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Die 2050er - Everything will change

Markus Imhoof (* 19. September 1941) ist ein Schweizer Filmregisseur, Drehbuchautor sowie Theater- und Opernregisseur. Er begann seine Karriere als Dokumentarfilmer und konzentrierte sich dabei auf kontroverse Themen. Sein Film „Rondo“ (1968) war eine kritische Auseinandersetzung mit dem Schweizer Gefängnissystem. Der Film war bis 1975 verboten. Auch sein nächster Film, „Ormenis 199+69“ (1969), wurde zensiert, da er die Rolle und Behandlung von Pferden in der Kavallerie untersuchte und die Auflösung der Einheit nahelegte. Imhoof musste den Film vor der öffentlichen Vorführung kürzen und Szenen entfernen, die Militärveteranen als anstößig empfanden. Erst 2002 wurde der Film in unzensierter Fassung zugänglich. „Volksmund – oder man ist was man isst“ (1972) war ein Dokumentarfilm, der den Konsum in der Gesellschaft kritisierte. Später in seiner Karriere begann Imhoof auch Spielfilme zu drehen. Sein Film „Das Boot ist voll“ (1980) erntete internationale Anerkennung, da er die Schattenseiten der Schweizer Neutralitätspolitik im Zweiten Weltkrieg aufzeigte. Der Film schildert eine Gruppe jüdischer Flüchtlinge, die 1942 auf Anordnung der Schweizer Regierung zur Rückkehr nach Nazi-Deutschland gezwungen werden und in Konzentrationslagern umkommen. Damals war es der erste Schweizer Film, der sich mit diesem kontroversen Thema auseinandersetzte. Imhoofs nächster Film, „Die Reise“ (1986), untersuchte den Terrorismus der Baader-Meinhof-Gruppe. „Der Berg“ (1990) ist eine psychologische Studie über drei Menschen, die mit nur ausreichend Nahrung zum Überleben auf einem Berggipfel festsitzen. Auch „Flammen im Paradies“ (1997) ist eine psychologische Studie, die diesmal einen jungen Mann zeigt, der einem Mann zur Ehe versprochen ist und mit einer Frau, die nach Indien reist, die Rollen tauscht.
Born: 1941-09-19 in Winterthur, Switzerland
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