Claude Piéplu

Claude Piéplu

Claude Piéplu war ein französischer Schauspieler, geboren am 9. Mai 1923 im 14. Arrondissement von Paris und gestorben am 24. Mai 2006 im 16. Arrondissement von Paris. Bekannt wurde er vor allem als Erzähler der Zeichentrickserie *Les Shadoks* und als Mann mit den goldenen Schlüsseln in der Fernsehserie *Palace*. Als Sohn eines Kochs begann er mit fünfzehn Jahren als Angestellter bei der Bank in Vernes zu arbeiten, wo er sich die Zeit damit vertrieb, die Bankangestellten zu beobachten und zu imitieren. An der Comédie-Française entdeckte er seine Leidenschaft für das Theater und nahm Schauspielunterricht bei Maurice Escande. 1944 wurde er am Théâtre des Mathurins engagiert und spielte dort an der Seite von Gérard Philipe und Maria Casarès. Zweimal scheiterte er an der Aufnahmeprüfung für das Pariser Konservatorium. Anschließend schloss er sich Jacques Fabbris Theatergruppe an, die unter anderem Stücke wie „Elend und Adel“, „Die gute Zahl“, „Die Stute des Königs“, „Die lustigen Weiber von Windsor“ und „Rostanows Torheit“ aufführte. Später wirkte er in fast 175 Theaterstücken mit. Seine erste Filmrolle hatte er 1948 in „Von Männern zu Männern“. Claude Piéplu spielte danach in rund vierzig Filmen, insbesondere an der Seite von Louis de Funès, und etablierte sich mit seiner unverwechselbaren Art zu sprechen, seinem distinguierten Auftreten und seinem trockenen Humor. Er arbeitete mit Regisseuren wie Costa-Gavras, Claude Chabrol, Luis Buñuel, Henri-Georges Clouzot und Julien Duvivier zusammen. Er sagte, er fühle sich am wohlsten mit „dem unbeschwerten und distanzierten Ausdruck von Humor“. Als Sammler, Verfechter des Live-Theaters und Atomkraftgegner ist er Mitglied des Förderkomitees der französischen Koordinierungsstelle für die Dekade der Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit sowie des Weltfriedensrats.

Born: 1923-05-10 in Paris, France