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Brennpunkt Ruhrgebiet: Schrotthäuser und Sozialbetrug

Brennpunkt Ruhrgebiet: Schrotthäuser und Sozialbetrug

Das Ruhrgebiet – das Herz von Deutschland – ist mancherorts aus dem Takt geraten. Wirtschaftlicher Niedergang, Abwanderung, Zuwanderung, Verelendung – »Strukturwandel« nennt man das. Ein harmloses Wort für: Da dreht sich eine Abwärtsspirale mit Turboantrieb und wenn sie nicht gestoppt wird, dann verlieren ALLE – außer die Immobilienhaie, die mit heruntergekommenen Häusern fette Geschäfte machen. SPIEGEL TV hat die Kommunen beim Versuch, das Steuer herumzureißen, begleitet und die Nutznießer der Misere beim Tricksen mit Gesetzeslücken beobachtet. Achtung, Kontrolle in der Schrottimmobilie. Eine Reportage von Steffen Vogel. (15.12.2025)

2026-01-13 11:00:00 +0000 UTC2026-01-13 11:28:59 +0000 UTC(28m)
Frankreichs Käsekultur in der Krise: Wie der einstige Stolz der Nation in Gefahr gerät

Frankreichs Käsekultur in der Krise: Wie der einstige Stolz der Nation in Gefahr gerät

Französische Käseproduzenten sind in Sorge: Traditioneller Rohmilchkäse wie Camembert oder Brie verlieren gegenüber pasteurisierter Massenware stetig Marktanteile. Auch der Klimawandel und Preissteigerungen in vielen Bereichen setzen den Herstellern berühmter Käsespezialitäten wie dem Salers zu. Ist Frankreichs Käsekultur, einst Stolz der Nation, in Gefahr? Der Familienbetrieb von Félix Troupel konnte 2022 wegen einer Hitzewelle wochenlang keinen Salers-Käse herstellen. Seine Kühe fanden auf den ausgedörrten Weiden des Départements Cantal nicht genug zu fressen und so konnte er die strengen Auflagen für den herkunftsgeschützten Käse nicht erfüllen. Die Folge: Auf den Holzregalen seines Käseveredlers reifen deutlich weniger Salers-Käse als sonst. Trockene Sommer machen auch den Produzenten des wohl berühmtesten Käses Frankreichs zu schaffen: dem Camembert. In dem gleichnamigen Dorf in der Normandie gibt es nur noch wenige Betriebe, die die Spezialität in aufwändiger Handarbeit produzieren. Mit der pasteurisierten und deutlich günstigeren Massenware großer Konzerne können die kleinen Betriebe nicht konkurrieren. Die Agraringenieurin Julie Hagberg versucht in Camembert, eine der letzten Käsereien im Ort vor dem Konkurs zu bewahren. Für sie ist die enge Zusammenarbeit mit den Milchbauern der Region der Schlüssel zu einem guten, charaktervollen Käse, für den die Verbraucher auch bereit sind, etwas mehr zu bezahlen. Dem Erhalt und der Förderung eines anderen Weichkäses hat sich in der Nähe von Paris eine kulinarische Bruderschaft verschrieben: die »Confrérie de Brie de Meaux«. Zum dritten Mal organisiert deren Präsident Thierry Bitschené ein ganzes Festival rund um den cremigen Käse mit der Schimmelschicht. Die halbe Stadt ist auf den Beinen, wenn die Käsebrüder mit dem längsten Brie-Baguette der Welt einen Rekord aufstellen wollen und sich die wenigen verbliebenen »Brie de Meaux«-Produzenten bei einem Wettbewerb miteinander messen. Eine »Arte Re:«-Reportage von SPIEGEL TV. (09.01.2024)

2026-01-13 10:43:12 +0000 UTC2026-01-13 11:00:00 +0000 UTC(16m)
Energiewende im Heizungskeller: Die Suche nach Alternativen

Energiewende im Heizungskeller: Die Suche nach Alternativen

Heizungen mit fossilen Brennstoffen wie Gas oder Öl sind nicht nur schädlich für das Klima – sie sind mit Beginn des Ukrainekriegs auch deutlich teurer geworden. Millionen Eigenheimbesitzer beschäftigen sich in diesem Winter mit ihrem Heizungskeller und suchen nach Alternativen. Familie Schrag aus Baden-Württemberg hat sich entschieden. Der alte Gaskessel wird durch eine klimafreundliche Wärmepumpe ersetzt. Aber welche Voraussetzungen muss ein Haus mitbringen, damit eine Wärmepumpe eingesetzt werden kann? Und welche Umbau-Maßnahmen sind dann fällig? Die Münchner Steuerberaterin Cornelia Kisslinger-Popp hat sich in den Kitzbüheler Alpen ein Mehrfamilien-Haus aus den 1970er-Jahren gekauft. Doch die alte Ölheizung fällt immer wieder aus. Cornelia fragt sich, ob ein Austausch der Heizung ausreicht oder ob zusätzlich eine Wärmedämmung und neue Fenster notwendig werden, um das Haus warm zu bekommen. Trotz Förderungen durch den österreichischen Staat sind das Investitionen, mit denen die Steuerberaterin nicht gerechnet hat. Jetzt muss sie entscheiden, ob sie die Mittel aufbringt oder das Haus wieder verkauft. Auch in Frankreich haben Energieberater wie Christophe Lamy derzeit Hochkonjunktur. In Toulouse begutachtet Christophe das alte Haus von Familie Robert vom Keller bis unter das Dach. Die Familie hätte gern ein System, das im Winter heizt und auch kühlen kann, denn die Sommer in Südfrankreich werden durch den Klimawandel immer heißer. Ein anspruchsvoller Fall für den Energieberater, der zugleich die komplizierten französischen Förderrichtlinien berücksichtigen muss. Eine »Arte Re:«-Reportage von SPIEGEL TV. (20.02.2024)

2026-01-13 10:08:39 +0000 UTC2026-01-13 10:38:46 +0000 UTC(30m)
Geboren im Frieden, gestorben im Krieg: Was wurde aus Kindern von Mariupol

Geboren im Frieden, gestorben im Krieg: Was wurde aus Kindern von Mariupol

Vor fast drei Jahren hat die russische Armee die Ukraine überfallen – doch in der Stadt Mariupol tobt der Krieg schon viel länger, nämlich seit 2014, im Kampf um die Krim. Um die Kinder vor den Bomben in Sicherheit zu bringen, wurden damals 30 Mädchen und Jungen nach Mecklenburg-Vorpommern gebracht. SPIEGEL TV hat darüber vor 10 Jahren berichtet. Was ist aus den Kindern von damals geworden? Thomas Kasper hat sich auf die Suche nach ihnen gemacht. (16.12.2024)

2026-01-13 03:16:44 +0000 UTC2026-01-13 03:26:43 +0000 UTC(9m)
Vom Winde verweht: Energiewende vs. Bürger

Vom Winde verweht: Energiewende vs. Bürger

Dass Strom aus Windkraftanlagen gut für die Umwelt ist, kann man leicht verstehen. Überhaupt nicht zu verstehen ist aber die Art, wie die Behörden diese riesigen Anlagen genehmigen – häufig nämlich, ohne auf die Sorgen der Menschen zu achten, die unter den Windrädern leben. So kann man die eigenen Wähler auch vergraulen. Wohin das in Brandenburg führt – Adrian-Basil Mueller berichtet. (16.12.2024)

2026-01-13 03:02:50 +0000 UTC2026-01-13 03:16:44 +0000 UTC(13m)
Karpfen statt Lachs: Eine Alternative auf dem Küchentisch?

Karpfen statt Lachs: Eine Alternative auf dem Küchentisch?

Der Karpfen könnte zum neuen Trendfisch werden. Er hat die wohl niedrigste CO2-Bilanz aller Speisefische, kommt ohne Fischmehl und Antibiotika aus und gedeiht in heimischen Gewässern. Allerdings gilt der Karpfen als schlammig und voller Gräten. Nur zu Weihnachten kommt er gelegentlich auf den Tisch. In Polen hat er deutlich mehr Fans. Die Tradition der Karpfenzucht reicht in Polen zurück bis ins Mittelalter. Eine der größten Teichwirtschaften Europas liegt im schlesischen Bartschtal. Im November und Dezember herrscht Hochsaison – viel Arbeit für Kamil Nowacki, der die Fischereiabteilung hier leitet. Ab 7 Uhr morgens wird das Wasser abgelassen, und die Fische für den Verkauf entnommen. 500 Tonnen Karpfen pro Jahr »ernten« sie allein in diesem Betrieb, und der Bedarf ist jetzt groß, denn der Fisch ist das traditionelle Weihnachtsgericht der Polen. Die stellenweise vor Jahrhunderten angelegten Teichlandschaften sind heute Oasen der Biodiversität. Das lockt auch Touristen an, die in dem angeschlossenen Restaurant gleich zahlreiche Karpfenspezialitäten verkosten können. Ob gebraten, geräuchert, als Wurst oder eingelegt: Der Karpfen soll auch jenseits der traditionellen Rezepte attraktiv und den Menschen ganzjährig schmackhaft gemacht werden. Deutschlands größte Karpfenfarmen befinden sich in Bayern und in Sachsen. Auch hier gibt es immer mehr Bestrebungen, den Öko-Star Karpfen kulinarisch zum neuen Trendfisch werden zu lassen. Kerstin Mickan ist leidenschaftliche Köchin, kreiert neue Karpfen-Rezepte und gibt Kochkurse, damit selbst Skeptiker den Fisch neu entdecken. Doch auch wenn die Nachfrage wächst – die Teichwirte in Deutschland kämpfen mit Schwierigkeiten: Fressfeinde des Karpfens, die nicht bekämpft werden dürfen, oder andere Umweltauflagen machen es zunehmend schwer, die Zucht in Deutschland gewinnbringend zu betreiben. Kann der Karpfen trotzdem eine Alternative zu Lachs, Pangasius und Co. werden? Eine »Arte Re:«-Reportage von SPIEGEL TV. (30.12.2024)

2026-01-13 01:51:08 +0000 UTC2026-01-13 02:21:13 +0000 UTC(30m)
»Skincare-Hype« unter Kindern: Was macht das mit Minderjährigen?

»Skincare-Hype« unter Kindern: Was macht das mit Minderjährigen?

Kinderschminke war gestern: Heute wetteifern viele Kinder und Jugendliche um eine makellose Haut durch zum Teil exklusive Kosmetika. Die Ergebnisse aufwendiger »Skincare-Routinen« werden auf Social Media geteilt und millionenfach geliked. Doch viele der beworbenen Produkte wurden für die Haut Erwachsener entwickelt und Dermatologen sind alarmiert. Die falsche Anwendung von Kosmetik-Produkten wie Antifaltencremes kann auf Kinderhaut ernste Probleme auslösen. In der Praxis von Dermatologin Bettina Banasch klagen Mädchen und zunehmend auch Jungen immer häufiger über Hautirritationen oder allergische Reaktionen. »Die Schutzschicht der Kinderhaut ist noch nicht voll entwickelt. Manche Anti-Aging-Produkte enthalten Inhaltsstoffe, die ihr schaden«, sagt die Hautärztin. Der Wunsch nach einer makellosen Haut ist groß, Druck entsteht vor allem durch den Vergleich auf Social Media, wo der Markt sogenannter »Skinfluencer« wächst. Auf TikTok sind diese selbst oft noch im Teenageralter, ihre Followerinnen und Follower teilweise noch jünger. Große Kosmetikmarken halten so Einzug in die Kinderzimmer. Wie bei den Schwestern Roxane und Christina, 13 und 11 Jahre alt, aus Madrid: Sie beginnen jeden Tag mit ihrer Skincare-Routine. Mit Tonics, Lotionen und Cremes wollen sie damit etwa gegen Pickel, trockene Haut und Rötungen vorgehen. Christina nimmt auch selbst Videos auf, in denen sie Produkte zeigt, teilt diese jedoch nur mit ihren Freundinnen. »Ich habe Angst, dass die Mädchen in der Schule es sehen und doofe Kommentare abgeben.« Auch die achtjährige Amelia aus Nottingham cremt und schmiert viel für einen makellosen Teint. Seit sie drei Jahre alt ist, nimmt sie regelmäßig an Miss-Wahlen teil und konkurriert hier mit anderen Mädchen. »Du musst schön aussehen, um gewinnen zu können und glücklich zu sein«, so Amelia. Was macht der Beauty-Hype mit Kindern und Jugendlichen? Eine »Arte Re:«-Reportage von SPIEGEL TV. (03.01.2025)

2026-01-13 01:19:00 +0000 UTC2026-01-13 01:51:08 +0000 UTC(32m)
Leben mit der Lava auf Island: Das Reich von Feuer und Eis

Leben mit der Lava auf Island: Das Reich von Feuer und Eis

Immer wieder reißt im Süden Islands die Erde auf und glühende Lavaströme bedrohen die Hafenstadt Grindavik. Drei Häuser und viele Straßen wurden dabei zerstört. Die Behörden evakuierten schon mehrfach den Ort und die meisten Bewohner*innen haben die Stadt verlassen. Doch einige Grindaviker wollen nicht fort und kehren zurück, sobald die Lava erkaltet ist. Eirikur Dagbjartsson gehört zur Gruppe der rund 50 »Starrköpfigen«, die nicht akzeptieren wollen, dass die Lavaströme das Ende von Grindavik besiegeln. Obwohl es jederzeit zu einem neuen Ausbruch kommen kann, wollen Eirikur und seine Mitstreiter zeigen, dass es möglich ist, trotz der Gefahr weiterhin in der Hafenstadt zu leben. Dabei gleicht Grindavik einer Geisterstadt. Schulen und Geschäfte sind geschlossen, die meisten der rund 4.000 Einwohner haben ihre Häuser an den Staat verkauft und sind fortgezogen. Um die wenigen Rückkehrer kümmert sich ein soziales Service-Team, denn viele Bewohner berichten von Angstzuständen und Schlafstörungen. Auch Scheidungen und Alkoholprobleme haben mit den Vulkanausbrüchen zugenommen. Die Isländer leben seit Jahrhunderten mit dem Vulkanismus. Er bringt ihnen Wärme und auch Touristen, die die spektakulären Landschaften von Europas jüngster Insel mit Wasserfällen, heißen Quellen und rund 30 aktiven Feuerbergen besuchen. Unter Island liegt ein sogenannter Hotspot, der wie ein Bunsenbrenner die Erdkruste aufschmilzt und immer wieder flüssiges Gestein aus dem Erdinneren nach oben drückt. Erst zweimal wurden dadurch bewohnte Siedlungen bedroht. 1973 auf den Westmännerinseln und jetzt Grindavik. Ein Schutzwall soll die Hafenstadt davor bewahren, dass beim nächsten Ausbruch wieder Lava in die Stadt fließt. Pall Einersson ist einer der erfahrensten Vulkanologen in Island. Täglich analysiert er die Daten der Messstationen rund um Grindavik, die die Erdbewegungen überwachen. Der Professor ist sich sicher, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Vulkane erneut Lava spucken. Eine »Arte Re:«-Reportage von SPIEGEL TV. (07.01.2025)

2026-01-13 00:15:37 +0000 UTC2026-01-13 00:45:22 +0000 UTC(29m)
Attacke im Berliner Gericht: Clanmitglied schlägt Reporter nieder

Attacke im Berliner Gericht: Clanmitglied schlägt Reporter nieder

Es geht um Mahmoud Al Zein. Dreißig Jahre lebte der Clan-Boss in Berlin, bevor er gehen musste. In die deutsche Gesellschaft hat er sich in dieser Zeit nicht integriert, dafür aber fleißig an einer eigenen parallelen Gesellschaft gebastelt – mit sich an der Spitze und seiner Großfamilie als Hofstaat. Jetzt möchte der unfeine Herr zurückkommen und klagt vor Gericht. Warum dieser Umstand dazu führt, dass mein – ansonsten nicht zimperlicher – Kollege Thomas Heise im Krankenhaus endete, sehen Sie jetzt. (13.01.2025)

2026-01-12 23:27:09 +0000 UTC2026-01-12 23:36:13 +0000 UTC(9m)
Drogen-Hotspot Bremen: Frontbericht von einem schlimmsten Bahnhöfe Deutschlands

Drogen-Hotspot Bremen: Frontbericht von einem schlimmsten Bahnhöfe Deutschlands

Früher waren Bahnhöfe zum Verreisen da. Die älteren Zuschauer unter ihnen werden sich erinnern. Heute sind Bahnhöfe Hotspots für Rauschgiftdealer, Drogensüchtige und Polizisten. Die letzte Gruppe ist dafür da, die beiden ersten Gruppen in Schach zu halten. Eine undankbare Aufgabe, die am Hauptbahnhof in Bremen allerdings ziemlich heldenhaft erledigt wird. Melina Hemmer hat die Beamten in ihrer Schicht begleitet. (13.01.2025)

2026-01-12 23:15:53 +0000 UTC2026-01-12 23:27:09 +0000 UTC(11m)