
Wir drehen eine Runde
Ursprünglich sollte der elektrische Porsche Macan 2022 auf den Markt kommen, geklappt hat es erst jetzt. Der Grund für die Verzögerung waren Probleme mit der Software des Autos. Hat sich das Warten gelohnt? (28.09.2024)

Ursprünglich sollte der elektrische Porsche Macan 2022 auf den Markt kommen, geklappt hat es erst jetzt. Der Grund für die Verzögerung waren Probleme mit der Software des Autos. Hat sich das Warten gelohnt? (28.09.2024)

Für sogenannte Member der Rocker-Gang Bandidos gilt eigentlich der Slogan »BFFB«: Bandidos Forever, Forever Bandidos. Doch jetzt ist es in Nordrhein-Westfalen zu einer überraschenden Verbrüderung zwischen den Bandidos und den Hells Angels gekommen. Zwei Rockerclubs, deren folkloristische Verkleidung nicht darüber hinwegtäuscht, dass die Herrschaften ihr Geld mit Drogen und illegaler Prostitution verdienen. Was steckt hinter der feindlichen Übernahme und was hat das neue Bündnis der Banditen mit der gemeingefährlichen »Mocro-Mafia« zu tun, erzählen Thomas Heise und Claas Meyer-Heuer. (30.09.2024)

Beim Thema Abschiebung drehen Politiker in letzter Zeit gern richtig auf. Schneller, weiter, härter, Hauptsache raus. Klingt knallhart, ist aber fern der Realität. Denn mit dem Abschieben ist es wie mit der Bahn: da gibt es auch keine funktionierenden Fahrpläne, die Abfahrtszeiten für ausreisepflichtige Flüchtlinge können nur geschätzt werden und das ganze System ist mehr oder weniger aus dem Takt geraten. Doch bevor in Deutschland jemand ausgewiesen wird, kann er endlos Rechtsmittel einlegen – selbst, wenn er ein gefährlicher salafistischer Hassprediger ist, wie Adrian Altmayer berichtet. (30.09.2024)

»Reichsbürger« sind die, die glauben, die Bundesrepublik sei gar kein Staat, sondern eine Firma, kontrolliert von den Alliierten. Zuständig für die Vergehen von »Reichsbürgern« und anderen Demokratie-Feinden ist in Berlin das LKA, genauer gesagt: der Fachbereich »politisch motivierte Kriminalität rechts«. Thomas Heise durfte die Polizisten bei ihren Einsätzen begleiten. Mit dem Haftbefehl auf Hausbesuch. (07.10.2024)

»Bevor ich mich morgens um sieben als Azubi für kleines Geld zur Arbeit schleppe, studiere ich lieber irgendwas, was mich überhaupt nicht interessiert oder mach einfach was mit Medien.« So oder so ähnlich scheint es in den Köpfen von immer mehr Jugendlichen auszusehen. Die Folge: In Deutschland blieben vergangenes Jahr über dreißig Prozent aller Ausbildungsplätze unbesetzt. Über den Zustand jetzt berichtet Melina Hemmer. (07.10.2024)

Seit Monaten läuft der Gerichtsprozess gegen fünf angeklagte Polizisten. Es geht um Totschlag und gefährliche Körperverletzung. Einer von ihnen, Fabian S., der die tödlichen Schüsse auf den Senegalesen Mouhamed Dramé abgab, redet erstmals vor einer Fernsehkamera. Aber er steht nicht nur vor Gericht, sondern auch unter Generalverdacht der linksextremen Szene in Dortmund. Ihre Vorverurteilung lautet: Der Vertreter der Staatsmacht trägt die Schuld an den tragischen Ereignissen, nicht der Flüchtling, der mit einem Messer auf die Polizisten zulief. Doch ganz so einfach ist es nicht, wie Vanessa Nischik berichtet. (14.10.2024)

Junge Frauen, umgebracht von Männern mitten in Istanbul – Güneş Fadime Akşahin geht dagegen auf die Straße. Wir haben sie begleitet und mit einer Hinterbliebenen gesprochen. Aus Istanbul berichten Robert Badendieck und Fabian Pieper. (19.10.2024)

Es ist die schlimmste Flutkatastrophe in Spaniens jüngerer Geschichte: Am 29. Oktober 2024 verwüsten Wassermassen nach sintflutartigen Regenfällen Kleinstädte und Dörfer, hauptsächlich in der Region Valencia. Mehr als 200 Menschen sterben, Wohnungen laufen mit Wasser voll, zerstörte Autos stapeln sich wie Spielzeug in den Straßen. In den Tagen nach der Flut weicht die Verzweiflung der Wut auf die Regierung, denn die Unwetterwarnungen kamen viel zu spät. Vier Tage nach der Jahrhundertflut in Spanien Ende Oktober wird das Ausmaß der Zerstörung langsam klar: Mindestens 220 Menschen verloren ihr Leben, Dutzende werden noch vermisst, ganze Orte sind verwüstet. Innerhalb von wenigen Stunden fiel in der Region Valencia so viel Regen wie sonst im ganzen Jahr. Viele Bürger sind außer sich vor Wut, denn obwohl der spanische Wetterdienst bereits am Morgen eine Unwetterwarnung herausgegeben hatte, gab die Regionalregierung diese Warnung erst nach 19:00 Uhr an die Bevölkerung weiter. Da standen die Straßen teilweise schon 2 Meter unter Wasser. Es sind Tausende freiwillige Helferinnen und Helfer, die sich mit Schaufeln, Besen und Hilfsgütern auf den Weg in das verwüstete Gebiet machen und mit den Aufräumarbeiten beginnen. Bis zur Erschöpfung räumen sie die Straßen wieder frei und schaffen Schlamm aus Wohnungen, Kellern und Tiefgaragen. Auch Manuela Peñalba Jiménez ist eigentlich im Urlaub, als sie von dem Unglück erfährt und organisiert als Freiwillige erste Hilfsaktionen in den Flutgebieten. Sie sagt: »Das war eigentlich nicht meine Aufgabe, sondern die der Einsatzkräfte von Valencia.« – »Ich kann den Menschen wirklich nicht genug danken«, sagt Sagrario García, Anwohnerin in Picanya, einer der am stärksten betroffenen Orte der Katastrophe. »Sie haben uns geholfen, nicht die Regierung.« Offizielle Hilfe läuft nur schleppend an und die Menschen fühlen sich nach der Katastrophe vom Staat im Stich gelassen. Mit den Aufräumarbeiten hat in Spanien die Suche nach den Verantwortlichen begonnen. Eine »Arte Re:«-Reportage von SPIEGEL TV. (25.11.2024)

Im öffentlichen Raum drohen Frauen Catcalling und Übergriffe. Auch SPIEGEL-Autorin Sylvie Gühmann wurde von Männern beschimpft und bedroht. Wie wehrt sie sich – und was fordert sie von Politik und Zivilgesellschaft? (25.11.2024)

Mehr als 1000 Tage Krieg hat die Ukraine bis heute überlebt. Selbst wenn sie heute militärisch besser dasteht als zu Beginn, so sind ihre Aussichten für die Zukunft doch düster. Die russische Übermacht an Raketen, Drohnen, Soldaten und kompletter moralischer Verrohung sind einfach zu groß. Umso erstaunlicher ist es, dass – abseits von deutschen Waffenlieferungen – auch deutsche Bürger freiwillig ins Kriegsgebiet zieht. Manche kommen als Soldaten, um zu kämpfen – andere als Unternehmer, um zu helfen. Andreas Lünser und der Kameramann Jochen Blum waren zwei Wochen im Land unterwegs – ein Film über Leben und Sterben. (25.11.2024)

Ein Mann entgeht nur knapp dem Tod. Aber seine Ehefrau lässt er in dem Glauben, er sei gestorben. Außerdem: komische Gedichte für die Vorweihnachtszeit. Das sind Elke Heidenreichs Empfehlungen. (01.12.2024)

Mühelos Gewicht verlieren ohne Diät? Das versprechen die sogenannten Abnehmspritzen. Ein wöchentlicher Piks und die Pfunde schmelzen dahin. Ursprünglich zur Behandlung von Diabetes entwickelte Wirkstoffe zügeln den Appetit und steigern das Sättigungsgefühl. Doch das Abnehmen mit der verschreibungspflichtigen Spritze ist nicht günstig und hat häufig Nebenwirkungen. Marie Friedrich setzt sich seit sechs Monaten regelmäßig eine sogenannte Abnehmspritze. Die Mutter von zwei Kindern kämpft seit Jahrzehnten mit ihrem Übergewicht. Trotz sportlicher Aktivitäten wie Fußball und unzähliger Diäten schaffte sie es nicht, ihr Gewicht dauerhaft zu reduzieren. Obwohl Nebenwirkungen wie Übelkeit, Durchfall, Verstopfung oder in seltenen Fällen sogar eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse auftreten können, lässt sie sich die Spritze verschreiben. Und es scheint zu funktionieren. Mittlerweile hat sie rund 20 Kilo abgenommen. Doch ob sie das neue Gewicht auch nach dem Absetzen der Spritze halten kann? Viele Experten befürchten, dass ohne eine gleichzeitige Umstellung der Ernährungsgewohnheiten die Pfunde zügig wiederkommen. Auch der ehemalige Sportlehrer Ralf Maerker aus Biberach hat sich für die Abnehmspritze entschieden. »Im Ruhestand habe ich mich wohl etwas gehen lassen«, sagt der Rentner, dessen Höchstgewicht bei 130 Kilo lag. Durch sein Übergewicht hatte er bereits gesundheitliche Probleme wie eine schwere Knie-Arthrose und die Befürchtung, dass noch weitere Beschwerden folgen könnten. Mit der Spritze verliert Ralf Maerker zurzeit rund ein Kilo pro Monat und ist damit zufrieden. Auch er hofft, bald wieder auf das Medikament verzichten zu können. Regelmäßige Bewegung und eine bewusstere Ernährung sollen ihm dabei helfen. Denn auch die Kosten sind ein Thema. Die Krankenkassen bezahlen die Spritzen nicht. Die Kosten von rund 300 Euro im Monat für die höchste Dosierung müssen die Patienten selbst übernehmen. Eine »Arte Re:«-Reportage von SPIEGEL TV. (01.10.2024)

ADHS galt lange als Krankheit von Kindern und Jugendlichen. Doch sie kann auch Erwachsene betreffen, wenn sie nicht früh erkannt wird und unbehandelt bleibt. Knapp 5 Prozent der Erwachsenen haben ADHS – und wissen es oft nicht. Jahrelange Leidensgeschichten sind die Folge, obwohl die Störung eigentlich gut behandelt werden kann. »Ich habe ADHS und das ist gut so«, sagt Milena Glimbovski aus Eberswalde. Mit 32 Jahren hat die quirlige Russin bereits drei Unternehmen mitgegründet. Gerade arbeitet sie an einem Buch über die Folgen des Klimawandels. In der Schulzeit galt Milena dennoch als Lehrerschreck. Erst mit 22 Jahren erhielt sie ihre Diagnose und verstand, warum sie anders war. Heute konzentriert sie sich auf ihre journalistische Arbeit und auf ihren vierjährigen Sohn, den sie im Wechsel mit seinem Vater betreut. ADHS kann vererbt werden. Milena hofft, dass es ihrem Sohn erspart bleibt. James und Samantha Brown aus Birmingham waren schon elf Jahre verheiratet, als sie während der Lockdowns in der Corona-Pandemie erfuhren, dass beide ADHS haben. Sie haben ihr Haus ADHS-sicher gemacht: Überall hängen Listen, die sie an wichtige Aufgaben erinnern. Die Diagnose brachte dem Paar enorme Erleichterung und hat auch die Beziehung verbessert. Dr. Daniel Schöttle hat in der Asklepios-Klinik in Hamburg eine Sprechstunde für erwachsene ADHS-Patienten eingerichtet. »Es gibt sicherlich den Trend, dass Auffälligkeiten gleich mit ADHS in Verbindung gebracht werden«, sagt er, »viel häufiger wird AHDS jedoch übersehen und führt ohne Behandlung zu Begleiterkrankungen wie Depressionen, Alkohol- oder Drogenabhängigkeit.« Eine »Arte Re:«-Reportage von SPIEGEL TV.

Brennende Batterien in E-Autos – für viele Einsatzkräfte ist das neu. Schulungen bereiten die Helfer jetzt gezielt darauf vor. Ein Ortsbesuch bei der Freiwilligen Feuerwehr im hessischen Frankenberg. (06.12.2023)

Er führte die Kunst der politischen Propaganda zu gespenstischer Perfektion: Joseph Goebbels, ein schmächtiger Mann mit Klumpfuß, etablierte den »Führer« Adolf Hitler als Marke und ebnete den Nationalsozialisten den Weg zur Macht. (07.12.2023)

Verdammt, ich lieb dich: das war für Matthias Reim der Durchbruch als Sänger. Single und Album verkauften sich millionenfach und Reim wurde zu einem reichen Mann. Doch weil er falsche Berater hatte, war er bald pleite. Wie konnte es so weit kommen? Und wie geht er heute mit Geld um? Teil 3 unserer Reihe »Reden wir über Geld«.

Hermann Göring war wohl der wichtigste Komplize Adolf Hitlers: Gründer der Gestapo und Oberbefehlshaber der Luftwaffe. Der »Zweite Mann« gab sich privat Luxus und Drogen hin und gilt als einer der schillerndsten Figuren des Nationalsozialismus. Teil 1 unserer Reihe "Wer war...?", die Hitlers Helfer im Dritten Reich porträtiert. (07.12.2023)

Für den Murks, der momentan verzapft wird, sind unsere Politiker verantwortlich. Beispiel Bürokratie-Wahnsinn. Da sind wir nicht erst seit heute richtig von gestern. Anträge, Formulare, Planfeststellungsverfahren, Vorgaben, Richtlinien, Prüfberichte, Regelwerke, Paragrafen, Durchschläge, Tabellen - Deutschland ist dabei sich zu verzetteln. Die Leidtragenden der Regulierungswut sind die Bürger. Adrian-Basil Mueller mit vier besonders krassen Beispielen. (11.12.2023)

Heinrich Himmler war nach dem »Führer« der mächtigste Nationalsozialist des Dritten Reichs: Chef von knapp drei Millionen Polizisten, Befehlshaber über 600 000 Mann der Waffen-SS, Vorgesetzter von etwa zwei Millionen Soldaten, die im Ersatzheer der Wehrmacht ausgebildet wurden. Dazu noch Innenminister und Feldherr. Als »Reichsführer SS« organisierte er die brutale Verfolgung politischer Gegner in einem System von Konzentrationslagern und plante die Vernichtung der europäischen Juden. (09.12.2023)

Seit 18 Jahren arbeitet Joachim Albers als Polizist in Holtriem. Hier, in der Samtgemeinde an der ostfriesischen Küste, ist der 40-Jährige aufgewachsen, zur Schule gegangen, und hier hat er auch geheiratet. Im Erdgeschoss seines Einfamilienhauses befindet sich die örtliche Polizeidienststelle. Fast jeden der knapp 9000 Einwohner kennt er persönlich, mit den meisten ist er per Du. Gesprochen wird in der Regel platt. Nur wer die Sprache beherrsche, so Albers, könne auf dem Land als Ordnungshüter bestehen. Fünf Wochen lang hat SPIEGEL-TV-Autor Markus Grün den Dorfpolizisten auf seinem ostfriesischen Außenposten beobachtet, war dabei, als Albers einen Bekannten ins Gefängnis bringen musste, Ehestreitigkeiten schlichtete, Betrüger überführte, Einbrecher verfolgte und in zahlreichen Nachbarschaftsstreitigkeiten vermittelte. Entstanden ist eine mehrteilige Reportage, die vor allem eines zeigt: Auch auf dem Land ist die Welt längst nicht mehr in Ordnung. (22.09.2003)