Ted Rusoff

Ted Rusoff

Ted Rusoff war ein äußerst produktiver Synchronregisseur, -editor und -sprecher. Er begann seine Karriere Anfang der 1960er-Jahre als Opernsänger in Los Angeles, bevor er bei American International Pictures (ADR) mit seinem Onkel Samuel Z. Arkoff zusammenarbeitete. Ende der 60er-Jahre schickte Arkoff Rusoff nach Italien, um dort das Synchronisationssystem an amerikanische Standards anzupassen. Rusoff blieb jedoch bis zu seinem Lebensende in Rom. Seine Stimme ist in den englischen Fassungen von über 250 italienischen, japanischen, russischen und diversen europäischen Filmen zu hören. Er lieh seine Stimme auch mehreren amerikanischen Blockbustern, darunter „Die letzte Versuchung Christi“. Ab Ende der 1970er-Jahre versuchte sich Rusoff auch als Schauspieler, da es für englische Muttersprachler in Italien zu dieser Zeit relativ einfach war, Schauspieljobs zu finden. Er spielte an der Seite von Größen wie Bob Hoskins und Max von Sydow und arbeitete im Synchronstudio mit Synchronlegenden wie Robert Rietty, Geoffrey Copleston, Nick Alexander, Lewis E. Cianelli und Mickey Knox zusammen. Aufgrund seines markanten Bartes wurde Rusoff meist als Mönch, Ältester oder religiöse Persönlichkeit besetzt. Er wirkte in Bibelfilmen wie „Der Tag, an dem Christus starb“ und „Die Weihnachtsgeschichte“ sowie als Mönch in „Double Team“ und „Die Katakomben“ mit. Seine wohl bekannteste Rolle ist die des Oberältesten in „Die Passion Christi“, der Judas den Geldsack zuwirft. Da Rusoff mehrere Sprachen, darunter traditionelles Hebräisch und Altaramäisch, fließend beherrschte, war er auch als Hauptübersetzer für den Film tätig. Rusoff heiratete die Synchronsprecherin Carolyn De Fonseca, die beiden führten jedoch eine offene Ehe. Rusoff zeugte im Laufe von 40 Jahren neun Töchter mit verschiedenen Müttern, darunter eine, die zum Zeitpunkt seines Todes im Jahr 2013 noch ein Säugling war.

Born: 1939-05-20 in Winnipeg, Manitoba, Canada