César Vicente

César Vicente

„Ich war zwölf Jahre alt, als ich zum ersten Mal eine Bühne betrat“, erzählt der spanische Schauspieler César Vicente. „Es war der Abschlussball meiner Schule. Mir wurde damals klar, dass die Schauspielerei ein Teil meines Lebens sein würde; sie gab mir ein Selbstvertrauen, das ich vorher nicht hatte.“ Um dieses Gefühl der Unbesiegbarkeit zu erlangen, schrieb sich Vicente am Viento Sur Teatro in Sevilla für das Schauspielstudium ein. Nach vier Jahren intensiven Trainings dort erhielt er bald erste Rollen. Dazu gehörten die Rolle des Elías, eines cleveren Hausmeisters an einem Mädcheninternat, in der Serie „A Different View“ (2018) und die des jungen Hernán Cortés, des spanischen Imperialisten, der die Azteken besiegte, in der historischen Dramaserie „Hernán“ (2019). Obwohl jede dieser Rollen zu Vicentes Entwicklung beitrug, war es seine Rolle als Eduardo, ein Arbeiter aus der Gegend, der Lesen und Schreiben lernt, in Pedro Almodóvars Film „Leid und Herrlichkeit“ aus dem Jahr 2019, die ihn international bekannt machte. „Die Zeit als Eduardo war die schönste meines Lebens“, sagt er. „Es war eine Gelegenheit, mein verborgenes Potenzial zu entfalten und die Fähigkeiten, die ich an der Akademie erlernt hatte, in die Praxis umzusetzen.“ Eduardo ist eine Nebenfigur, aber dennoch prägend im Leben von Salvador Mallo – dem Protagonisten des Films und einem losen Alter Ego des Regisseurs. Um die Rolle zu entwickeln, traf sich Vicente mehrmals mit Almodóvar. „[Almodóvar] beschrieb die Figur sehr detailliert, um das Beste aus meinen Fähigkeiten herauszuholen“, sagt Vicente. „Es war mir eine Ehre, diese wichtige Rolle im Leben des Regisseurs zu spielen.“ Vicentes Mission ist es nicht nur, die Vision eines Filmemachers zu vermitteln, sondern auch sein Können unter Beweis zu stellen. „Ich versuche immer, aus meinen Fehlern zu lernen. Selbst wenn ich immer wieder scheitere, gebe ich niemals auf“, sagt er. Sein nächster Auftritt auf dem roten Teppich dürfte beispielsweise deutlich reibungsloser verlaufen als die Premiere von „Leid und Herrlichkeit“: „Das war eine Herausforderung“, erinnert er sich. „Die ganze Anerkennung und Werbung war zwar schön, aber auch sehr anstrengend für mich.“ Wenn man seine abschließenden Worte als Indiz nimmt, ist Vicente bereit, das Rampenlicht zu genießen, das ihn erwartet: „Ich verspüre ein brennendes Verlangen, die Welt zu erobern.“

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