream und Exzentrik. Das ist löblich, geht aber manchmal schief. (14.04.2023)

Trotz Inflation etwas Leckeres und Selbstgemachtes servieren? Kein Problem, die Kolumne »Kochen ohne Kohle« gibt es nun auch als Video. Zum Appetit holen und zum nachkochen. Guten Appetit! (17.04.2023)

Anja aus Hannover ist auf einen Liebesbetrüger hereingefallen. Als der merkt, dass bei Anja nicht viel Geld zu holen ist, benutzt er sie als Geldwäscherin. Sie wusch illegal erworbenes Geld für Sunny, der zeitgleich als Love-Scammer mehrere Frauen ausnahm. So kam auch die SPIEGEL-TV-Reporterin Tatjana Kurdjumov dem Betrüger auf die Spur. Sie hatte ein Fake-Account zur Recherche eingerichtet. Als sie Anja mit Sunnys Geldforderungen konfrontiert, bricht für sie eine Welt zusammen. In der zweiten Folge »Im Verhör: Die Tinder-Schwindler« spricht Anja offen darüber, wie diese Erfahrung ihr Vertrauen in Menschen für immer zerstört hat. (18.04.2023)

Carsten Schott hat lange die Dienststelle für phänomenbezogene Vermögensdelikte beim Landeskriminalamt Hamburg in Hamburg geleitet. Er kennt ihre Maschen und die tragischen Geschichten der Opfer. Die Dating-Plattformen sollen voll sein mit Fake-Profilen, 70-80%, so schätzt er. In der dritten Folge »Im Verhör: Die Tinder-Schwindler« spricht er über die explodierenden Zahlen beim Love-Scamming-Betrug und die Schwierigkeiten bei der Verfolgung der Straftäter. (18.04.2023)

Der Ukraine-Krieg hat in Europa das Bedürfnis nach unmittelbaren Schutzmaßnahmen geweckt. Viele fragen sich, wo sie im Ernstfall Zuflucht finden. In Deutschland gibt es für die rund 84 Millionen Einwohner heute weniger als 500.000 Bunkerplätze. Dagegen ist die sogenannte Schutzraumpflicht in der Schweiz sogar gesetzlich verankert. Jedem Bürger steht dort ein Platz im Bunker zu. 2007 beschließt Deutschland, einen Großteil seiner öffentlichen Schutzräume stillzulegen. Viele von ihnen sind jetzt Hotels, Galerien oder Museen. So wie ein großer Bunker in Ilbenstadt bei Frankfurt am Main. Ob er wieder reaktiviert werden kann? Der Zivilschutzexperte Andreas Kling berät Behörden beim Katastrophen-Management und kennt sich mit Schutzanlagen aus. Sein Fazit nach der Besichtigung: »Um unseren Zivilschutz ist es schlecht bestellt. Er war jahrzehntelang nur ein Anhängsel des Katastrophenschutzes. Und das muss sich wieder ändern.« Das ist in der Schweiz anders. Fast jedes Gebäude ist hier mit einem Schutzraum ausgestattet. Die Firma Mengeu bei Zürich hat sich auf den Bau von Bunkern und deren Ausstattung mit Schutzraumtechnik spezialisiert. Seit dem Ukrainekrieg erhält die Firma mehr Aufträge als sonst, darunter auch viele Anfragen aus dem Ausland. Das Schweizer Modell sieht auch vor, dass die Bunkeranlagen mindestens alle 10 Jahre auf ihre Funktionstüchtigkeit kontrolliert werden. So soll rechtzeitig verhindert werden, dass im Ernstfall eine tonnenschwere Panzertür klemmt oder ein Gasfilter ausfällt. Welche Herausforderungen ein Aufenthalt im Bunker mit sich bringt, weiß Hauptmann Pius Bleisch von der Schweizer Armee. Denn das Militär nutzt regelmäßig alte Bunkerfestungen als Kasernen. So auch die Festung Castels im Kanton Sankt Gallen. Hier verbringt Bleischs Kompanie regelmäßig mehrere Wochen im Jahr. Das Leben unter Tage ist für die Männer und Frauen gewöhnungsbedürftig: Es gibt kein Tageslicht, die Luft ist stickig und der WLAN-Empfang schlecht. Eine »Arte Re:«-Reportage von SPIEGEL TV. (20.04.2023)

Der Ohridsee ist mit rund 1,4 Million Jahren der älteste See Europas und ein Wunder der Natur. Doch durch Überfischung und Verschmutzung sind einzigartige Spezies im See vom Aussterben bedroht. Die beiden Anrainerstaaten Nordmazedonien und Albanien haben jedoch unterschiedliche Interessen und Umweltschutzgesetze. Das führt zu Konflikten. Der Ohridsee gilt als das Gewässer mit der höchsten Biodiversität weltweit. Selbst Arten, die überall sonst bereits ausgestorben sind, haben hier über viele Jahrtausende überlebt: Mehr als 200 Pflanzen und Lebewesen sind ausschließlich hier zu finden, wie zum Beispiel die Ohrid-Forelle. Doch diesen lebenden Fossilien droht Gefahr. Nordmazedonien und Albanien gehören noch immer zu den ärmsten Länder Europas und der Tourismus rund um den Ohridsee verspricht wirtschaftliches Wachstum, trägt aber auch zur Verschmutzung des prähistorischen Gewässers bei. Da der Fischbestand bereits sinkt und endemische Spezies vom Aussterben bedroht sind, will die UNESCO den See auf die Liste das gefährdete Welterbe setzen. Die Menschen in der Region sind zwiegespalten, zwischen wirtschaftlichem Aufschwung und dem Schutz dieser einzigartigen Natur. So darf man in Albanien beispielsweise die Ohrid-Forelle noch fischen, was in Nordmazedonien bereits streng verboten ist. Ein Grund für ständige Konflikte an der Wassergrenze mitten im See. Toni Bllazhde lebt auf der albanischen Seeseite von der Fischerei und hat kein Verständnis für die strengen Maßnahmen der nordmazedonischen Grenzpolizei. Oft kommt es vor, dass die Fischerboote und Netze der albanischen Fischer konfisziert werden. Aus seiner Sicht ist der See immer noch gesund: »Die Ohrid-Forelle ist nicht in Gefahr. Ich verstehe es nicht! Warum macht die UNESCO so eine Panik?« Im Nachbarland sieht das der Taucher Nikola Paskali ganz anders. Er sammelt Abfälle und Schrott vom Boden des Sees und sagt: »Der Müll ist der Krebs des Sees«. Eine »Arte Re:«-Reportage von SPIEGEL TV.