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Es kann nur einen geben

Es kann nur einen geben

„Es kann nur einen geben“ – In der freien Wildnis ist für manche Tiere das Kämpfen der Schlüssel zum Überleben. Wenn die Nahrung knapp wird, wenn das Jagdrevier oder der Lebensraum bedroht ist oder wenn es um die Rangordnung innerhalb der Gruppe geht, dann entbrennen in der Tierwelt oft hefige Duelle. Die erbittertsten Kämpfe aber liefern sich Rivalen bei der Partnersuche. Dann nutzen die Männchen alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel, um als Sieger hervor zu gehen. Und es ist nicht selten ein Kampf auf Leben und Tod. Denn nur der Gewinner beeindruckt die Weibchen. Er darf sich paaren und seine Gene weitergeben. Aber es gibt auch Tiere, denen das Kämpfen einfach nur Spaß macht. Ein hohes Aggressionspotential, das über Jahrhunderte hinweg einigen unserer Haustiere abgewöhnt werden musste…Kaum ein Tier ist so furchtlos und unerschrocken, wenn es um den Kampf geht, wie der Vielfraß. Sein kräftiger Kiefer und die scharfen Krallen sind seine Waffen, mit denen er es sogar mit Wölfen und Bären aufnimmt. Und er ist bereit, bis zum Tod zu kämpfen, um seine Beute zu verteidigen. Meist ist es der Kampf um Territorial- und Paarungsrechte, der Tiere zu extremer Gewalt treibt. Wenn Blutbrustpaviane auf Brautschau gehen, kommen sie oft anderen Männchen ins Gehege, die ihren Harem verteidigen. Und nicht nur den - gelingt es dem Alphatier nicht, seine Weibchen zu verteidigen, wird er von Thron gestoßen und verstoßen. Grund genug für ihn, bis zum bitteren Ende gegen Rivalen zu kämpfen. Erbitterte Duelle um Rang, Revier und Weibchen liefern sich auch Rothirsche. Ihr Röhren ist ein einziger Kampfschrei. Und in der Brunftzeit beginnt eine brutale und blutige Schlacht. Denn nur der dominanteste Hirschbock darf Nachkommen zeugen. Wenn sich Hirschböcke in den Kampf stürzen, steht also viel auf dem Spiel. Ihre spitzen Geweihe können schwere, sogar tödliche Verletzungen verursachen. Und obwohl sie so klein sind, gehören auch Nashornkäfer zu wütenden Kriegern.

2026-07-01 09:48:10 +0000 UTC2026-07-01 10:38:10 +0000 UTC(50m)
Erstaunliche Zwerge

Erstaunliche Zwerge

Meerschweinchen haben wie kaum ein anderes Haustier die Kinderzimmer erobert. Sie gelten als gesellig, robust und ein wenig einfältig. Doch die quiekenden Nager verbergen überraschende Eigenschaften hinter ihrer bunten Fassade. Forscher der Universität Münster entdecken an ihnen immer mehr soziale Fähigkeiten, die sie bislang nur Menschen zutrauten. Sie halten sie für clevere Sozialstrategen. Das Mekka der Meerschweinforschung befindet sich an der Universität Münster. Professor Sachser beobachtet die vielfältige Kommunikation an seinen vielen hundert Schützlingen. Der Zusammenhang von sozialer Umwelt und Verhalten ist mittlerweile bei kaum einem anderen Tier so gut untersucht wie bei den kleinen Nagern. In der Verhaltensbiologie gelten die Meerschweinchen nun als Modell für die Analyse sozialer Strukturen - auch beim Menschen. Die Urahnen der Meerschweinchen stammen aus Südamerika, wo sie heute noch recht scheu in den Graslandschaften leben. Vor mehr als dreitausend Jahren züchteten die Inkas aus den kleinen wilden Kerlen die häusliche Form. Die proteinreichen und vermehrungsfreudigen Tiere bereicherten den Speiseplan in der kargen Andenregion. Die Inka sprachen die Tiere wegen ihres großen Nutzens heilig und verehrten sie mit Fruchtbarkeitszeremonien. Die Hausmeerschweinchen, Cuy genannt, leben noch heute in den Küchen der Andenbewohner. Sie werden auf Märkten gehandelt und zu besonderen Anlässen gebraten und gegessen. Nach Europa kamen die wie Schweine quiekenden Nager mit den spanischen und holländischen Seefahrern im 16. Jahrhundert übers Meer, daher der Name "Meerschweinchen". Die Seeleute nutzten sie vorwiegend als lebenden Proviant, doch bald schon erfreuten die importierten Exemplare das Bürgertum in der alten Welt als vierbeinige Hausgenossen. Mittlerweile widmen sich eigens gegründete Liebhabervereine der Zucht nach Bewertungsstandards.

2026-07-02 21:04:31 +0000 UTC2026-07-02 21:55:31 +0000 UTC(51m)
Namibias Löffelhunde

Namibias Löffelhunde

Im Südwesten Afrikas liegt eine der ältesten Wüsten der Erde: die Namib – lebensfeindlich, aber wunderschön. Hier lebt die deutsche Tierärztin Margit du Toit auf einer Farm. Eines Tages bekommt sie von Einheimischen eine verletzte Löffelhündin gebracht. Nach intensiver Pflege erholt sich das Tier und kann wieder in die Freiheit entlassen werden. Schließlich bedankt sich „Fanta“ – so nennt Margit die Löffelhündin – auf ihre Weise: Sie schenkt der Pflegerin ihr volles Vertrauen. Wie sich herausstellt, ist Fanta schwanger. Bald toben vier Jungtiere durch die Wüste, und sie verhalten sich Margit gegenüber ebenso vertrauensvoll wie ihre Mutter. Es ist eine einmalige Gelegenheit, das Zusammenleben einer Löffelhundfamilie ohne Störung aus nächster Nähe beobachten zu können. So sammelt Margit eine Vielzahl von Daten, um sie später zu veröffentlichen. Es sind Erkenntnisse über die Ernährung, die Aufzucht der Jungen, den Tagesrhythmus und vieles mehr. Kurzum: ein wichtiger Beitrag zur Grundlagenforschung, der ohne Fantas Vorgeschichte so nicht denkbar wäre. Die Jungtiere müssen viele Erfahrungen sammeln, um sich in der rauen Wildnis zurecht zu finden. Neugierig untersuchen sie Skorpione und Schlangen, doch sie flüchten vor Greifvögeln und Leoparden. Allerdings sind die großen Raubkatzen auf dem Farmland mittlerweile sehr selten, denn Viehzüchter dulden keine Konkurrenz. Nur Schakale und Wüstenluchse scheinen den menschlichen Nachstellungen immer wieder zu entgehen. In Fallen, die ihnen gelten, treten immer wieder Löffelhunde. Dabei sind die kleinen Kerle Insektenfresser und könnten keinem Schaf gefährlich werden. Große Arten wie Löwen und Elefanten gehören zu den Stars der afrikanischen Tierwelt. Viele kleinere, weniger spektakuläre Geschöpfe wie Löffelhunde stehen dagegen kaum im Interesse der Öffentlichkeit. Doch sie verdienen mehr Aufmerksamkeit, und Margit möchte dazu ihren Beitrag leisten. Es ist wirkungsvoller eine Art nicht erst zu schützen, wenn es fünf vor zwölf ist.

2026-07-02 09:10:33 +0000 UTC2026-07-02 10:07:33 +0000 UTC(57m)
Die Königinnen der Savanne

Die Königinnen der Savanne

Der Löwe als König der Tiere, der gewaltige Elefantenbulle oder das imposante Pavianmännchen als Familienoberhaupt selbst viele Wissenschaftler sahen das Leben in der Wildnis bislang als Patriarchat. Diese Dokumentation zeichnet ein anderes Bild: In den afrikanischen Savannen begegnen wir kämpferischen Löwinnen, erhabenen Elefanten-Großmüttern und majestätischen Pavianweibchen, die sich als Schwestern verbünden, um gemeinsam Kinder aufzuziehen. Gelebte Emanzipation im Reich der wilden Tiere.

2026-07-02 07:17:33 +0000 UTC2026-07-02 08:09:33 +0000 UTC(52m)
Folge 32

Folge 32

Weimaraner Ebby leidet seit vielen Monaten an Inkontinenz. Doch bis jetzt konnte ihm kein Tierarzt helfen. Jetzt kommt er zum ersten Mal in die Praxis von Dr. Dr. Benjamin Berk in Mannheim. Er hat sofort einen Verdacht: Der Veterinär vermutet weniger ein Blasenproblem, als ein Problem an der Wirbelsäule. Ein Röntgenbild soll darüber Aufschluss geben, wie Ebby am besten geholfen werden kann. Tierärztin Eva-Maria Wingender aus Kaisersesch behandelt ein Kaninchen, das unter Durchfall leidet und kaum mehr frisst. Die Veterinärin untersucht das geschwächte Tier auf eine Infektion. Doch alle Zeichen sprechen gegen einen Virus. Ein Aufbaupräparat soll den Stoffwechsel des Kaninchens zunächst wieder in Schwung bringen. Spring-Pony Hedda lahmt seit zwei Tagen. Das ist gerade für ihre erst zwölfjährige Besitzerin frustrierend, weil beide für ein Turnier gemeldet hatten. Pferdefachtierarzt Dr. Stephen Dammer aus Bretten geht der Lahmheit auf den Grund: Er röntgt Heddas Vorderhuf dazu in allen Schichten - mit einem erfreulichen Ergebnis für Hedda und ihre junge Reiterin.

2026-07-02 06:26:33 +0000 UTC2026-07-02 07:17:33 +0000 UTC(51m)