Édith Scob

Édith Scob

Édith Scob (21. Oktober 1937 – 26. Juni 2019) war eine französische Film- und Theaterschauspielerin, die vor allem für ihre Rolle als Tochter mit entstelltem Gesicht in „Augen ohne Gesicht“ (1960) bekannt ist. Scob wurde als Édith Helena Vladimirovna Scobeltzine geboren und war die Enkelin eines russischen Generals und eines weißrussischen Emigranten. Ihr Vater war Architekt, ihre Mutter Journalistin. Ihr älterer Bruder, Michel Scob (1935–1995), war französischer Radsportmeister und Olympiateilnehmer. Im Alter von 14 Jahren wurde sie wegen Magersucht behandelt. Ihre Liebe zur Literatur weckte ihr Interesse am Theater. Scob studierte Französisch an der Sorbonne und nahm Schauspielunterricht, als sie ihre erste Rolle erhielt. Sie und ihr Ehemann, der Komponist Georges Aperghis, hatten zwei Söhne, Alexander (geb. 1970) und Jérôme (geb. 1972), die beide Schriftsteller sind. Scob starb am 26. Juni 2019 in Paris. Die Todesursache wurde nicht bekannt gegeben. Scob gab ihr Theaterdebüt 1958 in dem von Georges Vitaly inszenierten Stück „Don Juan“, erlangte aber bereits früh in ihrer Karriere größere Bekanntheit durch ihre Rolle in „Augen ohne Gesicht“ (1960). Sie wurde zweimal für den César als Beste Nebendarstellerin nominiert: für „Sommerstunden“ (2008) und „Holy Motors“ (2012). Nach den Unruhen im Mai 1968 gründete Scob gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Komponisten Georges Aperghis, in Bagnolet ein Avantgarde-Theater, um den ärmsten Bevölkerungsschichten Zugang zu Kultur zu ermöglichen.

Born: 1937-10-21 in Paris, France