
Wir drehen eine Runde
Elektroautos sind zu teuer? Der kleine Leapmotor T03 soll das Gegenteil beweisen. Er stammt aus China, wird aber in Europa gefertigt. Für wenig Geld gibt es recht viel Auto, alles überzeugt aber nicht. (09.11.2024)

Elektroautos sind zu teuer? Der kleine Leapmotor T03 soll das Gegenteil beweisen. Er stammt aus China, wird aber in Europa gefertigt. Für wenig Geld gibt es recht viel Auto, alles überzeugt aber nicht. (09.11.2024)

Auf Europas Gewässern kommt es immer wieder zu schweren Bootsunfällen. Einige Freizeitkapitäne blenden aus, dass auch im Schiffsverkehr Tempolimits und Promillegrenzen gelten, und geben Gas. Nach einem tödlichen Unfall auf dem Gardasee im Sommer 2021 durch zwei deutsche Raser greift die italienische Polizei jetzt durch. Familie Garzarella lebt direkt am Gardasee im Städtchen Salò, regelmäßige Bootsausflüge gehörten da ganz selbstverständlich zum Leben dazu. Bis zum Abend des 19. Juni 2021. Der 37-jährige Umberto Garzarella ist mit seiner Freundin Greta auf dem See unterwegs, als plötzlich ein Sportboot auf sie zurast. Am Steuer: zwei Touristen aus München, vermutlich stark alkoholisiert. Mit rund 20 Knoten fahren sie viermal schneller als bei Dunkelheit erlaubt. Die Deutschen rammen das Boot des italienischen Paares und begehen anschließend Fahrerflucht. Umberto verblutete noch auf dem Holzboot, Greta wird ins Wasser geschleudert und kann am nächsten Tag nur tot geborgen werden. Die deutschen Raser kommen mit Haftstrafen von 4 Jahren und 6 Monaten sowie 2 Jahren und 11 Monaten glimpflich davon. Das milde Urteil sorgte in ganz Italien für Empörung, besonders bei den Bewohnern von Salò. Gemeinsam mit der Familie Garzarella erwirkten sie eine Verschärfung des italienischen Gesetzes. Seit 2023 gilt bei fahrlässiger Tötung auf dem Wasser das gleiche Strafmaß wie im Straßenverkehr. Für Geschwindigkeits- und Alkoholkontrollen auf dem Gardasee ist die italienische Finanzpolizei zuständig. Besonders zu schaffen machen ihr Touristen ohne Bootsführerschein, die mit Leihbooten über den See fahren. In Italien ist das möglich – in Kroatien hingegen braucht man für alle Motorboote unabhängig von der Größe eine Fahrerlaubnis. Hier wacht die Wasserschutzpolizei über die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung in Küstennähe, damit Badegäste sicher in der Adria schwimmen können. Eine »Arte Re:«-Reportage von SPIEGEL TV. (27.09.2024)

Jahrelang konnte der selbst ernannte König von Deutschland, Peter Fitzek, an seiner Idee vom Aussteiger-Staat arbeiten. Mit eigenen Banken und eigenen Gesetzen. Der Mann hat sogar Zugriff auf Schlösser. Seine Untertanen hatten ihm genug Geld überlassen, um zahlreiche Immobilien für sein Fantasie-Reich zu erwerben. Das alles klingt wie ein Märchen – ist es aber nicht, denn König-Darsteller Peter Fitzek ist ein lupenreiner Schwurbler. Jetzt versucht der Staat, ihm das Handwerk zu legen. Unser Reporter Henrik Neumann mit Recherchen aus dem »Königreich Deutschlands«. (18.11.2024) Anmerkung der Redaktion: Nach der Veröffentlichung des Beitrags hat sich der Bundesvorstand der aus der Querdenkerszene entstandenen Kleinpartei »Die Basis« gemeldet. Man lege Wert darauf, nicht als »Corona-Leugner-Partei« bezeichnet zu werden. Viel mehr sei »Die Basis« eine »gegenüber Grundrechtseinschränkungen und den Coronamaßnahmen kritische Partei«.

Philippos T. kommt gerade von der Abifeier seiner Schwester, als er in einem Park in Bad Oeynhausen angegriffen wird. Der Unbekannte schlägt und tritt ihm mehrfach so fest gegen den Kopf, dass er später seinen Verletzungen erliegt. Wenn der eigene Sohn an den Folgen einer Gewalttat stirbt, bricht für die Eltern eine Welt zusammen. Wenn sich der Angreifer dann als polizeibekannter Mehrfachtäter entpuppt, kommt zur Trauer auch noch Wut dazu. Genauso ist es der Mutter von Phillippos T. ergangen. Warum haben die Behörden den brutalen Syrer vor der Tat nicht gestoppt? Vanessa Nischik und Matthes Quentin über einen Fall, der einen fassungslos zurücklässt. (18.11.2024)

Das Elektro-SUV Cupra Tavascan bietet bekannte Technik aus dem Volkswagen-Konzern in dynamischem Design. Manches wirkt überdreht, und an manchen Stellen leidet darunter die Alltagstauglichkeit des Familienautos. (24.11.2024)

Ein gefräßiges Krustentier bedroht die Adria. Die Blaukrabbe hat sich in Italien innerhalb von zwei Jahren so stark vermehrt, dass sie das Geschäft der heimischen Muschelfischer bedroht. Um der Plage Herr zu werden, soll die Krabbe es auf die Teller der Italiener schaffen. Doch hat der invasive Eindringling das Potenzial zur Delikatesse? Alessio Tagliati ist in vierter Generation Muschelfischer – seit seiner Jugend lebt er von dem Fang der berühmten Venusmuscheln. Doch seit sich die Blaukrabbe in der Bucht von Gorino angesiedelt hat, muss er jeden Tag um seinen Fang fürchten. Die Blaukrabbe stammt ursprünglich von der Atlantikküste Nord- und Südamerikas. Über Handelsschiffe kam sie bereits in den Fünfzigerjahren nach Italien, doch in den durch den Klimawandel zunehmend erwärmten Gewässern der Adria hat sie sich rasant vermehrt: Ein Weibchen kann bis zu zwei Millionen Eier legen. Zudem ist die invasive Art nicht nur ein Allesfresser, sondern hat in der Adria auch keine natürlichen Fressfeinde. Für Fischer wie Alessio ist das Ausmaß der Krabbeninvasion verheerend. Neunzig Prozent der Muscheln hat die Krabbe bereits in seinem Fanggebiet gefressen und zerstört so ihre Lebensgrundlage. Das Start-up »Blueat« aus Rimini hat aus der Notlage eine Geschäftsidee entwickelt. Gründerin Carlotta Santolini und ihre Kolleginnen verwerten die Blaukrabbe und stellen daraus Fertigprodukte für den italienischen Markt her. Doch die Italiener reagieren traditionell verhalten auf neue Produkte. Das spürt auch der Koch Enrico Giacchetti. Er kocht bereits seit einem Jahr mit der Blaukrabbe, deren Geschmack an Hummer erinnert. Doch die Nachfrage ist noch gering und die Zubereitung des scharfkantigen Krustentiers ist aufwendig. Ein Kilo Krabben liefert maximal zweihundert Gramm Fleisch. Eine »Arte Re:«-Reportage von SPIEGEL TV. (10.12.2024)

Räumungsverkauf hier, leere Schaufenster dort: Bekannte Marken wie Esprit oder Scotch & Soda machen dicht. SPIEGEL-Redakteurin Kristina Gnirke kennt die Gründe – und hat auch gute Nachrichten für Kundinnen und Kunden. (12.12.2024)

Was bedeutet Assads Sturz für die Ukraine? Im Talk diskutieren SPD-Politiker Ralf Stegner und Russland-Expertin Margarete Klein über Putins Einfluss, die leidige Taurus-Frage und Wahlkampf mit der Angst.

ADHS galt lange als Krankheit von Kindern und Jugendlichen. Doch sie kann auch Erwachsene betreffen, wenn sie nicht früh erkannt wird und unbehandelt bleibt. Knapp 5 Prozent der Erwachsenen haben ADHS – und wissen es oft nicht. Jahrelange Leidensgeschichten sind die Folge, obwohl die Störung eigentlich gut behandelt werden kann. »Ich habe ADHS und das ist gut so«, sagt Milena Glimbovski aus Eberswalde. Mit 32 Jahren hat die quirlige Russin bereits drei Unternehmen mitgegründet. Gerade arbeitet sie an einem Buch über die Folgen des Klimawandels. In der Schulzeit galt Milena dennoch als Lehrerschreck. Erst mit 22 Jahren erhielt sie ihre Diagnose und verstand, warum sie anders war. Heute konzentriert sie sich auf ihre journalistische Arbeit und auf ihren vierjährigen Sohn, den sie im Wechsel mit seinem Vater betreut. ADHS kann vererbt werden. Milena hofft, dass es ihrem Sohn erspart bleibt. James und Samantha Brown aus Birmingham waren schon elf Jahre verheiratet, als sie während der Lockdowns in der Corona-Pandemie erfuhren, dass beide ADHS haben. Sie haben ihr Haus ADHS-sicher gemacht: Überall hängen Listen, die sie an wichtige Aufgaben erinnern. Die Diagnose brachte dem Paar enorme Erleichterung und hat auch die Beziehung verbessert. Dr. Daniel Schöttle hat in der Asklepios-Klinik in Hamburg eine Sprechstunde für erwachsene ADHS-Patienten eingerichtet. »Es gibt sicherlich den Trend, dass Auffälligkeiten gleich mit ADHS in Verbindung gebracht werden«, sagt er, »viel häufiger wird AHDS jedoch übersehen und führt ohne Behandlung zu Begleiterkrankungen wie Depressionen, Alkohol- oder Drogenabhängigkeit.« Eine »Arte Re:«-Reportage von SPIEGEL TV.

Brennende Batterien in E-Autos – für viele Einsatzkräfte ist das neu. Schulungen bereiten die Helfer jetzt gezielt darauf vor. Ein Ortsbesuch bei der Freiwilligen Feuerwehr im hessischen Frankenberg. (06.12.2023)

Er führte die Kunst der politischen Propaganda zu gespenstischer Perfektion: Joseph Goebbels, ein schmächtiger Mann mit Klumpfuß, etablierte den »Führer« Adolf Hitler als Marke und ebnete den Nationalsozialisten den Weg zur Macht. (07.12.2023)

Verdammt, ich lieb dich: das war für Matthias Reim der Durchbruch als Sänger. Single und Album verkauften sich millionenfach und Reim wurde zu einem reichen Mann. Doch weil er falsche Berater hatte, war er bald pleite. Wie konnte es so weit kommen? Und wie geht er heute mit Geld um? Teil 3 unserer Reihe »Reden wir über Geld«.

Hermann Göring war wohl der wichtigste Komplize Adolf Hitlers: Gründer der Gestapo und Oberbefehlshaber der Luftwaffe. Der »Zweite Mann« gab sich privat Luxus und Drogen hin und gilt als einer der schillerndsten Figuren des Nationalsozialismus. Teil 1 unserer Reihe "Wer war...?", die Hitlers Helfer im Dritten Reich porträtiert. (07.12.2023)

Für den Murks, der momentan verzapft wird, sind unsere Politiker verantwortlich. Beispiel Bürokratie-Wahnsinn. Da sind wir nicht erst seit heute richtig von gestern. Anträge, Formulare, Planfeststellungsverfahren, Vorgaben, Richtlinien, Prüfberichte, Regelwerke, Paragrafen, Durchschläge, Tabellen - Deutschland ist dabei sich zu verzetteln. Die Leidtragenden der Regulierungswut sind die Bürger. Adrian-Basil Mueller mit vier besonders krassen Beispielen. (11.12.2023)

Heinrich Himmler war nach dem »Führer« der mächtigste Nationalsozialist des Dritten Reichs: Chef von knapp drei Millionen Polizisten, Befehlshaber über 600 000 Mann der Waffen-SS, Vorgesetzter von etwa zwei Millionen Soldaten, die im Ersatzheer der Wehrmacht ausgebildet wurden. Dazu noch Innenminister und Feldherr. Als »Reichsführer SS« organisierte er die brutale Verfolgung politischer Gegner in einem System von Konzentrationslagern und plante die Vernichtung der europäischen Juden. (09.12.2023)

Seit 18 Jahren arbeitet Joachim Albers als Polizist in Holtriem. Hier, in der Samtgemeinde an der ostfriesischen Küste, ist der 40-Jährige aufgewachsen, zur Schule gegangen, und hier hat er auch geheiratet. Im Erdgeschoss seines Einfamilienhauses befindet sich die örtliche Polizeidienststelle. Fast jeden der knapp 9000 Einwohner kennt er persönlich, mit den meisten ist er per Du. Gesprochen wird in der Regel platt. Nur wer die Sprache beherrsche, so Albers, könne auf dem Land als Ordnungshüter bestehen. Fünf Wochen lang hat SPIEGEL-TV-Autor Markus Grün den Dorfpolizisten auf seinem ostfriesischen Außenposten beobachtet, war dabei, als Albers einen Bekannten ins Gefängnis bringen musste, Ehestreitigkeiten schlichtete, Betrüger überführte, Einbrecher verfolgte und in zahlreichen Nachbarschaftsstreitigkeiten vermittelte. Entstanden ist eine mehrteilige Reportage, die vor allem eines zeigt: Auch auf dem Land ist die Welt längst nicht mehr in Ordnung. (22.11.2004)

Hauptkommissar Gerhard Pasenau sucht einen Landwirt, der seinen Hof verkommen lässt. Mitarbeiter der Naturschutzbehörde hatten das verwahrloste Grundstück des Bauern entdeckt. Da er den Unrat bislang nicht beseitigt hat, droht ihm jetzt eine Strafanzeige. Mehrere Wochen war SPIEGEL-TV-Autor Markus Grün im Polizeirevier Esens zu Gast, einer kleinen Wache auf dem platten Land an der ostfriesischen Küste. Rund ein Dutzend Beamte mussten in dieser Zeit diverse Familien- und Nachbarschaftsstreitigkeiten schlichten, Verkehrsverstöße ahnden, Unfälle aufnehmen, aber auch klären, warum eine Flasche »Friesengeist« verschwand, wo Karneval am schönsten ist und warum es auf dem Land so stinkt. (15.11.2004)

Ostfriesische Radfahrer haben's auch nicht leicht. Wer in Esens Fahrrad fährt, sollte sich lieber an die Vorschriften halten. Für Verkehrsrowdys haben die Polizisten hier wenig Verständnis. Mehrere Wochen war SPIEGEL-TV-Autor Markus Grün im Polizeirevier Esens zu Gast, einer kleinen Wache auf dem platten Land an der ostfriesischen Küste. Rund ein Dutzend Beamte mussten in dieser Zeit diverse Familien- und Nachbarschaftsstreitigkeiten schlichten, Verkehrsverstöße ahnden, Unfälle aufnehmen, aber auch klären, warum eine Flasche »Friesengeist« verschwand, wo Karneval am schönsten ist und warum es auf dem Land so stinkt. (17.05.2004)

Ihr Küstenrevier ist 250 Quadratkilometer groß. In der Kleinstadt Esens an der ostfriesischen Küste kennt fast jeder jeden. Mehrere Wochen war SPIEGEL-TV-Autor Markus Grün im Polizeirevier Esens zu Gast, einer kleinen Wache auf dem platten Land an der ostfriesischen Küste. Rund ein Dutzend Beamte mussten in dieser Zeit diverse Familien- und Nachbarschaftsstreitigkeiten schlichten, Verkehrsverstöße ahnden, Unfälle aufnehmen, aber auch klären, warum eine Flasche »Friesengeist« verschwand, wo Karneval am schönsten ist und warum es auf dem Land so stinkt. (10.05.2004)

Schandfleck statt Aushängeschild: Viele Bahnhöfe und ihr Umfeld haben einen miserablen Ruf. Kriminalität, Drogen, Verelendung. Das Frankfurter Bahnhofsviertel wurde international wegen seiner ausufernden Rauschgiftszene schon als »Zombieland« beschrieben. Aber auch in anderen deutschen Großstädten gelten einige Bahnhöfe als soziale Brennpunkte. Crime-Hotspots, in denen die Zahl der Straftaten seit Jahren ansteigt. Für die Landes- und Bundespolizei bedeutet das vor allem eines: jede Menge Arbeit. SPIEGEL TV hat die Beamten in drei Städten begleitet. (12.05.2025)