Anna Schudt

Anna Schudt

Anna Schudt (* 23. März 1974 in Konstanz) ist eine deutsche Schauspielerin, Hörspiel- und Hörbuchsprecherin sowie International-Emmy-Preisträgerin. Einem breiteren Publikum wurde sie unter anderem in ihrer Rolle als Tatort-Kommissarin Martina Bönisch, die sie zwischen 2012 und 2023 spielte, bekannt. Neben zahlreichen Theaterinszenierungen wie Maria Stuart am Residenztheater München stand sie seit 2002 bislang in über 70 Film- und Fernsehproduktionen vor der Kamera. Anna Schudt wuchs als ältere von zwei Töchtern eines Biochemikers und einer Körpertherapeutin in Konstanz-Egg auf. Erste Theatererfahrungen sammelte sie am Theater Konstanz. Mit 17 Jahren begann sie ihre Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München. 1994 wurde sie unter der Intendanz von Dieter Dorn festes Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele. Es folgten Engagements an der Berliner Schaubühne sowie ab 2001 am Bayerischen Staatsschauspiel in München. Dort spielte sie unter anderem die Louise in Kabale und Liebe und die Sonja in Onkel Wanja. Für ihre Mitwirkung in Hekabe erhielt sie 2002 gemeinsam mit dem Ensemble den Kurt-Meisel-Preis. 2006 wurde sie für ihre Darstellung der Maria Stuart im gleichnamigen Drama erneut mit dem Kurt-Meisel-Preis ausgezeichnet. 2010 spielte sie die Titelrolle in Anna Karenina am Düsseldorfer Schauspielhaus. Seit 2002 steht Schudt regelmäßig für Film- und Fernsehproduktionen vor der Kamera. Ihr Debüt gab sie im Fernsehdrama Im Chaos der Gefühle. 2006 übernahm sie eine Hauptrolle in der ZDF-Krimiserie Der Kriminalist. Von 2008 bis 2011 spielte sie in der ARD-Reihe Alles was recht ist die Staatsanwältin Dr. Nike Reichert. Nachdem sie bereits zuvor mehrfach im Tatort zu sehen war, bildete sie von 2012 bis 2022 gemeinsam mit Jörg Hartmann das Dortmunder Ermittlerduo Faber und Bönisch. Ihre Figur Martina Bönisch starb in der 2022 ausgestrahlten Folge Liebe mich!. Weitere Rollen übernahm sie unter anderem in der ARD-Reihe Eltern allein zu Haus, der ARTE-Dokuserie Der Traum von der Neuen Welt sowie im ZDF-Film Zwischen Himmel und Hölle. Für ihre Darstellung der Komikerin Gaby Köster im Fernsehfilm Ein Schnupfen hätte auch gereicht erhielt Schudt 2018 den International Emmy Award als beste Schauspielerin. 2019 wurde sie für Aufbruch in die Freiheit mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet. 2022 erhielt sie den Ehrenpreis des Deutschen FernsehKrimi-Festivals für besondere Verdienste um den Fernsehkrimi. Anna Schudt ist seit 2010 mit dem Schauspieler Moritz Führmann verheiratet. Sie hat drei Söhne und lebt mit ihrer Familie in Düsseldorf.

Born: 1974-03-23 in Konstanz, Germany